Landwirte freuen sich über Frost

Foto: Marilena Kipp

Die ein oder andere kalte Nacht kam bereits ihren Kulturen zugute.

Die niedrigen Temperaturen wirken sich positiv auf die Bodenstruktur aus. In frostigen Nächten entsteht die sogenannte Bodengare, erklärt der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV). Dabei gefriert das im Boden enthaltene Wasser und dehnt sich aus.

Große Erdklumpen werden dadurch zerteilt und zerkrümelt, der Boden wird also gelockert. Perfekte Bedingungen für die anstehenden Frühjahrsarbeiten und die Aussaat von Rüben, Kartoffeln und Co.

Die vor dem Winter ausgesäten Pflanzen, wie zum Beispiel Winterweizen, haben laut RLV kein Problem mit der aktuellen Kälte, im Gegenteil: sie benötigen tiefe Temperaturen und Kältereize, um aus ihrer Vegetationsruhe zu erwachen.

Durch diese sogenannte Vernalisation wird das Wachstum der Pflanzen angeregt. Schaden durch die Kälte nehmen höchstens Schädlinge, wie Läuse oder Mücken. Noch ein Grund für die Bauern, dem Frost Positives abzugewinnen.

Jetzt heißt es abwarten, wie der Saisonstart in der Feldwirtschaft gelingt, erklärt der RLV. Der Winter ist noch nicht vorbei und nach dem trockenen Sommer im vergangenen Jahr hoffen die Landwirte auf gute Bedingungen in 2019.

Quelle: Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer (Bonn)

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