Gesunde Alternativen zu Zucker: Schluss mit Karies und Übergewicht

Pfannkuchen mit Beeren
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Jeder von uns hat es als Kind zu hören bekommen: Zucker ist schädlich für die Zähne. Dass Süßigkeiten leere Kalorien sind und süchtig machen, ist Jungen und Mädchen schwer zu vermitteln, aber das ist die tatsächliche Wahrheit. Den Zähnen schaden sie nämlich nur indirekt und sind das kleinere Übel, denn mit Zähneputzen lässt sich Schlimmeres verhindern.

Kinder und Süßes kann man schwer trennen

Der Zucker selbst greift die Zähne nicht an, sondern die die Milchsäure. Die entsteht, wenn sich die Bakterien auf den Zähnen am Zucker laben. Die Folge: Durch den abfallenden ph-Wert im Mund werden Mineralien aus dem Zahnschmelz gelöst, was den natürlichen Zahnschutz beschädigt. Speichel wirkt dem zwar entgegen, aber er hat keine Chance, wenn ständig Süßigkeiten gegessen werden. Das Ergebnis zeigt sich oft schon im Kindesalter durch Karies und häufige Zahnarztbesuche.

Aber auch Erwachsene leiden unter den Folgen und müssen häufig für Zahnersatz tief in die Tasche greifen, wenn Bohren und Füllungen nicht mehr reichen. Wer schon in jungen Jahren Zahnprobleme hat, sollte rechtzeitig eine Zahnzusatzversicherung abschließen. Hier gilt es, die Leistungen der verschiedenen Versicherungen genau zu vergleichen. Einige Anbieter wie die Gothaer übernehmen alle Kosten bei Zahnbehandlungen, erstatten einen bestimmten Betrag für professionelle Zahnreinigungen und sogar 90 Prozent der Kosten bei einem keramischen Zahnersatz bis Zahn 8 sowie Implantate.

Versteckter Zucker in Lebensmitteln

Idealerweise lässt man es gar nicht erst soweit kommen. Nicht jeder ist bereit, auf Süßigkeiten zu verzichten oder sich nach einem Stück Schokolade die Zähne zu putzen. Zudem ist Zucker nicht nur in Bonbons oder Kuchen enthalten, sondern auch in Fruchtjoghurt, Säften oder Fertigsaucen. Nun könnte man beim Einkaufen einen Blick auf die Inhaltsstoffe werfen und Lebensmittel mit Zucker meiden. Das löst das Problem aber nicht, denn mitunter ist dieser als Saccharose, Fructose, Lactose oder Maltose enthalten und dadurch nicht weniger schädlich.

Abgesehen von Zahnproblemen begünstigt Zucker weitere Krankheiten wie Diabetes. Glücklicherweise gibt es inzwischen jede Menge Alternativen. Wer kocht und backt, findet in den Supermarkt-Regalen jede Menge Süßungsmittel ohne Nebenwirkungen. Im Trend liegt derzeit Palmzucker, der mit einem niedrigen glykämischen Index punktet. Das bedeutet, dass der Blutzuckerspiegel nicht so stark ansteigt. Während Palmöl aus der Monokultur-Pflanze Ölpalme gewonnen wird, stammt Palmzucker aus der Arenga-Palme. Sie braucht einen Austausch mit anderen Pflanzen. Auch ökologisch ist Palmzucker daher empfehlenswert, ebenso wie Dattel- und Kokoszucker, die zudem viel Eisen und andere Mineralstoffe enthalten.

Süß und trotzdem wenig Kalorien? Das geht!

Gesund ist auch dickflüssige Ahornsirup. Hier gilt: Je dunkler, desto besser. Etwas heller ist hingegen der Agavensirup, der an Honig erinnert und wie Palmzucker einen besonders geringen glykämischen Index hat. Allerdings sollte er sparsam eingesetzt werden, weil er zum einen sehr süß ist und zum anderen viel Fruchtzucker drinsteckt. Wem das nicht behagt, der greift zu Stevia. Das Pulver hat kaum Kalorien, dafür aber einen Beigeschmack, den nicht jeder mag.

Es gibt sogar Zuckeralternativen, die Karies vermeiden können. Dazu gehört Birkenzucker. Er ist im Handel auch als Xylitol oder Xucker erhältlich und wirkt antikariogen. Deswegen ist Birkenzucker auch in vielen Zahnpflegekaugummis zu finden. Xucker ist sehr süß, hat aber wesentlich weniger Kalorien als echter Zucker. Wer ihn sich in den Schrank stellt, sollte aber eine Sache beachten: Für Hunde und andere Tiere ist Xylitol giftig.

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Ein Kommentar

  1. Sehr geehrte Damen und Herren,

    vielen Dank für Ihre Newsletter, die in den meisten Fällen informativ und interessant sind.

    Heute jedoch bin ich enttäuscht: Das ewige Rumreiten auf der Unwahrheit, dass Xylit antikariogen sei, ärgert mich immer wieder. Hier schreibt der eine vom anderen ab, ohne die wahren Sachverhalte zu prüfen.

    Wie bei allen zugesetzten Zuckeralkoholen in Lebensmitteln schreibt der Gesetzgeber einen Warnhinweis vor, weil diese Stoffe von den Darmbakterien verstoffwechselt werden und zu Verdauungsproblemen führen können.

    Genau das Gleiche passiert im Mund: Die Zuckeralkohole werden von den Mundbakterien verstoffwechselt und bilden dabei neben (an dieser Stelle sicherlich zu vernachlässigenden) Gasen auch Säuren, die die Zähe angreifen können.

    Aus diesem Grunde sind Zuckeralkohle keineswegs gut gegen Karies (siehe auch http://www.dorispaas.de/ganz-zuckerempfehlung#austauschstoffe )

    Es wäre schön, wenn Sie dieses im nächsten Newsletter richtigstellen könnten.

    Mit freundlichen Grüßen

    Doris Paas
    Ernährungs- und Gesundheitspädagogin
    http://www.dorispaas.de

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