Der Deutschen liebstes Gemüse: Vielfalt Tomate

Cherry-Tomaten
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Von der kleinen Kirschtomate bis zur dicken Fleischtomate, ob rund, eier- oder birnenförmig, rot, grün, violett, schwarz oder gestreift, ob als Farbtupfer im Salat oder als raffinierter Spagetti-Begleiter – die Vielfalt der Sorten und Einsatzmöglichkeiten von Tomaten kennt kaum Grenzen. Darüber hinaus stecken Tomaten voller Vitamine und Nährstoffe. Tomaten sind mit einem jährlichen Pro-Kopf-Verbrauch von 25 kg mit Abstand der Deutschen liebstes Gemüse.

Dabei hielt die Tomate erst vor rund hundert Jahren Einzug in deutsche Küchen. Wie die Kartoffel auch, kam die Tomate nach der Entdeckung Amerikas mit den spanischen Segelschiffen nach Europa. Hier galt sie zunächst wegen der dekorativen roten Früchte als Zierpflanze. Ende des 16. Jahrhunderts kam sie dann in französischen Küchen zum Einsatz und ab dem 18. Jahrhundert begannen Italiener sie zu nutzen. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts nutzen auch Deutsche die Tomate als Gemüse.

Die Sorten unterscheiden sich in Form, Farbe und Größe, aber auch in Geschmack und Konsistenz. Die kräftigeren Baum- und Strauchtomaten haben den runden Tomaten in den vergangenen Jahren den Rang abgelaufen. Viele Verbraucher bevorzugen heute die intensiver schmeckenden und gleichzeitig mundgerechteren Cocktail- und Kirschtomaten.

Hauptbestandteil der aromatischen Früchte ist und bleibt Wasser. Das macht die Tomate zu einem kalorienarmen Nahrungsmittel. Darüber hinaus ist die Frucht aber voll mit gesunden Inhaltsstoffen. Sie enthalten reichlich Vitamin C, Kalium, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Diese wiederum besitzen eine Reihe gesundheitsförderlicher Effekt: so sollen sie vor Herz-Kreislauferkrankungen schützen und die Abwehrkräfte stärken. In der Tomate sind das vor allem die gelbroten Pflanzenfarbstoffe, sogenannte Carotinoide. Verantwortlich für die rote Färbung ist das Carotinoid Lykopin.

„Auch wenn in einschlägigen Kochbüchern etwas anderes steht: Tomaten sollten vor dem Kochen nicht gehäutet werden“, erklärt Harald Seitz, Ernährungswissenschaftler beim Bundeszentrum für Ernährung. „Denn das gesunde Lykopin steckt hauptsächlich in der Schale.“ Tomaten in zubereiteter Form – zum Beispiel erhitzt und mit Olivenöl angemacht – sind mindestens genauso gesund wie roh.

Tomaten gehören übrigens nicht in den Kühlschrank, denn durch die Kälte verlieren sie an Aroma. Am besten lagern sie bei Zimmertemperatur und zwar getrennt von anderem Obst und Gemüse. Dann sind die meisten Sorten ein bis zwei Woche haltbar.

Quelle: BZfE

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