VDD-Kongress 2018: Beste Resonanz

Am vergangenen Wochenende bot der VDD-Kongress in Wolfsburg wieder zwei Tage lang Hochaktuelles mit großem Fortbildungswert.

Großer Zuspruch und beste Rückmeldungen: Die VDD-Verantwortlichen erhielten zum Ende des diesjährigen VDD-Kongresses gute Noten und viel Lob für Programm, Durchführung und Ablauf des Jahreskongresses. Beim 60. Bundeskongress des Verbandes der Diätassistenten – Deutscher Bundesverband e. V. (VDD) im CongressPark in Wolfsburg drehte sich alles um das Leitthema „Ernährungstherapie – zeitgemäß und lebensnah“. Rund 1.300 Diätassistenten nahmen in diesem Jahr teil. Knapp 60 Aussteller bei der begleitenden Industrieausstellung zeigten Neues aus der Wirtschaft.

Der Kongress fand erstmals in Kooperation mit dem Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe e.V. (VDBD) statt. Der Bundesverband Deutscher Ernährungsmediziner e.V. (BDEM), die European Federation of the Associations of Dietitians (EFAD) und die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin e. V. (DGEM) waren ebenfalls Kooperationspartner. VDD-Präsidentin Uta Köpcke betonte in ihrer Begrüßung den Vernetzungsgedanken und die gute Zusammenarbeit der Verbände: Sie spiegele die interdisziplinäre Arbeitsweise von Diätassistenten sehr gut wider.

In seinem Eröffnungsvortrag zeigte der Dresdner Gesundheitswissenschaftler Christoph Kokelmann (TUMAINI-Institut für Prävention) das große Potenzial der Digitalisierung im Gesundheitswesen. eHealth bietet demnach eine enorme Bandbreite an Möglichkeiten und wird auch den Arbeitsalltag der Diätassistenten verändern. Apps bieten künftig einfache Hilfen in der Beratung; mobile Endgeräte und gute Programme erleichtern den Zugang, die Kommunikation und (Eigen)Kontrolle der Patienten.

Kokelmann nahm den Diätassistenten die Sorge, dass künftig alles digital ablaufen könne und Apps womöglich die sprechende Medizin und Beratung ablösen können. Er sah in der Digitalisierung vielmehr eine Bereicherung, weil lebenswichtige Daten z. B. bei Diabetes- oder Herzpatienten unmittelbar erfasst und bedeutend schneller verarbeitet würden. Unerlässlich seien mobile Endgeräte wie Smartphones, Tablets und sog. Wearables (Fitness Tracker, Smart-Clothes, digitalisierte Schuh-Einlegesohlen für Diabetiker u.v.m.).

Neues zum Thema Heilmittel berichtete Uta Köpcke: Der VDD hat in den vergangenen Monaten erfolgreich daran gearbeitet, die Verträge mit den Krankenkassen auf den Weg zu bringen und die Rahmenempfehlungen des GKV-Spitzenverbandes in die Praxis umzusetzen. Köpcke appellierte an die Diätassistenten, keine Dumping-Verträge zu akzeptieren und im Zweifel zuerst mit dem VDD Rücksprache zu halten. Die Krankenkassen müssten die Versorgung garantieren, dazu seien sie verpflichtet, sagte die VDD-Präsidentin.

Das Save Nutrition Network (SNN) hat der VDD in Zusammenarbeit mit der Kathrin Kraaibeek GmbH als Präventionsnetzwerk im vergangenen Jahr gegründet. Jetzt konnte der erste große Erfolg berichtet werden. Das SNN hat kürzlich eine bundesweite Ausschreibung gewinnen können, bei der 180 Diätassistenten und Oecotrophologen partizipieren. Das Save Nutrition Network begleitet die Durchführung von Präventionskonzepten zur Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) aktiv und sorgt für die gesamte Organisation. Die Zusammenarbeit garantiert eine standardisierte Qualität; sie ist über Verträge gesichert.

Die spezialisierte Versorgungsforschung, das Verpflegungsmanagement, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Diabetes mellitus oder chronische entzündliche Darmerkrankungen waren wichtige daueraktuelle Themen. Im Fokus standen auch noch recht junge Einsatzgebiete für Diätassistenten, wie beispielsweise die Beratung von Menschen mit geistigen Behinderungen oder Epilepsie. Mit regem Interesse verfolgten zahlreiche Zuhörer zudem die Vorstellung von Bachelorarbeiten von Diätassistenten der Studiengänge Diätetik (Fulda, Neubrandenburg) bzw. Clinical Nutrition (Rheine). Dieses Format hat erstmalig und gleich sehr erfolgreich stattgefunden.

Breiten Raum nahm auch das prozessgeleitete Handeln in der Diätetik, der German Nutrition Care Process (G-NCP), ein, dem ein spezielles und frühzeitig ausgebuchtes Anwenderseminar sowie ein eigenes Forum gewidmet waren. An Fallbeispielen wurde demonstriert, wie beispielsweise in der Onkologie nach den Prinzipien des G-NCP zu dokumentieren ist, wie therapeutisches Denken im G-NCP– Stichwort ‚Clinical Reasoning‘ – funktioniert und wie der G-NCP-Standard in der ambulanten Ernährungsberatung umgesetzt werden kann.

VDD-Präsidentin Uta Köpcke zeigte sich zum Ende des Kongresses sehr zufrieden: Die neuen Formate mit Foren, Workshops und wissenschaftlichen Vorträgen seien sehr gut angekommen. Die neugegründete Juniorenvertretung im VDD fand viel Zuspruch. Neue Methoden, wie z. B. eine Skype-Präsentation, seien erfolgreich erprobt worden.

Die brandaktuellen Inhalte sorgten denn auch für viel positive Resonanz. „Großes Kompliment an die Organisatoren“ meinte eine Teilnehmerin spontan.

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Kontakt für die Presse:  
Uta Köpcke | Präsidentin VDD e.V.
Tel.: 0201 9468 5370, mobil : 0152 31803383
Mail: uta.koepcke@vdd.de

Hintergrundinformationen
Der VDD vertritt seit nunmehr 60 Jahren rund 4.000 Diätassistenten in Deutschland als berufspolitische Interessenvertretung. Der Verband ist monoprofessionell organisiert und Gründungsmitglied des Europäischen Dachverbandes EFAD.
Kooperationspartner des Verbandes der Diätassistenten – Deutscher Bundesverband e. V. (VDD) waren beim Kongress 2018 der Bundesverband der Ernährungsmediziner (BDEM), der europäische Dachorganisation der Diätassistenten EFAD (European Federation of the Associations of Dietitans) sowie der Deutschen Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) und erstmals auch der Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland e. V. (VDBD).

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