Hafer wirkt positiv auf den Blutzuckerspiegel

Hafermahlzeiten mit kurz- und langfristigem Effekt in Prävention und Therapie von Insulinresistenz und Diabetes mellitus Typ 2.

Dauerhaft erhöhte Glucose- und Insulinspiegel im Blut haben schädigende Wirkungen auf den Organismus. In Prävention und Therapie gilt es, diese Werte für einen störungsfreien Stoffwechsel auf normalem Niveau zu halten. Der Ballaststoff Beta-Glucan im Hafer sorgt unter anderem dafür, dass der Blutzucker nach Mahlzeiten weniger stark ansteigt – diesen Effekt nutzen Ärzte und Diabetesberater bei der Ernährungstherapie. Das hilft sowohl gesunden Menschen als auch denjenigen, bei denen Stoffwechselstörungen bereits diagnostiziert sind.

In ihrer Leitlinie zur Kohlenhydratenhydratzufuhr bestätigt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), dass mit wahrscheinlicher Evidenz ein hoher Verzehr von Getreidevollkornprodukten bzw. von Ballaststoffen in Getreidevollkornprodukten das Risiko für Diabetes mellitus Typ 2 senkt.

Bei Haferprodukten handelt es sich stets um Vollkornprodukte oder besonders ballaststoffreiche Lebensmittel. Schlüsselsubstanz im Hafer ist das Beta-Glucan, ein haferspezifischer löslicher Ballaststoff, der sowohl auf den Cholesterin- als auch auf den Blutzuckerspiegel regulierende Wirkung hat.

Wissenschaftliche Studien zeigen: Nach dem Verzehr von Hafer steigt der postprandiale Blutglucosespiegel, das heißt der Blutzucker nach der Mahlzeit, weniger stark an als nach dem Verzehr anderer Lebensmittel. Je nach Art der Mahlzeiten ist der Blutzuckerwert nach Hafer mehr als 30 Prozent niedriger. Auch die Insulinresistenz, die als Vorstufe von Diabetes mellitus Typ 2 gilt, kann gesenkt werden. Bei Insulinresistenz ist nicht nur der Blutzucker-, sondern auch der Insulinspiegel dauerhaft erhöht, denn das Insulin wird nicht mehr effizient genutzt und schleust die Zuckermoleküle nicht in die Zellen. Dauerhaft erhöhte Blutzucker- und Insulingehalte im Blut erschweren Gewichtsabnahme und -management, können Blutgefäße und Nieren schädigen und zahlreiche Folgeerkrankungen im Herz-Kreislaufsystem auslösen.

Die Ergebnisse der unterschiedlich angelegten wissenschaftlichen Untersuchungen werden durch die Erkenntnisse aus der medizinischen und diabetologischen Praxis bestätigt.

Professor Björn Andrew Remppis, Chef der Kardiologie am Herz- und Gefäßzentrum Bad Bevensen, empfiehlt seinen Patienten bei Bedarf eine zwei- bis dreitägige Haferkur, bei der an drei Mahlzeiten pro Tag ausschließlich Haferspeisen mit wenigen weiteren Zutaten auf den Teller kommen. Die Ergebnisse sprechen für diese Kurzzeitintervention: „Ich setze mit meinen Patienten die Hafertage bereits seit zehn Jahren um, bei den meisten Patienten, die häufig unter Übergewicht leiden, erreichen wir die anvisierte Reduktion der Blutzuckerwerte. In vielen Fällen verringert sich zum Beispiel nach drei Tagen haferbetonter Kost der Nüchtern-Blutzuckerwert um 20 und der postprandiale Blutzucker um 40 Prozent. Die Insulingabe können wir dann um 30 bis 50 Prozent reduzieren. Das sind Effekte, die das Wohlbefinden der Patienten erheblich verbessern und zur Wiederholung motivieren.“

Denn natürlich steigen die Werte nach der Haferkur wieder an. Aber mit einem täglichen Frühstück, das 40 Gramm Haferflocken oder 20 Gramm Haferkleie enthält, kann zu hohen Blutglucosewerten oder einer Verschlechterung der Insulinresistenz vorgebeugt werden. Auch eine Wiederholung der Hafertage alle zwei Monate oder ein Hafertag regelmäßig alle zwei Wochen kann die Prävention unterstützen.

Die Referenzen sind zu finden unter: https://www.alleskoerner.de/service/presse/hafer-wirkt-positiv-auf-den-blutzuckerspiegel.

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