Europäische Bürgerinitiative fordert Nutri-Score

Eine neue Europäische Bürgerinitiative macht sich für eine vereinfachte Nährwertkennzeichnung auf Lebensmitteln stark. Sie fordert die Einführung des Nutri-Score-Modells. Hinter der Initiative stehen sieben europäische Verbraucherorganisationen, darunter der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Der vzbv setzt sich bereits auf nationaler Ebene für eine einheitliche, farbliche Kennzeichnung auf der Produktvorderseite ein.

„Verbraucherinnen und Verbraucher müssen auf einen Blick erkennen können, wie es um den Nährwert eines Lebensmittels steht. Es muss leichter werden, die gesündere Alternative auszumachen. Das Nutri-Score-Modell ist mit seiner fünffarbigen Skala ein hilfreicher Wegweiser für Verbraucherinnen und Verbraucher“, sagt vzbv-Vorstand Klaus Müller.

Eine Nährwertkennzeichnung für Europa

Der vzbv unterstützt deshalb die Europäische Bürgerinitiative, die Nutri-Score verpflichtend als vereinfachtes System der Nährwertkennzeichnung auf Lebensmitteln fordert. Mit der Entscheidung für eine einzige Kennzeichnung innerhalb der EU solle die Verwirrung europäischer Verbraucher durch eine Vielzahl verschiedener Systeme beendet werden.

Unterstützer der Bürgerinitiative sind neben dem vzbv die Verbraucherorganisationen UFC-Que Choisir (Frankreich), Test-Achats (Belgien), Consumentenbond (Niederlande), OCU (Spanien), Federacja Konsumentow (Polen) und EKPIZO (Griechenland). Interessenten können die Bürgerinitiative bis zum 8. Mai 2020 online (www.pronutriscore.org) unterstützen. Sammelt die Initiative eine Million Unterstützungsbekundungen, wird die Europäische Kommission entscheiden, ob sie tätig wird.

Nutri-Score hat sich in Frankreich bewährt

Nutri-Score erfüllt die Anforderungen des vzbv an eine verständliche Nährwertkennzeichnung:

  • Es handelt sich um eine farbliche Kennzeichnung auf der Produktvorderseite auf Basis von 100 Gramm oder 100 Millilitern.
  • Die Kennzeichnung wurde auf wissenschaftlicher Grundlage erarbeitet und bereits auf Testmärkten auf seine Wirkung überprüft.
  • Es beurteilt die Gesamtqualität eines Lebensmittels.

Klaus Müller: „Nutri-Score hat sich bei unseren französischen Nachbarn bewährt. Deutschland muss also kein neues System der Nährwertkennzeichnung erfinden.“ Der vzbv spricht sich auch auf nationaler Ebene für die zügige Einführung einer einheitlichen Kennzeichnung in Form von Nutri-Score aus.

Auch die Verbraucherschutzministerkonferenz, die vom 22. bis 24. Mai 2019 in Mainz stattfindet, wird sich mit dem Thema Nutri-Score und Nährwertkennzeichnung auf Lebensmitteln beschäftigen. Die Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) hat ebenfalls Vorschläge zur besseren Kennzeichnung von Lebensmitteln angekündigt.

Der vzbv hat die wichtigsten Informationen zur farblichen Nährtwertkennzeichnung in einem Faktenblatt zusammengetragen, das Sie im Downloadbereich finden.

Gesündere Lebensmittel auf einen Blick erkennen | Faktenblatt des vzbv | Mai 2019

Quelle: vzbv

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