Dürre-Folgen und Soja-Deal: Mehr Gentechnik im Tierfutter

Wegen der extremen Trockenheit fahren die Landwirte in Deutschland erheblich weniger Futtermittel ein. Allein bei Rapsschrot, dem inzwischen wichtigsten Eiweißfuttermittel, sind es mehr als 20 Prozent weniger. Mehr Sojaimporte aus den USA sollen nun die Futtermittelknappheit in Europa lindern. Sie sind so billig wie noch nie, weil China im Handelskrieg mit Donald Trump keine Sojabohnen aus den USA mehr ins Land lässt. Doch sie sind durchweg gentechnisch verändert.

So schlecht wie in diesem Jahr war die Rapsernte in Deutschland seit Jahrzehnten nicht. Um 1,1 Millionen Tonnen (23 Prozent) brach sie gegenüber 2017 ein. Seit 2014 ging sie sogar um 40 Prozent zurück. Nicht allein die in diesem Jahr besonders lange Trockenperiode ist die Ursache dafür. Einige Schädlinge wie der Rapserdfloh und die Kleine Kohlfliege können nicht mehr in Schach gehalten werden, da gegen sie gerichtete Wirkstoffe verboten und neue noch nicht zugelassen sind.

Dabei profitiert Raps von der wachsenden Nachfrage nach heimischen und damit „gentechnik-freien“ Futtermitteln. Vor allem Rinderhalter stellten von Soja auf Raps um und erfüllten damit die Vorgaben vieler Molkereien und der großen Handelsketten, die ihre Milchprodukte mit dem „ohne Gentechnik“-Label auszeichnen wollen. 2017 überholte Rapsschrot erstmals Sojaschrot als das in Deutschland meist verwendete Eiweißfuttermittel. Sojabohnen und -schrot werden überwiegend aus Nord- und Südamerika eingeführt. Die dort angebauten Sorten sind bis auf einige Regionen in Brasilien durchweg gentechnisch verändert.

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Quelle: transgen.de

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