Rückstände und Kontaminanten in Frischobst aus konventionellem Anbau 2017

Zusammenfassung

Die Pestizidbelastung von frischem Obst ist unverändert im Vergleich zu den Vorjahren. Jede 14. Probe war wegen mindestens einer Überschreitung des Höchstgehaltes zu beanstanden. Bei keiner der Proben waren die nachgewiesenen Pestizidgehalte gesundheitlich bedenklich. Granatäpfel aus der Türkei waren am häufigsten auffällig.

Übersicht

Im Jahr 2017 wurden am CVUA Stuttgart insgesamt 781 Proben Frischobst aus konventionellem Anbau auf Rückstände von über 700 verschiedenen Pestiziden, Pestizidmetaboliten sowie Kontaminanten untersucht.

746 dieser Proben (96 %) wiesen Rückstände von insgesamt 190 verschiedenen Pestizid-Wirkstoffen auf (im Jahr 2016: 188 Wirkstoffe; im Jahr 2015: 179 Wirkstoffe; im Jahr 2014: 192 Wirkstoffe; im Jahr 2013: 193 Wirkstoffe; im Jahr 2012: 197 Wirkstoffe; im Jahr 2011: 184 Wirkstoffe).

Insgesamt wurden 5301 Rückstände gefunden (gemäß den gesetzlichen Definitionen, siehe auch Anlage 4). Bei 52 Obstproben (7,0 %) wurden Höchstmengenüberschreitungen festgestellt. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Beanstandungsquote damit in etwa in der gleichen Größenordnung (im Jahr 2016: 6,9 %, im Jahr 2015: 5,2 %, im Jahr 2014: 11 %; im Jahr 2013: 4,8 %; im Jahr 2012: 4,5 %; im Jahr 2011: 3,6 %).

Der Anteil an Proben mit Höchstmengenüberschreitungen für den Wirkstoff Chlorat beträgt 2,9 % (2,1 % im Jahr 2019; 1,6 % im Jahr 2015; 6,9 % im Jahr 2014).

Die festgestellte Quote für Chlorat liegt damit deutlich niedriger als bei Gemüse. Wenn formale Beanstandungen von Chlorat nicht berücksichtigt werden, ergibt das mit 32 Proben eine Beanstandungsquote aufgrund von Höchstmengenüberschreitungen von 4,1 %.

Vollständiger Beitrag

Quelle: CVUA Stuttgart

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