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Weihnachtsleckereien mit Süßstoff statt Zucker: Diabetiker dürfen auch Süßes naschen

Rubrik(en): Pressefach Süßstoff-Verband e.V. | Autor: Eva Winkelmann |
 

Köln, 10.11.2017 – Anderen Menschen beim Essen nur zuzusehen, ist nie besonders schön. Essen ist ein soziales und kulturelles Ereignis: gesellig, gemütlich, emotional, verbindend. Insbesondere die Weihnachts- und Adventszeit assoziieren wir sofort mit süßem Gebäck, Schokolade und Kuchen. Die typischen Aromen wecken bei uns Kindheitserinnerungen. Doch Diabetikern können diese Ess- und Naschgewohnheiten schnell die Schweißperlen auf die Stirn treiben, denn sie müssen Zucker-gesüßte Lebensmittel aus gesundheitlichen Gründen weitgehend meiden. Warum es aber nahezu unmöglich ist dauerhaft auf Süßes zu verzichten, erklärt Diplom-Ökotrophologin Dr. Karolin Höhl anlässlich des Weltdiabetestages am 14. November 2017. Die Lehrbeauftragte für Lebensmittelkunde und Esskultur in Heidelberg mit dem Arbeitsschwerpunkt Geschmack und Sensorik betont, dass der Geschmack „süß“ nicht mit dem Inhaltsstoff Zucker gleichgesetzt werden darf.

„Ein strikter Verzicht auf Süßes ist in unserer Esskultur schwer durchzuhalten“, erklärt Diplom-Ökotrophologin Dr. Höhl. „Es bedeutet einen enormen Verlust an Lebensqualität, vollständig auf süß schmeckendes zu verzichten.“ Die Wissenschaftlerin beschäftigt sich damit, warum das Bedürfnis des Menschen nach süßen Geschmackserlebnissen so groß ist und weiß, „süßer Geschmack ist ein wichtiger, emotionaler und identitätsstiftender Bestandteil unserer Esskultur.“ Die Präferenz für süßen Geschmack ist angeboren und wird bereits im Mutterleib genährt. Fruchtwasser, Muttermilch, später die Beikost – alles hat einen süßen Geschmack und prägt unser Geschmacksarchiv, sagt Dr. Höhl. „Die Gefühle, die wir gemeinsam mit diesem Geschmack abgespeichert haben, sind Geborgenheit, Liebe, Aufmerksamkeit und Sicherheit – also durchweg positiv. Das erklärt unser Bedürfnis nach süßen Lebensmitteln.“

Aber „süß“ muss ja nicht gleich Zucker sein. Es gibt eine Vielzahl von Süßstoffen, die den befriedigenden süßen Geschmack liefern, ohne den Blutzuckerspiegel zu beeinflussen (siehe Grafik). Weiterer Vorteil: Süßstoffe sind kalorienfrei und unterstützen auch die Gewichtskontrolle bei Diabetikern.

Ein Tipp: Wer mit Süßstoffen backen oder andere Gerichte ausprobieren möchte, verwendet am besten Rezepte, die bereits mit Süßstoffen entwickelt wurden. Die Schwierigkeit besteht nämlich darin, dass ohne Zucker häufig das Volumen des Teigs fehlt. Von Süßstoffen wird eine wesentlich kleinere Menge benötigt, um die gleiche Süßkraft zu erhalten. Sehr einfach ist der Austausch beispielsweise bei Hefe- oder Mürbeteigen. Für Diabetiker hat der Süßstoff-Verband Plätzchen-Rezepte entwickelt, mit denen sie die Adventszeit zuckerfrei genießen dürfen (siehe unten).

Weitere Informationen zu Diabetes und Süßstoffen sowie weitere Rezepte stehen auf der Website www.suessstoff-verband.de kostenfrei zur Verfügung.

 

Über den Süßstoff-Verband e.V.

Der Süßstoff-Verband hat seit 1966 die Aufgabe, Verbraucher, Ernährungsfachkräfte, Vertreter gesundheitsorientierter Berufe sowie Politik und Wirtschaft über Süßstoffe zu informieren und beteiligt sich an der wissenschaftlichen Diskussion über Süßstoffe, Gesundheitsprophylaxen und Diätetik. Seine Mitglieder sind Unternehmen in Deutschland und Österreich, die Süßstoffe, Süßstoffzubereitungen und Tafelsüßen herstellen oder vertreiben sowie Firmen, die Süßstoffe in Lebensmitteln und Getränken einsetzen.

Rezepte

Leichte Muffins
für 12 „Mini-Muffins“

Zutaten:

 

Zubereitung:

Ei, Salz, Süßstoff und Vanille schaumig schlagen. Buttermilch und Öl nach und nach zugeben. Beide Mehlsorten mit dem Backpulver vermischen und portionsweise unterrühren.

Den Teig in eine mit Papierförmchen ausgelegte Muffinform füllen und im vorgeheizten Ofen bei 180°C etwa 15 Minuten backen.

Die Muffins nach dem Backen etwa 10 Minuten ruhen lassen, dann aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Kurz vor dem Verzehr mit Streusüße bestäuben.

 

Tipp: Das Rezept ist sehr schlicht gehalten, so kann es je nach individuellen Vorlieben durch Zugabe von Gewürzen, wie z.B. Vanille, Zimt und/oder Kardamon variiert werden.

Die Süßkraft von Flüssigsüße entspricht in der Regel einem Teelöffel Zucker, wobei die Portionsgröße je nach Marke unterschiedlich sein kann. Exakte Angaben über die richtige Dosierung stehen auf der Produktverpackung.

Streusüßen sind eine besondere Variante, die die Vielseitigkeit der süßen Alternativen zeigen. Die lockere, feinkörnige Beschaffenheit macht sie besonders geeignet zum Süßen von Obstsalaten und Müslis oder zum Bestreuen von Waffeln und Torten. Ihre Energiebilanz liegt bis zu 90 Prozent niedriger als Zucker. Exakte Angaben über den Energiegehalt und die richtige Dosierung stehen auf der Produktverpackung.

Mürbeteigplätzchen – ohne Zucker

Zutaten:

Zubereitung:

Das Mehl mit dem Fett fein verbröseln. Süßstoff, Ei und Salz schnell unterkneten. Den Teig eine halbe Stunde kaltstellen.

Anschließend den Teig ausrollen und ca. 100 kleine Kekse ausstechen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Im Backofen bei 200 Grad ca. 10 Minuten backen.

Tipp: Das Rezept ist sehr schlicht gehalten, so kann es je nach individuellen Vorlieben durch Zugabe von Gewürzen, wie z.B. Vanille, Zimt und/oder Kardamon variiert werden.

Die Süßkraft von Flüssigsüße entspricht in der Regel einem Teelöffel Zucker, wobei die Portionsgröße je nach Marke unterschiedlich sein kann. Exakte Angaben über die richtige Dosierung stehen auf der Produktverpackung.

 

Pressekontakt für Deutschland:
Süßstoff-Verband e.V.
Dipl.oec.troph. Anja Krumbe
Fon:+49 (0) 22 03 – 20 89 45
E-Mail: krumbe@suessstoff-verband.de
www.suessstoff-verband.de

Pressekontakt für Österreich:
Süßstoff-Verband e.V.
Mag. Uta Carstanjen
c/o Fine Facts Health Communication
Fon : +43 (0) 664 5153040
E-Mail: info@suessstoff-verband.at
www.suessstoff-verband.de

 

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