Der „König der Weine“

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Der Barolo Wein ist einer der beliebtesten und auch bekanntesten Rotweine aus Italien und besitzt Kult-Charakter. Nicht ohne Grund wird dieser auch als „König der Weine“ bzw. „Wein der Könige“ bezeichnet. Im Folgenden erfahren Sie mehr über die Geschichte des Weines und wie man diesen am besten Verzehren sollte.

Rund um den Barolo Wein

Das sogenannte „DOCG-Gebiet“ des Barolo erstreckt sich auf insgesamt 1300 Hektar Fläche, welche über elf Gemeinden verteilt ist. Alle diese Gemeinden liegen südlich der Stadt Alba in Italien. Die besten Anbauflächen befinden sich auf steilen Hängen mit Südlage, die am häufigsten in dem Ort Barolo selbst sowie La Morra, Monfore d´ Alba oder Castiglione Falletto vorkommen. Deshalb stammen auch 80 % der Barolo-Weine aus diesen Orten.

Es ist sehr wichtig, dass perfekte Bodenverhältnisse herrschen, denn selbst die kleinsten Unterschiede im Terroir, machen sich im späteren Wein deutlich bemerkbar. In La Morra und Barolo ist der Boden etwa von kalkhaltigen Mergel dominiert. Dies sorgt dafür, dass die Weine von dort verhältnismäßig duftig sind und mild schmecken, zudem reifen die Weine dort schneller. Der Boden in Monforte und Serralunga ist hingegen mit einem großen Anteil an Sandstein versehen. Dadurch entstehen noch intensivere Weine, die ein sehr kräftiges Tannin (Gerbstoffe) besitzen.

Als beste Jahrgänge des Barolo Weines gelten die Jahre:

  • 2000
  • 1997
  • 1996
  • 1995
  • 1993
  • 1990
  • 1988
  • 1985
  • 1982

Die Familie Giacosa

Die Winzer in den einzelnen Gebieten kennen ihre Reben genau und wissen daher, wie sie das Beste je nach Lage und persönlicher Philosophie aus dem Weinberg herausholen. Deshalb arbeiten alle Barolo-Produzenten in der Region auf einem erstklassigen Niveau. Einer von ihnen ist Bruno Giacosa, welchem das Weingut „Azienda Agricola Falletto“ gehört. Er ist Weinbauer aus Leidenschaft und setzt noch auf die traditionelle Arbeit. So lehnt er etwa eine moderne Reduzierung des Tanningehalts im Wein ab und verwendet ebenfalls keine jungen Barrique-Fässer.

Die Geschichte von einem Weingut geht bis ins 19. Jahrhundert zurück und wird von Generation zu Generation weitergegeben. So stehen ihre Weine bereits seit Jahrzehnten für beispiellose Qualität, Komplexität, Opulenz und fruchtigen Geschmack.

Wenn Sie gerne noch mehr Informationen zu Barolo Weinen, den Bauern oder allgemein dem Anbaugebiet und -prozess erfahren möchten, folgen Sie der Verlinkung. Dort können Sie ebenfalls verschiedenste hochwertige Barolo-Weine erwerben und selbst genießen.

Wie und wann trinkt man Barolo Wein?

Im Piemont unterscheidet sich die kulinarische Tradition stark von der „Pizzakultur“, die im Süden Italiens herrscht. Hier ist die Küche durch die „Aromen des Waldes“ geprägt, deshalb stehen auf der Speisekarte oftmals Wildgerichte, Waldpilzrisotto, Trüffel oder verschiedene Sorten von Maronen- und Haselnusstorten. All diese Gerichte eigenen sich hervorragend zum Verzehr von Barolo Wein. Mit seinem erdigen Bukett und dem Duft nach Rosen, Pflaumen und Veilchen unterstreicht er zahlreiche Fleischgerichte, wie Gulasch, Wild oder Rinderbraten auf eine unnachahmliche Art.

Wenn Sie am liebsten Käse zum Barolo Wein servieren möchten, sollten Sie auf Parmesan zurückgreifen. Der hohe Fett- und Salzgehalt in solch alten und gleichzeitig würzigen Käsesorten bindet die Gerbstoffe im Wein und passt daher perfekt zusammen.

Den maximalen Geschmack entfalten

Zudem sollten Sie darauf achten, dass Sie den Wein nie zu kalt verzehren und ein bauchiges Weinglas verwenden, damit der Wein vollkommen zur Geltung kommen kann. Wenn Sie den Wein über mehrere Tage verteilt genießen, wird Ihnen zudem auffallen, wie sich der Geschmack jeden Tag ein klein wenig verändert. So haben Sie jeden Tag ein neues beeindruckendes Geschmackserlebnis.

Auch die Lagerung ist sehr einfach möglich, da Sie die Barolo Weine auch noch genießen können, wenn diese bereits seit 30 Jahren bei Ihnen im Weinkeller unter optimalen Bedingungen lagern.

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