Südfrüchte: Winterlicher Vitaminschub

Südfrüchte
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Im Winter beschränkt sich die Auswahl an regionalem Obst auf eingelagerte Äpfel und Birnen. Für etwas mehr Farbe und eine Extra-Portion Vitamine sorgen in dieser Zeit Südfrüchte wie Ananas, Orangen und Bananen. Die Initiative Zu gut für die Tonne! des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft erklärt, woran Verbraucher gute Importfrüchte beim Einkaufen erkennen und wie sie das exotische Geschmackserlebnis zuhause voll auskosten.

Die Ananas überzeugt nicht nur durch ihren einzigartigen süß-säuerlichen Geschmack und das saftige Fruchtfleisch, sie ist auch kalorienarm, reich an Enzymen, Mineral- und Ballaststoffen. Außerdem wirkt die Frucht durch das enthaltene Serotonin stimmungsaufhellend – keine schlechte Eigenschaft an grauen Wintertagen.

Da im Gegensatz zu vielen anderen Südfrüchten die Ananas nach der Ernte nicht nachreift, sollte man reife Früchte kaufen. Ein Indiz für eine voll ausgereifte Ananas ist der Strunk: Lässt sich ein Blatt in der Mitte leicht herauszupfen, ist die Frucht reif. Auch die Schale gibt Aufschluss: Sie sollte gelblich statt grün sein, intensiv süßlich riechen und elastisch sein. Außerdem liegt eine reife Frucht schwer in Hand.

Einmal angeschnitten hält sich die Ananas noch bis zu zwei Tage im Kühlschrank. Damit ihr Aroma nicht verloren geht, sollte die Frucht möglichst luftdicht verpackt oder geschnitten in Frischhaltedosen aufbewahrt werden.

Orangen sind ein beliebter Vitaminlieferant in der Winterzeit. Aus gutem Grund: Bereits zwei Orangen können den Tagesbedarf an Vitamin C eines Erwachsenen decken. Von November bis März kommen die Früchte frisch gepflückt aus Spanien und Italien in unsere Supermarktregale. Besonders saftige Früchte haben eine glatte, feinporige Schale. Bei Bio-Früchten ist die Schale frei von Schadstoffen, da sie weder vor noch nach der Ernte mit Pflanzenschutzmitteln oder Konservierungsstoffen behandelt werden. Die Schale der Biofrüchte kann bedenkenlos zum Kochen und Backen verwendet werden.

Nur einen kleinen „Nachteil“ haben Bio-Orangen: Durch den Verzicht auf Pflanzenschutzmittel und Konservierungsstoffe sind sie leichter verderblich. Das bedeutet: Lieber kleine Mengen kaufen und schnell aufbrauchen. Die Früchte werden am besten in einem kühlen Raum, aber nicht im Kühlschrank gelagert.

Bananen stehen in Deutschland hinter dem Apfel auf Platz zwei der Obst-Beliebtheitsskala. 2017 wurden in jedem Haushalt rund 17 Kilogramm der Frucht verzehrt. Bananen werden unreif geerntet, dann meist mehrere Wochen mit dem Schiff nach Europa transportiert und erlangen ihr volles Aroma erst in den Reifekammern der Großmärkte. Manchmal gelangen auch nicht ausgereifte Bananen in den Handel. Diese hängt man am besten an einem Haken auf. Optimal ist ein dunkler Ort mit einer konstanten Temperatur zwischen 15 und 20 Grad. So gelagert werden Druckstellen vermieden und die Bananen halten sich bis zu zwei Wochen.

Während die Banane reift, wandelt sich die Stärke in Zucker um und die Frucht wird für den Körper leichter verdaulich. Am bekömmlichsten ist die Banane, sobald sich kleine braune Punkte auf der Schale bilden. Dann sollte sie allerdings auch bald verzehrt werden.

Der Kühlschrank ist für die Banane – wie für andere Südfrüchte auch – tabu, da sie sonst an Aroma verliert und sich braun verfärbt. Die braune Farbe ist jedoch kein Zeichen für eine faulige Frucht. Sofern sie nicht gärig riecht, schmeckt sie nach wie vor im Smoothie oder Shake. Zahlreiche Rezeptideen finden sich auf der Webseite von Zu gut für die Tonne!

Hintergrund: Initiative Zu gut für die Tonne!

Pro Person und Jahr werfen wir rund 55 Kilogramm Lebensmittel in die Tonne. Und das sind nur die Abfälle, die in den Privathaushalten anfallen. Wie sich Lebensmittelabfälle reduzieren lassen, zeigt die Initiative Zu gut für die Tonne! des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Akteure aus Industrie, Handel, Gastronomie und Landwirtschaft sowie Verbraucherverbänden, Kirchen und NGOs unterstützen die Initiative. Unter www.zugutfuerdietonne.de finden sich Tipps zu Lebensmittellagerung und -haltbarkeit, Fakten zur Lebensmittelverschwendung sowie Rezepte für beste Reste.

Quelle: Zu gut für die Tonne!
Eine Initiative des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft

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