Rückstände und Kontaminanten in Frischgemüse aus konventionellem Anbau 2017

Zusammenfassung

Die Pestizidbelastung von frischem Gemüse in 2017 ist unverändert im Vergleich zu den Vorjahren. Jede 20. Probe war wegen mindestens einer Überschreitung des Höchstgehaltes zu beanstanden (wenn formale Beanstandungen des Stoffes Chlorat auch berücksichtigt werden, war es fast jede 5. Probe). Abgesehen von vier Proben (2x Paprika, Aubergine und grüne Bohnen) waren die nachgewiesenen Pestizidgehalte gesundheitlich unbedenklich. Deutsches Gemüse schneidet insgesamt am besten ab.

Überblick

Im Jahr 2017 wurden am CVUA Stuttgart insgesamt 1072 Proben Frischgemüse aus konventionellem Anbau auf Rückstände von über 700 verschiedenen Pestiziden, Pestizidmetaboliten sowie Kontaminanten untersucht. 947 dieser Proben (88 %) wiesen Rückstände von insgesamt 227 verschiedenen Pestizid-Wirkstoffen auf (2016: 202 Wirkstoffe, 2015: 210, 2014: 208, 2013: 199).

Insgesamt wurden 4959 Rückstände gefunden (gemäß den gesetzlichen Rückstandsdefinitionen, siehe auch Anlage 4). Bei 175 Gemüseproben (16 %) wurden Rückstandsgehalte über den gesetzlich festgelegten Höchstmengen festgestellt (siehe Tabelle 1). Somit blieb die Beanstandungsquote, wie in den drei Vorjahren, vergleichsweise hoch. (2014, 2015 und 2016: 16 %, 2013: 4,4 %, 2012: 6,4 %, 2011: 7,0 %).

Ursächlich hierfür ist die Ausweitung des Untersuchungsspektrums ab 2014 auf polare Pestizide und der hohe Anteil an Überschreitungen der Höchstmenge für den Wirkstoff Chlorat: in insgesamt 143 (13 %) der Gemüseproben wurde die Höchstmenge von Chlorat überschritten. Wenn formale Beanstandungen von Chlorat nicht berücksichtigt werden, ergibt das mit 49 Proben eine Beanstandungsquote aufgrund von Höchstmengenüberschreitungen von 4,6 %. Insgesamt schneidet deutsches Gemüse am besten ab.

Vollständiger Beitrag

Quelle: CVUA Stuttgart

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