Süßen mit Erythrit – die Zuckeralternative ganz ohne Kalorien

Süßen mit Erythrit
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Industrieller Zucker ist in einem Großteil der Lebensmittel enthalten, die wir täglich zu uns nehmen. Und das muss gar nicht immer so offensichtlich sein: Zucker versteckt sich in industriell vorgefertigten Lebensmitteln wie in Säften, Joghurts, Tiefkühlpizza, Brot und vielem mehr. Hier wird Zucker vielseitig verwendet, ob als Süßungs- und Konservierungsmittel oder Geschmacksverstärker.

Der Blick auf die Zutatenliste hilft Laien nicht unbedingt weiter, denn die Industrie hat ganz eigene Tricks, um Zuckerfallen zu vertuschen. Zucker oder zuckerähnliche Produkte finden sich unter den Namen Glukose-Fruktose-Sirup, Invertzuckersirup, Dextrose, Maltodextrin, Oligofruktose oder Süßmolkenpulver wieder. Insgesamt gibt es über 70 verschiedene Bezeichnungen für Zucker, wer da auf eine gesunde Ernährung achten möchte, steht im Supermarkt nicht selten vor einer großen Herausforderung.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt höchstens fünf bis zehn Prozent der täglichen Kalorien in Form von Zucker aufzunehmen. Übersetzt in Zuckerwürfel wären das maximal acht Würfel pro Tag. Das ist nicht viel – und mittlerweile ist klar, dass zu viel Zucker nicht nur zu zusätzlichen Pfunden führt, sondern tatsächlich krank machen kann. Da verwundert es nicht, dass die negativen Auswirkungen von zu hohem Zuckerkonsum weite Kreise ziehen.

Gesundheitsbewusste Menschen setzen immer häufiger auf natürlich gewonnene Zuckeraustauschstoffe wie Xylit, Stevia oder Erythrit. Die Ursprünge und Eigenschaften können dabei ganz unterschiedlich sein. Eine der beliebtesten Alternativen ist Erythrit oder Erythrol – und diese soll im Folgenden kurz vorgestellt werden.

Erythrit – der natürliche Zuckeralkohol

Der Zuckeralkohol Erythrit ist in geringen Mengen in Obst und Pilzen enthalten. Erythrit wird durch die natürliche Fermentation von Maisstärke gewonnen. Diese wird gentechnikfrei angebaut und durch Hydrolyse in Glukose gespalten. Mithilfe natürlicher Hefekulturen entsteht ein Sirup, der nach dem Andicken zu feinen Kristallen wird.

Erythrit wird auch Erythrol, Sukrin, Sukolin oder Xucker Light genannt – hinter all diesen Begriffen versteckt sich jedoch effektiv das gleiche Produkt. Im Einzelhandel ist der Zuckeralkohol noch nicht überall vertreten, alternativ kann man den Zuckerersatz Erythrit online bestellen.

Erythrit und Xylit: ein feiner Unterschied

Äußerlich und bezüglich der Anwendung ähnelt Erythrit dem Zuckeraustauschstoff Xylit. Erythrit hat jedoch einen entscheidenden Vorteil Xylit gegenüber: Er gelangt zum Großteil über den Dünndarm in den Blutkreislauf und wird über die Nieren ausgeschieden. Nur etwa 10 Prozent gelangen über den Dickdarm zur Ausscheidung. Dies führt im Vergleich zu Xylit zu einer besseren Verträglichkeit – denn Xylit und andere Zuckeralkohole wirken beim Verzehr in größeren Mengen schneller abführend.

Mit Erythrit Kalorien sparen

Erythrit ist mit einer Süßkraft von 50 bis 70 Prozent im Vergleich zu Zucker vielfältig einsetzbar. Beinahe alle Rezepte lassen sich kalorienarm mit Erythrol süßen. Geschmacklich ist der Zuckerersatz mild und unaufdringlich, kann daher beim Kochen und Backen, ähnlich wie Haushaltszucker verwendet werden. Mit der 1,2- bis 1,4-fachen Menge können Rezepte mühelos abgewandelt werden, sei es für Kuchen, Marmelade oder Desserts. Erythrit punktet mit kaum Kalorien, guter Verträglichkeit, kein Eigengeschmack und einer einfachen Anwendung.

Auch der glykämische Wert ist niedrig und so beeinflusst der Zuckeralkohol den Blutzuckerspiegel kaum. Bei Rezepten ohne Backen oder Kochen ist jedoch zu beachten, dass Erythrit wasserlöslich und nicht fettlöslich ist – so können in diesem Fall Reste bestehen bleiben.

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