Sind Lebensmittel überall verfügbar?

Städte-Hitliste hilft beim Lernen voneinander.

Ob sich Menschen gesund, ausgewogen und überhaupt ausreichend ernähren können, hängt von vielen Faktoren ab. Neben dem Wissen um die Vor- und Nachteile verschiedener Lebensmittel ist auch die Verfügbarkeit entscheidend. Das brachte Wissenschaftler der niederländischen Universität Wageningen auf die Idee, ein Ranking – also eine Art Hitliste – der Städte anzufertigen, sortiert nach der Verfügbarkeit von Lebensmitteln.

Es ist nicht verwunderlich, dass europäische und US-amerikanische Großstädte kein besonderes Verfügbarkeitsproblem haben. Ganz anders sieht es dagegen in Afrika und Asien aus, vor allem in schnell wachsenden Städten. Besonders schwierig wird es dort für Verbraucher in Städten, die im Inland liegen und ohne Hafenanbindung auskommen müssen. Hier sei die Gefahr groß, so die Wissenschaftler, dass diese Städte nicht in der Lage seien, ihre Bevölkerung ausreichend mit Lebensmitteln zu versorgen.

Auch hänge die Verfügbarkeit unmittelbar davon ab, wie viel Agrarland in unmittelbarer Stadtnähe verfügbar sei. Zudem seien Risiken – wie häufige Überflutungen – in die Ergebnisse eingeflossen. Und dann ist da noch die Erschwinglichkeit von Nahrungsmitteln – für ärmere Bevölkerungsschichten ein ernstzunehmender Faktor für eine ausreichende und gesunde Ernährung. Schließlich sind noch verschiedene Gesundheitsfaktoren in das Ranking eingeflossen, wie der BMI, die Hygienesituation oder die Wachstumsrate von Kindern. Dabei haben sich die Wissenschaftler am Zahlenmaterial der Weltbank und der Welternährungsorganisation (FAO) orientiert.

Auf der Grundlage der nun veröffentlichten Ergebnisse können sich Städte untereinander vergleichen und sich fragen: Wo können wir bei der strategischen Planung für die Zukunft vielleicht Maßnahmen umsetzen, die es in anderen Städten mit höherem Ranking bereits gibt? Liegt es vielleicht an Versäumnissen im Straßenbau oder anderer Infrastruktur, dass unsere Stadt es schlechter schafft, seine Bürger vernünftig zu versorgen? „Lernen voneinander“ ist deshalb das erklärte Ziel dieses Städte- Rankings.

Weitere Informationen

Quelle: Friederike Heidenhof, BZfE

So wächst Bio von unten: Beispiel Biostadt Bonn

Die ökologische Landwirtschaft und das Bio-Lebensmittelangebot vor Ort fördern, dafür setzen sich ein Dutzend Biostädte im Netzwerk der deutschen Biostädte, -gemeinden und -landkreise ein.

Auf der Seite des Bundeszentrums für Ernährung wird erläutert, was Biostädte sind und am Beispiel der Stadt Bonn gezeigt, wie eine Kommune Bio-Stadt wird.

FavoriteLoadingSeite in meine Favoritenliste legen | Seite drucken Seite drucken | Hinweis Copyright |
Medienkontakte dieser Meldung: 717

Mehr zum Thema