Erfolgreich vorbeugen mit Hafer

Vollkornprodukte aus Hafer beugen durch den löslichen Ballaststoff Beta-Glucan einem erhöhten Cholesterinspiegel, Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems sowie Entzündungen des Magen-Darm-Trakts vor. Wissenschaftler aus Irland und Kanada haben nun in einer Studie die Wirkung verschiedener Arzneimittel auf der einen sowie einer Ernährung mit Hafer-Beta-Glucan auf der anderen Seite verglichen.

Die Ergebnisse: Hafer-Beta-Glucan bewirkt eine Verringerung des Körperfetts und der Triglyzeride sowie eine Erhöhung des HDL, das durch die Aufnahme von Cholesterin den Blutfettspiegel ausgleicht. Darüber hinaus stabilisiert Hafer-Beta-Glucan die Mikrobiota und damit das Darmimmunsystem.

Fazit der Wissenschaftler: Für eine langfristige Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems und des Stoffwechsels erweist sich Hafer-Beta-Glucan als ein bevorzugter Ernährungsbaustein.

Weithin bekannt ist, dass Hafer mit seinem wichtigen löslichen Ballaststoff Beta-Glucan ein natürlicher Cholesterinsenker ist. Vierzig Gramm Haferflocken in Frühstücksmüsli oder Porridge und weitere zwanzig Gramm Haferkleie im Laufe des Tages liefern die notwendigen drei Gramm Hafer-Beta-Glucan, die den Cholesterinspiegel senken und auf einem normalen Niveau halten können. Damit wird Ablagerungen in den Blutgefäßen und Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems vorgebeugt.

Wissenschaftler mehrerer Institute in Irland und Kanada haben in einer Tierstudie1 untersucht, inwieweit sich bei kardiovaskulären Erkrankungen die Effekte durch Ernährungsumstellung und durch Medikamente voneinander unterscheiden. Einer hochgradig fett- und cholesterinhaltigen Ernährungsweise wurde in separaten Gruppen unter anderem mit Statinen, Pflanzensterolestern und Hafer-Beta-Glucan entgegengewirkt. Nach einem Zeitraum von knapp sechs Monaten wurde mit Hafer-Beta-Glucan der prozentual niedrigste Körperfettanteil erzielt, die Triglyzeridwerte waren trotz der fettreichen Ernährung reduziert und der Anteil an HDL, das durch die Aufnahme von überschüssigem Cholesterin für einen ausgeglichenen Cholesterinspiegel wichtig ist, hatte sich stark erhöht. Bei mehreren Parametern werden durch eine Ernährung mit Hafer vergleichbare Wirkungen wie mit Medikamenten erzielt.

Die vorteilhafte Wirkung auf Körperfett und Körpergewicht scheint der Studie zufolge auch dadurch zu erklären sein, dass Hafer-Beta-Glucan die Synthese bestimmter Salze, der sogenannten Butyrate, anregt. Diese, so wurde in einer anderen Untersuchung festgestellt1a, können vor ernährungsmitbedingtem Übergewicht schützen.

Auch der prebiotische Effekt von Hafer-Beta-Glucan auf den Magen-Darm-Trakt wurde manifestiert. Hafer-Beta-Glucan stimuliert die Bildung wichtiger Darmbakterien. Die dadurch stabilisierte Mikrobiota schützt den Magen-Darm-Trakt vor Entzündungen und festigt das Darmimmunsystem.

In ihrer Schlussfolgerung bewerten die Wissenschaftler Hafer-Beta-Glucan als „die bevorzugte diätetische Intervention für eine sichere langfristige Aufrechterhaltung der kardiovaskulären und metabolischen Gesundheit – verstärkt durch eine entsprechend gesunde Mikrobiota“2.

Die Quellenangaben zu den Fußnoten sind hier zu nachzulesen: https://www.alleskoerner.de/presse/erfolgreich-vorbeugen-mit-hafer.

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