Studierende der FH Münster entwickeln in einer Denkwerkstatt Szenarien für die Ernährung im Jahr 2050

Vom Kopf in die Hand.

Blumen, Kräuter und Gemüse wachsen auf Dachgärten mitten in der Stadt. Die Menschen versorgen sich mit Lebensmitteln von Höfen aus ihrer Umgebung. Die Landwirtschaft ist solidarisch, die Arten vielfältig, die Umwelt geschützt. So könnte, grob zusammengefasst, die Ernährung im Jahr 2050 aussehen.

Diese Zukunftsvision stammt aus einem kurzen Legefilm von einer Studierendengruppe an der FH Münster. Wie unsere Ernährung im sozialen Kontext von Mobilität, Arbeit und Wohnen aussehen könnte, war die Leitfrage einer Denkwerkstatt an der FH Münster.

Die Hochschullehrerin Prof. Dr. Carola Strassner hat sie mit dem Unternehmensberater Christoph Spahn aus Köln ins Leben gerufen und geleitet. „Wir wissen, innerhalb welcher planetaren Grenzen wir alle gemeinsam leben können, wir wissen welche Kriterien für eine gesunde Ernährung wichtig sind. Was wir bisher kaum haben, sind Übersetzungen in zukünftige Lebenswelten“, so Strassner.

Passt die Beleuchtung? Und Text und Stimme zu Handbewegungen und Bildern? Studierende der FH Münster haben Legefilme produziert, um ihre Ergebnisse aus einer Denkwerkstatt zusammenzufassen. Sie werden auf der Messe Biofach gezeigt. (Foto: FH Münster/Fachbereich Oecotrophologie – Facility Management)

Genau diese Übersetzung sei eine Aufgabe für Studierende im Master Nachhaltige Dienstleistungs- und Ernährungswirtschaft gewesen. Um ihre Ergebnisse für andere sichtbar zu machen, sollten sie diese in Legefilmen präsentieren.

Bis dahin war es ein arbeitsreicher, kreativer Prozess. Die Studierenden eigneten sich zunächst Wissen an und diskutierten miteinander, warfen einen Blick in die Vergangenheit, um ihn dann wieder in die Zukunft zu richten. Mit Vertretern aus der Ernährungswirtschaft entwickelten sie Ideen in einem Workshop. Schließlich planten sie die Filme und realisierten in der TV-Lernredaktion alle Schritte in Handarbeit: vom Storyboard bis zum Schnitt.

Die Fülle von Informationen auf zwei bis drei Minuten zu verdichten, sei schon eine besondere Herausforderung gewesen, so die Studierenden. Umso beeindruckter sind die Betreuer von den Ergebnissen. „In der aktuellen Nachhaltigkeitsdebatte wird darauf verwiesen, wie notwendig soziale Innovationen sind. Das haben die Studierenden sehr überzeugend in ihren Szenarien aufgegriffen, indem sie technische und soziale Entwicklungen weitergedacht haben“, so Spahn.

Auf der internationalen Messe Biofach in Nürnberg werden Strassner, Spahn und eine Gruppe von Studierenden am 14. Februar einige Thesen aus der Denkwerkstatt vorstellen und die Filme zeigen.

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Quelle: FH Münster

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