Tee aus aller Welt: Welche Länder sind die bedeutendsten Produzenten?

Ostfriesen Tee
Foto: Deutscher Teeverband

Die Tee-Vorlieben der Deutschen sind klar: 2017 gehörten Früchte- und Kräutertee ebenso zu den beliebtesten Teesorten wie auch Schwarzer Tee und Grüner Tee. Sowohl für Männer als auch Frauen ist Früchtetee dabei die Nummer eins, allerdings teilt er sich bei den Herren die Pole-Position mit Schwarzem Tee (beide jeweils 48 Prozent). So beliebt Tee als nicht-alkoholisches Getränk in Deutschland auch ist: wachsen kann er hierzulande bis auf wenige Ausnahmen wie in der Region Freiburg (noch) nicht. Daher lohnt ein Blick auf die bedeutendsten Produzenten.

Indien

Indiens Stellung als weltweit größter Lieferant von Tee folgt keineswegs einem neuen Trend, sondern fußt auf langjähriger Tradition. Bereits im 19. Jahrhundert konnten die Inder den Platz an der Sonne erobern und dahingehend ausbauen, dass mittlerweile fast 1/3 des kompletten Bedarfs an Tee auf der Welt durch den indischen Anbau gedeckt wird. Die beiden wichtigsten Anbaugebiete sind Darjeeling und Assam, wobei Letzteres das weltweit größte zusammenhängende Anbaugebiet für Tee ist. Anbieter für Assam Tee, Darjeeling, aber auch Nilgiri setzen dabei auf Tee, der von tropischer Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit profitiert.

China

Bevor Indien die Nummer eins in Sachen Teeanbau wurde, gehörte diese Position China. Das riesige Land war nicht grundlos bis ins 19. Jahrhundert hinein der weltweit größte Teeversorger, schließlich gilt China als das Geburtsland des Tees. Wer beispielsweise nach Asien fliegt und sich China als Destination aussucht, der erkennt recht schnell: Die Anbaugebiete befinden sich vornehmlich im Süden. Angebaut werden in China viele Teesorten, so dass sowohl Oolong Tee und Weißer Tee als auch Schwarzer Tee und Grüner Tee in den Provinzen gedeihen.

Sri Lanka

Sri Lanka produziert hinter Indien und China so viel Tee, dass es für Rang drei reicht. Als Qualitätsbezeichnung hat sich Ceylon bewährt, weshalb der Ceylon Tee auch fast 50 Jahre nach der Umbenennung in Sri Lanka weltweit ein Begriff ist. So wird der Ceylon-Tee seit 150 Jahren angebaut, wofür das Hochland beste Bedingungen bietet. In diesen sieben Anbaugebieten wächst auf bis zu 2500 Metern Höhe vor allem Schwarzer Tee, doch auch Grüner Tee und Weißer Tee gedeihen hier prächtig. Geerntet werden kann das ganze Jahr über!

Japan

Heute kennen wir den Tee-Trend Matcha aus Japan, doch im 7. Jahrhundert war daran noch nicht zu denken. Bereits zu dieser Zeit tauchte der Tee zum ersten Mal in Japan auf, da die chinesische Tang-Dynastie hier ihre Spuren hinterließ. Im 9. Jahrhundert wurden die ersten Teepflanzen angebaut, knapp 400 Jahre später eroberten sie den Süden Japans. Unterschiede zu China bestehen in der Behandlung des Tees, da die Trocknung mit Heißdampf erfolgt. Zwei der bekanntesten japanischen Teesorten sind Sencha und Bancha, die auch heute noch in Japans Süden angebaut werden.

Von Argentinien bis Taiwan

Bei den wenigsten Teeliebhabern auf der Liste stehen dürfte Argentinien. Das südamerikanische Land baut noch nicht mal 100 Jahre Tee an, ist aber bereits weltweit auf Rang 11. Deutlich bekannter sind Indonesien und Kenia, die hinter Indien, China und Sri Lanka auf den Plätzen 4 und 5 landen. Kenia ist für seinen Roten Tee bekannt und deckt etwa 8 Prozent des weltweiten Teebedarfs ab. Schließlich soll auch Tee trinken als taiwanische Tradition nicht unerwähnt bleiben. Trotz idealer Bedingungen hält sich der vor China gelegene Inselstaat vergleichsweise zurück. Produktionserhöhung nicht ausgeschlossen!

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