Spargel – beliebtes Gemüse mit viel Vitamin C und wenig Kalorien

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Kaum ein anderes Gemüse wird im Frühjahr so sehnsüchtig erwartet wie Spargel. Von April bis Juni hat deutscher Spargel Saison.

Schon Mitte Februar kommt bei uns der erste europäische Spargel auf den Markt. Er stammt vorwiegend aus Spanien und Griechenland. Richtig los geht die Spargelsaison bei uns aber erst im April, wenn hierzulande die Spargelernte beginnt.

Viel Vitamin C und wenig Kalorien

Spargel ist mit seinem hohen Wassergehalt von rund 93 Prozent ein kalorienarmes Gemüse. Nach Angaben des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE) kann eine Portion Spargel von 500 g rund 80 Prozent des Tagesbedarfs an den Vitaminen C und E und fast die Hälfte des Folat- und Kaliumbedarfs decken. Grüner Spargel enthält etwas mehr Vitamin C und Folat als weißer. Die Ballaststoffe und sekundären Pflanzenstoffe (Saponine) im Spargel regen die Verdauung an und fördern so eine gesunde Darmfunktion.

Spargel erfreut sich zunehmender Beliebtheit

Frischer Spargel ist von April bis Juni das begehrteste Saisongemüse. Nach der neuen Versorgungsbilanz des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) wurden in Deutschland nach vorläufigen Berechnungen im Wirtschaftsjahr 2017/18 insgesamt 131.000 Tonnen Spargel geerntet.

Der Verbrauch lag bei 1,7 kg Spargel pro Person. In den vergangenen drei Jahren stieg der Pro-Kopf-Verbrauch an Spargel an: Lag er im Wirtschaftsjahr 2015/16 bei 1,5 kg, waren dies 2016/17 bereits 1,6 kg. Die Weltproduktion von Spargel beträgt rund 8,9 Millionen Tonnen, wobei der meiste Spargel (88 Prozent) in Asien erzeugt wird, gefolgt von Amerika (7,8 Prozent) und Europa (3,7 Prozent).

Spargel ist die Gemüseart mit der größten Anbaufläche in Deutschland: 2018 wurde auf rund 23.400 Hektar Spargel angebaut. Das entspricht knapp einem Fünftel der bundesdeutschen Anbaufläche von Gemüse im Freiland. Mehr als die Hälfte der Spargelanbaufläche entfällt auf Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg.

Violetter Spargel und Aspergette im Trend

Zunehmend halten besondere Sorten Einzug in die Küchen: Eine Form des Grünspargels ist der sogenannte violette Spargel, der nicht mit dem violetten Bleichspargel zu verwechseln ist. Beim Kochen verfärben sich die Stangen jedoch braun.

Im Mai und Juni ist Saison für den sogenannten „Wildspargel“ aus Frankreich, der dort unter dem Namen „Aspergette“ oder „Asperge des Bois“ in den Handel kommt. Dabei handelt es sich nicht um Spargel, sondern um die jungen, hellgrünen Sprossen des Pyrenäen-Milchsterns, einem Hyazinthengewächs, das in fast ganz Europa vorkommt. Die dünneren Sprossen erinnern jedoch nur auf den ersten Blick an Grünspargel und unterscheiden sich auch geschmacklich deutlich von ihm.

Tipps zur Aufbewahrung

In ein feuchtes Tuch eingewickelt, hält Spargel sich im Kühlschrank an der kältesten Stelle etwa ein bis drei Tage. Für eine längere Lagerung kann Spargel eingefroren werden. Dafür die Stangen waschen und schälen, aber nicht garen. Tiefgekühlt bleibt Spargel acht bis zwölf Monate frisch.

Für die Zubereitung kommt der gefrorene Spargel direkt ins heiße Wasser oder zum Gericht dazu. Die Garzeit ist dann etwas kürzer. Vorgeschälter und vakuumierter Spargel sollte stets kühl gelagert und am selben Tag zubereitet werden.

Weitere Informationen rund um den Spargel bietet das BZfE-Dossier „Spargel – Vom Feld bis in die Küche“

Quelle: BLE

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