- food-monitor - https://www.food-monitor.de -

Wasserspender: Hygienisch einwandfrei halten

Wasserspender
Fotolia #99777448 © Antonioguillem – Lizenznehmer: food-monitor

Unser Trinkverhalten hat sich erheblich verändert – zumindest scheint es so zu sein: Junge Menschen gehen kaum noch aus dem Haus, ohne eine Wasserflasche dabei zu haben. Es gibt Schulen, die erlauben ihren Schülern das Trinken während des Unterrichts und nicht selten bestellt Frau/Mann von Welt gleich ein Glas Wasser mit zum Kaffee.

Auch in Praxen, im Einzelhandel oder an Standorten mit Wartebereichen findet man immer häufiger freistehende Wasserspender, sogenannte Botteled Watercooler. Die Branche verzeichnet eine stetig steigende Nachfrage. Meist sind die wieder befüllbaren Polykarbonat- oder PET-Wasserbehälter mit sogenannten Gallonen (circa 19 Liter) bestückt, die in der Regel kopfüber auf den Spender aufgesetzt werden.

Die gängigen Wasserarten für Watercooler sind Quellwasser, Umkehrosmose-Wasser oder Tafelwasser. Die Behandlung des Ausgangswassers erfolgt vor der Abfüllung mit verschiedenen Verfahren wie Enteisung, Filterung oder Wasserenthärtung. Auf Knopfdruck spenden Watercooler vorwiegend stilles Wasser, welches je nach Modell gekühlt oder raumtemperiert gezapft werden kann.

Eine willkommene Erfrischung für denjenigen, der ohne Wasserflasche aus dem Haus gegangen ist – aber auch hygienisch unbedenklich? Aus rechtlicher Sicht sind diese Wässer Lebensmittel. Personen/Einrichtungen, die Wasserspender für ihre Kundschaft aufstellen, sind für die Sicherheit des abgegebenen Wassers mitverantwortlich und müssen dafür Sorge tragen, dass die freistehenden Wasserspender so betrieben werden, dass das Wasser nicht nachteilig beeinflusst wird.

Dazu sagt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Berlin: „Wasser ist nicht keimfrei. Daher kann der Keimgehalt von Wasser in Behältern ansteigen, insbesondere bei erhöhter Umgebungstemperatur (zum Beispiel durch sommerliche Temperaturen oder Sonneneinstrahlung).

Darüber hinaus können Krankheitserreger in das abgefüllte Wasser gelangen, wenn die Zapfanlagen nicht ausreichend gereinigt oder gewartet werden und dadurch verunreinigt sind. Deshalb kann der Konsum dieses Wassers für Menschen, die aufgrund ihrer gesundheitlichen Situation, ihres noch jungen beziehungsweise schon hohen Alters oder wegen der Einnahme bestimmter Medikamente für Infektionen besonders empfänglich sind, bei falscher Handhabung der Wasserspender zu einem Gesundheitsrisiko werden“.

Der Verband der deutschen Wasserspenderindustrie (German WaterCooler Association e.V.,GWCA) verpflichtet seine Mitgliedsunternehmen zur Einhaltung und Umsetzung der national und international geltenden Qualitätsstandards. Die Einhaltung der von allen Bundesländern anerkannten Hygienekodizes ist Voraussetzung für eine Mitgliedschaft in der GWCA. Alle auditierungspflichtigen Mitglieder unterliegen der regelmäßigen Qualitätskontrolle durch ein unabhängiges und fachkundiges Institut.

Worauf kann man selbst achten?

Weitere Informationen:

Quelle: Rüdiger Lobitz, BZfE