STUDIE BESTÄTIGT, DASS NÜSSE WIE MANDELN DEN BLUTZUCKER- UND BLUTFETT-SPIEGEL BEI MENSCHEN MIT TYP 2 DIABETES VERBESSERN KÖNNE

Neue Studie zeigt, dass der Verzehr von Nüssen anstelle von kohlenhydratreichen Lebensmitteln Vorteile für Typ-2-Diabetiker bietet

Eine neue Studie[1], welche die Beziehung zwischen Nüssen und Diabetes untersucht, zeigt, dass 60 Gramm Nüsse (z.B. Mandeln) pro Tag anstelle von kohlenhydratreichen Lebensmitteln helfen können, die Blutzucker- und Blutfettwerte bei Typ 2 Diabetikern zu verbessern.

Die Studie wurde in Diabetologia, der Zeitschrift der Europäischen Gesellschaft für das Studium der Diabetes (EASD) veröffentlicht. Das Ziel der Studie war es festzustellen, ob Nüsse helfen, die Kontrolle des Blutzuckers und Marker der kardiovaskulären Gesundheit zu verbessern.*

Studienteilnehmer waren 117 Männer und Frauen (Durchschnittsalter 62 Jahre) mit Typ 2 Diabetes, welche orale hypoglykämische Medikamente einnahmen. Jeder Teilnehmer wurde nach dem Zufallsprinzip eingeteilt, eine dieser drei Dinge über einen Zeitraum von drei Monaten zu konsumieren:

  • 75g gemischte Nüsse
  • 38g gemischte Nüsse und einen halben Vollkornmuffin
  • Einen Vollkornmuffin

Die Ernährung mit Nüssen, Vollkornmuffin oder einer Nuss-Muffin-Kombination lieferte jeweils ähnliche Kalorien, doch die nusshaltigen Diäten lieferten mehr ungesättigte Fette und weniger Kohlenhydrate.

Die Studie zeigte, dass ein erhöhter Nusskonsum trotz der höheren Fettaufnahme zu einer moderaten, aber signifikanten Verbesserung der Blutzuckerwerte und zu einer Verbesserung der Lipid-Risikofaktoren für Herzerkrankungen führte. Die Ergebnisse zeigten, dass die Gruppe der Nur-Nuss-Konsumenten eine signifikante Reduktion von HbA1c, einem Marker der Blutzuckerkontrolle, im Vergleich zu den anderen beiden Gruppen hatte. Weitere Analysen zeigten eine Verringerung von Apolipoprotein B (Apo-B, der mit niedriger Dichte Lipoprotein (LDL) assoziierten kardiovaskulären Krankheits-Risikofaktoren) zusammen mit niedrigeren Werten von kleinem LDL-Cholesterin – welches als schädlichstes LDL angesehen wird.

Die Studie zeigt die signifikanten Auswirkungen, die Ernährungsumstellungen auf die Verbesserung der Blutzucker- und der Blutfettwerte bei Patienten mit Typ 2 Diabetes haben können.

In ähnlicher Weise zeigen mehrere mandelspezifische Studien, die vom Almond Board of California finanziert wurden, dass der Verzehr von Mandeln verschiedene Gesundheitsmarker bei Typ 2 Diabetes beeinflussen kann, einschließlich des Blutcholesterinspiegels, Triglyceride, C-reaktives Protein (ein Indikator für Entzündungen) und Hämoglobin A1c.

 

Die Studien:

Eine Studie untersuchte die Auswirkungen des täglichen Verzehrs von Mandeln täglich für sechs Monate (als Teil einer ausgewogenen Ernährung) bei 50 asiatisch-indischen Personen mit Typ 2 Diabetes und erhöhtem Cholesterinspiegel. Die Forscher erfassten kardiovaskuläre Risikofaktoren.[2]

Während der dreiwöchigen Einlaufzeit konsumierten die Teilnehmer Standarddiäten, die den Ernährungsrichtlinien für asiatisch-indische Personen entsprachen und die für ihren Diabetesstatus geeignet waren (60% Kohlenhydrate; 15% Protein; 25% Fett). Sie wurden außerdem gebeten, mindestens fünf Tage pro Woche 45 Minuten zu gehen, um ihre körperliche Aktivität zu standardisieren, und wurden angewiesen, das gleiche Maß an Aktivität für den Rest der Studie beizubehalten.

