Verpflegungsmanager von ABConcepts auf Informationstour – Einsatz regionaler Produkte stehen im Vordergrund

(hob)Die Verpflegungsmanager von ABConcepts möchten gerne wissen, wo die Lebensmittel herkommen, die sie tagtäglich in ihren Betrieben verarbeiten. Diesmal ging es auf einen Bauernhof ins nördliche Münsterland, der sich auf die Zucht des Rekener Duroc spezialisiert hat. Anschließend ging es weiter nach Oberhausen. Dort werden die angelieferten Schweinehälften zu exklusiven Fleisch- und Wurstwaren verarbeitet.

Auf Hof Sicking in Reken leben und arbeiten drei Generationen unter einem Dach. Die extrem niedrigen Schweinepreise führten bei Klaus Sicking zu einem rigorosen Umdenken. „Wir haben uns vor drei Jahren ziemlich spontan für eine andere Schweinerasse entschieden, um mehr Qualität anbieten und damit mehr Geld verdienen zu können. Unser Anliegen war es, Qualität vor Quantität zu setzen. Das ist uns auch hervorragend gelungen. Das zart marmorierte Fleisch des Rekener Duroc aus regionaler Haltung wird aufgrund seines tollen Geschmacks von den Köchen sehr geschätzt.“

Beim Rekener Duroc handelt es sich um eine Kreuzung aus Hausschwein als Muttertier und dem iberischen Duroc-Eber. „Vielen Verbrauchern ist das Duroc-Fleisch jedoch zu fettig“, weiß Klaus Sicking. „Daher haben wir uns für diese Kreuzung entschieden, die wir als Rekener Duroc vermarkten. Derzeit kümmern sich 300 Muttersäue in den ersten drei Lebenswochen um ihre Ferkel. In den nächsten sieben Monaten werden die Schweine aufgezogen. „Bei uns leben die Tiere in der Regel länger als in konventionellen Betrieben. So reift das Fleisch besser und es kommt zu einer deutlich besseren Marmorierung“, erklärt der Duroc-Experte. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Fütterung. „Wir verfüttern deutlich weniger Mais und dafür mehr Getreide wie Roggen, Gerste oder Weizen, das wiederum zu einer besseren Konsistenz des Fettes führt.“ Rund 9.000 Tiere wachsen auf natürliche Weise pro Jahr auf diese Weise auf dem Hof und in Partnerbetrieben in der Nachbarschaft heran.

Immer freitags werden bis zu 150 Tiere zum nahegelegenen Schlachthof gebracht. „Die Umstellung auf die neue Schweinerasse war einfacher, als einen geeigneten Schlachthof zu finden“, erinnert sich der 40-jährige Landwirt. „In unserer Region gibt es fast ausschließlich Schlachtgroßbetriebe. Und dahin wollten wir unsere Tiere nicht bringen. Für uns hat es oberste Priorität, dass die Schweine hier bei uns in artgerechter Tierhaltung geboren, aufgezogen, schonend transportiert, geschlachtet und fachgerecht zerlegt werden.“

Nach diesem informativen Ausflug ins nördliche Münsterland wollten die Verpflegungsmanager natürlich erleben, wie die Schweinehälften weiterverarbeitet werden. Dazu nahm sie Paul Timm mit in seine Fleisch- und Wurstmanufaktur nach Oberhausen. Seit vielen Jahren arbeitet das Unternehmen partnerschaftlich mit ABConcepts zusammen. „Bis zu 300 Schweinehälften vom Rekener Duroc werden immer montags bei uns exklusiv verarbeitet“, erzählt der Metzgermeister. „Für uns steht Regionalität bei der Fleischherkunft an erster Stelle. Wir wissen, wo unsere Tiere aufwachsen, geschlachtet und verarbeitet werden. Hinzu kommt die tolle Qualität des Fleisches. Der intramuskuläre Fettanteil sorgt einfach für besseren Geschmack.“

Nach dieser Informationstour zieht ABConcepts-Geschäftsführer Thomas Beers eine durchweg positive Bilanz: „Unser Leitmotiv ist die gesunde Ernährung. Dabei muss aber nicht nur das Konzept stimmen, sondern auch die Auswahl der richtigen Lebensmittel. Für uns als Beratungsunternehmen im Verpflegungsmanagement ist es wichtig, derartige Projekte zu unterstützen. Wir wollen die Aufklärungsarbeit bei unseren Kunden für Produkte aus der Region forcieren und sie für dieses nachhaltige Thema sensibilisieren.“ Zu den Kunden von ABConcepts gehören Krankenhäuser, Senioreneinrichtungen und andere Betriebe der Gemeinschaftsverpflegung. Derzeit stammt knapp die Hälfte der dort eingesetzten Lebensmittel aus regionaler Produktion.

Die ABConcepts-Verpflegungsmanager informierten sich zu regionaler Schweinezucht.
© Holger Bernert
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