Pausenbrot: Es muss nicht immer die Butterbrezel sein

Pausenbrot
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Einfach und praktisch.

Morgens ist es wie immer stressig. Zeit, um ein Vesperbrot zu richten gibt es nicht. Auf dem Weg zur Schule wird beim Bäcker gehalten und noch kurz eine Butterbrezel gekauft. Dabei ist die leckere Alternative kinderleicht.
Beim gemeinsamen Abendbrot können Kinder und Eltern gemeinsam entscheiden, was auf‘s Pausenbrot kommt. Über Nacht im Kühlschrank gekühlt, steht es am nächsten Morgen zu Mitnahme bereit.

Damit sich das Pausenbrot nach dem Schulweg und bis zur Pause nicht wieder in Einzelteile zerlegt hat, gibt es Vesperdosen mit Trennwänden. Der Umwelt zu Liebe sollte es nicht in Einwegartikeln wie Plastik- oder Alufolie, verpackt werden.

Gesund und bunt

Umso abwechslungsreicher die Vesperdose gefüllt ist, desto lieber essen die Kinder.
Jeden Tag ein Salamibrot zu essen ist langweilig. Deshalb von Woche zu Woche die Brotsorte variieren. Hauptsache sie hat einen Vollkornanteil von mindestens 50 %. Verschiedene Obst- und Gemüsesorten – je nach Saison – sind nicht nur farbenfroh und gesund, sondern machen auch satt. Nüsse, Trockenfrüchte und Minitomaten bringen die nötige Abwechslung in die Dose und sind ein prima Snack für Zwischendurch.

Der Brotbelag lässt keine Wünsche offen: Für Käseliebhaber eignen sich vor allem Appenzeller, Bergkäse, Butterkäse, Edamer oder Gouda, da der Hart- oder Schnittkäse maximal 50 % Fett i. Tr. enthalten sollte. Wurstliebhaber sollten fettarme Sorten, wie Bierschinken, Kochschinken oder Putenbrust bevorzugen. Ein vegetarischer Brotaufstrich aus Aubergine, Paprika oder Kräuterfrischkäse, dazu frisches Gemüse, ist eine leckere Alternative zum Wurst- oder Käsebrot.

Als Durstlöscher eignen sich am besten ungesüßte Früchte- oder Kräutertees beziehungsweise Leitungs- oder Mineralwasser. Diese können gerne mit saisonalen Früchten ‚gepimpt‘ werden, wenn sie zu „fad“ schmecken. Zitrone und Minze, frische Beeren und Orangenschnitze machen das Wasser fruchtig, frisch und regen an, mehr davon zu trinken.

Das lieber nicht!

Süße Brotaufstriche, ‚Milchschnitten‘, ‚Ferdi Fuchs‘-Würste oder ‚Bifis‘ werden von Kindern gerne gegessen und wandern schnell vom Kühlschrank in die Vesperdose. Aufgepasst! Sie enthalten zwar viel Energie, jedoch auch sehr hohe Fett- und Zuckeranteile. Im Vergleich zu Lebensmitteln mit einem hohen Ballaststoffanteil, die zudem noch Vitamin- und Mineralstoffreich sind, sättigen sie weder schnell noch langanhaltend.

Wichtig ist auch, dass bei dem Verzehr von Süßigkeiten der Blutzucker schnell ansteigt, aber genauso schnell wieder abfällt – sogar bis unter das Normalniveau. Dadurch entsteht gefährlicher Heißhunger, der Übergewicht und Diabetes begünstigt.

Gerne werden auch Milch- und Milchprodukte mit in die Schule genommen. Da diese ungekühlt leicht verderben, verzehrt man diese lieber zu Hause.

Von der Schule wieder mitgebrachte Speisen sollten entweder am selben Tag noch gegessen oder entsorgt werden. Geben Sie Ihrem Kind nur so viel mit, wie es auch essen mag/kann.

Hier finden Sie Anreize für leckere Pausenbrot-Alternativen, die sich leicht umsetzen lassen:

  • Handreichung zum Pausenvesper
  • Rezepte für die Pausenverpflegung – Vorschläge vom Tag der Schulverpflegung
  • Rezeptbroschüre „Mach’s Mahl-Snacks“

Der Bäckerverkauf an der Schule

Vor allem für Jugendliche, die anstatt zu einer großen Mahlzeit lieber zu Snacks greifen, spielt das Angebot von Pausensnacks, die an der Schule verkauft werden, eine große Rolle. Warum also keine leckeren und angesagten Snacks, die gleichzeitig ausgewogen sind, anstelle von Weißmehlgebäck, süßen Stückchen, etc. im Kiosk oder Bäckerverkauf anbieten?

In der Rezeptbroschüre „Mach’s Mahl-Snacks“ finden Bäcker und Kioskbetreiber Anreize für einen vollwertigen Pausensnack, wie beispielsweise ein Vollkornbrötchen, das mit Frischkäse, Kirschtomaten und Basilikum belegt ist. Diese Rezepte wurden von Schüler*innen selbst auf der Grundlage eines Kriterienkatalogs entwickelt – sie können also nur gut ankommen.

Zu den Kriterien gehört zum Beispiel, dass zu jedem nicht gebackenen Snack mindestens 30 g – 40 g frisches oder tiefgekühltes Gemüse gereicht werden. Dieses darf gerne auch als Belag auf‘s Brötchen. Der Snack darf 20 % des Gesamtenergiebedarfs eines Jugendlichen decken. Dabei dürfen anteilig maximal 30 % der Kalorien von Fett und maximal 10 % von Zucker kommen.

Egal, ob selbst gemacht oder beim Bäcker in der Schule gekauft, das Pausenbrot soll satt machen, lecker und ausgewogen sein. Und so ein von Herzen kommender Pausenbrotsnack kann ja auch ein Prestigeobjekt sein.

Autorin: Lisa Strobel

Quelle: Landesanstalt für Landwirtschaft, Ernährung und Ländlichen Raum (LEL)

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