Nach der Einlaufphase wurden die Teilnehmer angewiesen, 20% ihrer gesamten Kalorienzufuhr durch ganze rohe Mandeln zu ersetzen. Mandeln ersetzten Fette und einige Kohlenhydrate in dieser Interventionsdiät, die für sechs Monate befolgt wurde. Nach der Intervention durch Mandeln verbesserten sich der Taillenumfang, das Verhältnis von Taille zu Größe, das Gesamtcholesterin, Triglyzeride, LDL-Cholesterin, C-reaktives Protein und Hämoglobin A1c bei Teilnehmern, die die Studie abgeschlossen hatten.

Diese Ergebnisse zeigen, dass das Einbeziehen von Mandeln in eine ausgewogene, gesunde Ernährung bei asiatisch-indischen Patienten mit Typ 2 Diabetes trotz ihrer Veranlagungen für diese Erkrankung zu mehreren positiven Auswirkungen auf die glykämischen und kardiovaskulären Risikofaktoren führt.

In einer 12-wöchigen Studie wurden chinesische Teilnehmer mit Typ 2 Diabetes einer NCEP-Stufe-II-Diät oder der gleichen Diät mit 60 Gramm Mandeln pro Tag nach einer zweiwöchigen Einlaufphase zugewiesen.[3] Forscher waren an der Untersuchung potenzieller Verbesserungen bei Risikofaktoren der Blutzuckerregulation und von kardiovaskulären Erkrankungen unter Verwendung von Biomarkern wie Lipidprofilen, Entzündungen, oxidativem Stress und Blutzuckerkontrolle zur Beurteilung interessiert.

33 Teilnehmer beendeten die Intervention mit voller Einhaltung. Während die Mandel-Diät eine bessere Nährstoffqualität hatte, verbesserte keine Diät den glykämischen Status oder die meisten anderen CVD-Risikofaktoren. Bei einer Untergruppe von 27 Teilnehmern, deren HbA1c – Ausgangswerte weniger als oder gleich 8% betrugen, führte die Mandeldiät zu einem um 5,9% niedrigeren Nüchternserum-Glukosespiegel und einem um 3% niedrigeren HbA1c-Wert, was darauf hinweist, dass eine gesunde Ernährung mit Mandeln langfristig den glykämischen Status von Patienten mit gut kontrolliertem Typ 2 Diabetes verbessert.

Eine randomisiert kontrollierte klinische Studie untersuchte die Auswirkungen der Zugabe von 43 Gramm Mandeln zu einer Diät über 12 Wochen hinweg auf Diabetes und Risikofaktoren für Herzerkrankungen bei 21 Erwachsenen mit schlecht kontrolliertem Typ 2 Diabetes.[4] Teilnehmer der Mandel-konsumierenden Gruppe (n = 10, Durchschnittsalter 57,8 Jahre) erfuhren eine fast 30-prozentige Reduktion des C-reaktiven Proteins (CRP), ein Marker für Entzündungen, die mit einem erhöhten Risiko für Herzkrankheiten assoziiert werden, verglichen mit denen, die keine Mandeln konsumierten (n = 11; Durchschnittsalter 54,7 Jahre). Es wird angenommen, dass Entzündungen eine Rolle bei Herzerkrankungen, Diabetes und anderen chronischen Erkrankungen spielen. Ein erhöhtes CRP ist mit einem erhöhten Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen bei Menschen mit Typ 2 Diabetes verbunden.[5]

Insgesamt zeigt das Nährwertprofil von Mandeln einen niedrigen glykämischen Index und liefert ein starkes Nährstoffpaket, das pflanzliches Protein (6 g pro 28 g), Ballaststoffe (4 g pro 28 g), gute Fette und wichtige Vitamine und Mineralstoffe wie Vitamin E (7,3 mg pro 28 g), Magnesium (76 mg pro 28g) und Kalium (210 mg pro 28g) enthält. Kombiniert mit ihrer Vielseitigkeit und den vielen Formen, ist die Mandel ein smarter Snack für Typ 2 Diabetiker im Rahmen einer gesunden Ernährung.

