- food-monitor - https://www.food-monitor.de -

Erfrischend und kalorienarm: Melonenvielfalt XXL

Melonen
Fotolia #85942143 – © Printemps – Lizenznehmer: food-monitor

Wer aufmerksam das Obstangebot sondiert, stellt fest, dass es in den Sommermonaten besonders viele Melonen aller Art gibt. Das liegt daran, dass im Hauptexportland Spanien Hochsaison ist. Melonen sind die absoluten Sommerfrüchte, oder besser gesagt Fruchtgemüse. Denn sie zählen wie Gurken zu den Kürbisgewächsen. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Zucker- und Wassermelonen.

Melonen enthalten im Schnitt rund 90 bis 95 Prozent Wasser und sind damit ideale Durstlöscher. Dazu sind sie sehr energiearm: Wassermelonen enthalten gerade einmal 37 Kilokalorien pro 100 Gramm, Zuckermelonen bringen es auf 54 Kilokalorien, was ja immer noch sehr wenig ist.

Neben dem kalorienarmen Erfrischungsfaktor haben Melonen durchaus auch ernährungsphysiologisch etwas zu bieten. So stammt die rote Farbe im Fruchtfleisch von Wassermelonen von dem Carotinoid Lycopin, das auch in Tomaten enthalten ist und antioxidative Eigenschaften hat. Zuckermelonen punkten mit einem nennenswerten Vitamin-C- und Carotinoid-Gehalt.

Ob im Smoothie, als Snack für Zwischendurch, im Obstsalat, für Frucht-Bowlen, im Eis und Sorbet oder klassisch als Vorspeise mit Schinken – Melonen sind extrem vielseitig.

Kleine Warenkunde dieses Fruchtgemüses

Wassermelone – die wohl beliebteste Melone der Deutschen. Außen hell- bis dunkelgrün, innen rot mit Kernen im Fruchtfleisch. Die Konsistenz des Fruchtfleischs ist schon ein wenig speziell: es knackt leicht, wenn man hineinbeißt, zergeht aber dann schnell auf der Zunge. Die Kerne können durchaus mitgegessen werden. Wem sie zu bitter sind, lässt sie trocknen und röstet sie dann in der Pfanne ohne Fett – ein tolles Topping für Salate oder Desserts.

Es gibt allerdings auch kernlose Sorten. Wassermelonen wiegen zwischen 2 und 5 Kilogramm. Sie sind deshalb eher für Mehrpersonen-Haushalte geeignet. Hinzu kommt, dass sie kühlbedürftig sind, also den Kühlschrank blockieren. Der Handel bietet deshalb auch Portionsstücke in Frischhaltefolie verpackt an. Diese sollten dann am besten rasch gegessen werden.

Honigmelone – auch Zuckermelone, außen sonnengelb, glatte oder längs gestreifte Schale. Das Fruchtfleisch ist blassgelb; es schmeckt nur ganz leicht süß. Die Frucht ist im Durchschnitt 1,5 bis 3 Kilogramm schwer, wobei schwerere Exemplare bei uns eher selten sind.

Cantaloupe-Melone – ebenfalls eine Zuckermelone. Liebhaber schätzen sie als eine der feinsten. Die grünliche, hell gerippte Schale der runden Früchte sieht je nach Züchtung mal glatt, mal unregelmäßig aus und hat warzenartige Erhebungen. Das Fruchtfleisch ist orangefarbig, fest, süß und saftig mit einem intensiven Aroma. Cantaloupe-Melonen erreichen meistens ein Gewicht von 0,5 bis 1,5 Kilogramm.

Charentais-Melone – eine Unterzüchtung der Cantaloupe-Melone; sieht dieser auch ähnlich, rund, meist mit glatter Haut. Die Schale ist meist hellgrün mit dunklen Nähten. Das Fruchtfleisch ist ebenfalls orange, sehr saftig und süß, es erinnert ein wenig an Papaya oder Ananas. Die Charentais-Melone ist die kleinste aller Zuckermelonen, mit einem Gewicht von 0,5 bis 1,5 Kilogramm. Die Melonen sind sehr empfindlich. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass sie angenehm duftet und die Schale unbeschädigt ist.

Galia-Melone – auch Netzmelone genannt, aufgrund ihrer
charakteristischen, mit einem weißgrünen, feinmaschigen Netz überzogenen
Schale. Die kugelrunde Melone hat ein hellgrünes Fruchtfleisch mit einem
sehr süßen, aromatischen Geschmack. Sie duftet stark durch die Schale,
wenn sie reif ist und ist dann nicht mehr lange haltbar.

Futuro-Melone – auch Piel de Sapo (spanisch: „Krötenhaut“) genannt, erkennt man leicht an ihrer footballartigen Form und ihrer dunkelgrünen, rauen Schale, die von gelben Furchen durchzogen ist. Das Fruchtfleisch ist grünlich-weiß. Es schmeckt süßlich und zugleich sehr knackig, erfrischend und sehr aromatisch. Die Melone ist besonders in Spanien eine der häufigsten und beliebtesten Melonensorten.

Quelle: Rüdiger Lobitz, BZfE