Bunt bedruckte Muffinförmchen – ein Hingucker mit Beigeschmack

Bunte, häufig mit Kindermotiven, bedruckte Muffinförmchen sind vor allem bei den Kleinsten sehr beliebt. Das CVUA Stuttgart hat im Frühjahr 2018 20 Muffinförmchen mit den verschiedensten Motiven auf Mineralölbestandteile untersucht und dabei nahezu die Hälfte aufgrund von nicht unerheblichen Mengen an Mineralölbestandteilen als auffällig beurteilt.

Wie kommt das Mineralöl in die Muffinförmchen?

Muffinförmchen bestehen aus Frischfaserpapieren, die in der Regel keine bzw. nur Spuren an Mineralöl enthalten. Werden diese jedoch bedruckt, so können Druckfarben zum Einsatz kommen, die Mineralöl als Lösungsmittel enthalten (siehe Infokasten 1).

Neben den Druckfarben werden Wachse zur Beschichtung der Förmchen verwendet, um ein Durchweichen dieser und das Ankleben am Teig zu verhindern. Diese Wachse können zum einen aus Mineralöl bestehen, zum anderen aber auch natürlichen Ursprungs sein, wie beispielsweise Bienen-, Candilla- oder Carnaubawachs (siehe Infokasten 2).

Ist Mineralöl gefährlich?

Mineralöle werden aufgrund ihrer chemischen Struktur in gesättigte Kohlenwasserstoffe (MOSH) und aromatische Kohlenwasserstoffe (MOAH) eingeteilt. Laut der Stellungnahme „Scientific Opinion on Mineral Oil Hydrocarbons in Food“ der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) [1] können MOSH bestimmter Kettenlänge im menschlichen Fettgewebe sowie in Milz, Leber und Lymphknoten akkumulieren, d.h. sie reichern sich dort an.

MOAH werden von der EFSA als möglicherweise krebserzeugend eingestuft. Aufgrund dessen wird vor allem die Kontamination von Lebensmitteln durch MOAH als besorgniserregend angesehen und gefordert, dass eine weitgehende Minimierung des Gehaltes anzustreben ist [1].

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Quelle: CVUA Stuttgart

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