Die empfohlene Verzehrsportion Mandeln entpricht einer Handvoll (23 Mandeln oder 28g).

Pressekontakt:
Brandzeichen Markenberatung und Kommunikation
Josephine Hartmann
Zirkusweg 1
20359 Hamburg
Tel: 040 4133019-10
Email: josephine.hartmann@brandzeichen-pr.de

Über kalifornische Mandeln

Kalifornische Mandeln sind ein natürliches, vollwertiges und nährstoffreiches Lebensmittel, reich an Vitamin E und Magnesium. Eine 28 g-Portion enthält 6 g Eiweiß und 3,5 g Ballaststoffe. Die Mandeln stammen von Plantagen der 6.500 Mandelanbauern im kalifornischen Central Valley, der einzigen Region der USA, in der Mandeln erfolgreich zu kommerziellen Zwecken angebaut werden können. Sie sind das zweitwichtigste Anbauprodukt Kaliforniens und decken 80 Prozent der globalen Mandelproduktion ab.

Die Mehrheit der kalifornischen Mandelplantagen ist kleiner als 100 Hektar und nahezu 90 Prozent sind in Familienbesitz, die häufig bereits in dritter oder vierter Generation bewirtschaftet werden. 1950 schlossen die kalifornischen Mandelanbauer ihre Ressourcen zusammen und gründeten das heutige  Almond Board of California, eine Non-Profit-Vereinigung zur Vermarktung von Mandeln, die unter der Aufsicht des United States Department of Agriculture arbeitet.

Das Almond Board unterstützt Mandelproduzenten durch einen forschungsbasierten Ansatz in Produktion und Marketing. Seit 1973 wurden mehr als 42 Millionen US-Dollar in Forschungsprojekte zu Mandelproduktion, Qualität und Sicherheit, Ernährung und umweltbezogenen Aspekten des Anbaus investiert. Dadurch konnten wichtige Fortschritte erzielt und eine Kultur der ständigen Verbesserung geschaffen werden, die den Produzenten die Möglichkeit gibt, ihre wertvollen Ressourcen effizienter, produktiver und verantwortungsvoller einzusetzen. Mehr über die Innovationsführerschaft des Almond Board in den Bereichen Wassereffizienz, Abfallwiederverwertung, CO2-Reduktion, Bienengesundheit und mehr erfahren Sie im Blog. Weitere Informationen über Mandeln erhalten Sie auf www.almonds.de sowie auf unserem Facebook und Instagram Kanal.

[1] Jenkins DJA, Kendall CWC, Lamarche B, Banach MS, Srichaikul K, Vidgen E, Mitchell S, Parker T, Nishi S, Bashyam B, de Souza RJ, Ireland C, Pichika SC, Beyene J, Sievenpiper JL, Josse RG. Nuts as a replacement for carbohydrates in the diabetic diet: a reanalysis of a randomised controlled trial. Diabetologia. 2018; https://doi.org/10.1007/s00125-018-4628-9
* Wie bemessen durch HbA1c (ein Marker der Bluzuckerkontrolle über die letzten drei Monate hinweg).
[2] Gulati S, Misra A, Pandey RM. Effect of almond supplementation on glycemia and cardiovascular risk factors in Asian Indians in North India with type 2 diabetes mellitus: A 24-week study. Journal of Metabolic Syndrome and Related Disorders. 2017;15(2):98-105. doi: 10.1089/met.2016.0066
[3] Chen CM et al. Almonds ameliorate glycemic control in Chinese patients with better controlled type 2 diabetes: a randomized, crossover, controlled feeding trial. Nutrition & Metabolism. 2017; 14:51.
[4] Sweazea KL, Johnston CS, Ricklefs KD, Petersen CN. Almond supplementation in the absence of dietary advice significantly reduces C-reactive protein in subjects with type 2 diabetes. Journal of Functional Foods. 2014; 252-259
[5] Asegaonkar SB, Marathe A, Tekade ML, Cherekar L, Bavikar J, Bardapurkar J, Ajay R. High-sensitivity C-reactive protein: A novel cardiovascular risk predictor in type 2 diabetics with normal lipid profile. Journal of Diabetes Complications. 2011; 25(6), 368–370.

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