Johannisbeeren – kleine Früchte, große Bedeutung

Johannisbeeren
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Der Juli ist traditionell die Zeit der Beeren. Alle heimischen Sorten, die jetzt geerntet werden, sind wahre Kraftpakete. Besonders vitamin- und mineralstoffreich ist das kleinste Beerenobst – die Johannisbeeren.

Die Ureinwohner Europas

Die Wildformen der Johannisbeeren sind – wie vor vielen hundert Jahren – auch heute noch in den Wäldern Mittel- und Nordeuropas zu finden. Bereits im Mittelalter kultivierten die Menschen Johannisbeeren und bauten diese vermehrt in Klostergärten an.

Die traditionelle Kräuterheilkunde setzt Tee aus Blättern der schwarzen Johannisbeeren häufig unterstützend bei der Behandlung von chronischen Entzündungen wie Arthrose, Rheuma oder Gicht ein.

Verschiedene Farben, verschiedene Superkräfte

Das kleine Obst gibt es von weiß über rot bis schwarz, wobei die weiße Johannisbeere eine Zuchtform der roten Art darstellt.

Unter allen heimischen Beerenobstsorten haben schwarze Johannisbeeren den höchsten Vitamin C-Gehalt und punkten zusätzlich mit den Mineralstoffen Zink, Mangan, Calcium und Phosphor. Durch ihren eher gewöhnungsbedürftigen Geschmack spielen schwarze Johannisbeeren im Frischverzehr nur eine untergeordnete Rolle. Als Cassis-Sirup oder Saft finden sie eine größere Abnahme.

Rote Johannisbeeren schmecken etwas saurer und frischer, enthalten jedoch weniger Vitamin C als ihre schwarzen Kollegen. Dafür sind sie besonders reich an Vitamin E und Kalium.

Beiden Arten gemein sind die reichlich vorkommenden, wertvollen sekundären Pflanzeninhaltsstoffe wie Anthocyane und Flavonoide. Diese wirken als Radikalfänger und schützen den Körper vor schädlichen Zellveränderungen.

Die Ballaststoffe aus Johannisbeeren sind vor allem Pektine. Sie fördern die Verdauung und das Wachstum der erwünschten Darmbakterien.

Die Kombination der beiden Arten oder mit anderen Gartenbeeren in einem Saft, einer roten Grütze oder auf einem Kuchen steigert nicht nur die Geschmacksvielfalt, sondern addiert auch die unterschiedlichen Gehalte an Inhaltsstoffen.

Tipp: Genießen Sie im Sommer so oft wie möglich die Vielfalt der heimischen Beeren frisch. Im Kühlschrank halten sich die Beeren nur wenige Tage, die Vitamingehalte nehmen durch die Lagerung immer weiter ab. Frische Beeren weisen zudem eine bessere Ökobilanz auf als tiefgekühlte oder weit gereiste Beeren.

Quelle: Verbraucherservice Bayern

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