Erfolgreicher Start für Heumilch Schweiz

Eine steigende Anzahl Milchbauern und Produkte sowie Coop als Partner: Knapp zwei Jahre nach der Lancierung von Heumilch Schweiz ziehen die Verantwortlichen ein positives Fazit.

Was in Österreich seit Jahren ein Verkaufsschlager ist, gewinnt auch in der Schweiz langsam an Fahrt: Heumilch-Produkte. Die Anzahl Käsereien und Milchbauern, die Mitglied bei „Heumilch Schweiz“ sind, nahm seit der Gründung im Juli 2016 ebenso zu wie die Produktepalette.

„Wir haben bei der Lancierung nicht gedacht, dass wir nach so kurzer Zeit so weit sein werden“, sagte André Bernet, Geschäftsführer von Heumilch Schweiz, heute vor den Medien.

Kein Silofutter

Ziel von Heumilch Schweiz ist die bessere Vermarktung von silofreier Milch. Diese stammt von Kühen, die vor allem Gras und Heu, jedoch kein Gärfutter (Silage) gefressen haben. Rund ein Drittel der Schweizer Milch wird silofrei produziert – in erster Linie für die Produktion von Rohmilchkäsen wie etwa Emmentaler oder Gruyère.

Bernet betonte, dass Nachhaltigkeit in der Milchbranche aktuell ein Riesenthema sei. Diverse Labels seien in letzter Zeit lanciert worden. Heumilch hebe sich mit dem Verbot von Silofutter von anderen Labels ab. Weitere wichtige Pfeiler seien ein garantierter Mindestpreis von 73 Rappen pro kg Milch, den Bauern erhalten, sowie das Tierwohl und die Beschränkung von Kraftfutter auf 10 Prozent.

„Mit der Marke Heumilch wollen wir silofreier Milch ein Gesicht geben, eine Geschichte erzählen und Emotionen wecken“, sagte „Heumilch Schweiz“-Präsident Walter Münger.

Raus aus der Nische

Im April 2018 gab Coop bekannt, Heumilch als Eigenmarke ins Sortiment aufzunehmen. 17 Heumilch-Produkte verkauft der Grossverteiler aktuell schweizweit. „Das hat auf einen Schlag einen riesigen Schub gegeben“, freute sich Bernet.

Yves Grüninger von Coop versprach, Heumilch-Produkte weiter intensiv zu bewerben sowie die Produktepalette zu erweitern. „Nachhaltigkeit entspricht einem Konsumentenbedürfnis“, so Grüninger. Bei Coop sei jeder dritte Liter Trinkmilch, der verkauft werde, eine Mehrwert-Milch.

Aktuell werden 10 Mio. kg Milch zu Heumilch-Produkten verarbeitet. Ziel seien 100 Mio. kg, erläutert Bernet. Als Nächstes soll der Export angekurbelt werden. Ziel ist laut Bernet weiteres Wachstum: „Wir wollen keine Nische bleiben, sondern zu einer Bewegung werden.“

Mehr zum Thema Heumilch im LID-Mediendienst vom 15. Juli 2016.

Quelle: lid

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