Diagnose Typ-2-Diabetes: Viel bewegen und gesund ernähren

In den ersten Monaten nach der Diagnose „Typ-2-Diabetes“ geht es darum, den Blutzucker durch gesundes Essen, mehr Bewegung und – wenn nötig – auch durch Medikamente abzusenken. Das ist wichtig, um das Fortschreiten der Erkrankung zu bremsen und Folgeschäden zu vermeiden. Ständiger Begleiter bei der Therapie ist der Hausarzt, zum Erfolg trägt aber jeder selbst entscheidend bei – mit der eigenen Lebensweise. So lässt sich durch viel Bewegung der Blutzuckerspiegel senken.

Sybille Keller, Diabetesberaterin DDG aus Konstanz, empfiehlt im Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“, dabei in kleinen Etappen zu denken. „Wenn Sie nie Sport gemacht haben, versuchen Sie nicht, 10.000 Schritte pro Tag zu schaffen. Für den Anfang tun es auch 3.000.“ Je realistischer die Ziele seien, um so eher erreiche man sie auch.

Heimliche Ernährungsfallen aufspüren

Das gilt auch für die Ernährung. „Bleiben Sie realistisch“, sagt Dr. Heike Martin, die am Klinikum Bremen-Nord die Abteilung für Ernährungsberatung leitet. „Die Ernährung radikal umkrempeln, in vier Wochen zehn Kilo abnehmen, so was klappt nicht. Und dann folgt der Frust.“ Man sollte lieber in kleinen Schritten beginnen. Wie sich die eigenen Essgewohnheiten konkret verbessern lassen, erfahren Menschen mit Diabetes in einer individuellen Ernährungsberatung.

Martin empfiehlt, heimliche Ernährungsfallen aufzuspüren. „Schreiben Sie einmal über drei Tage alles – wirklich alles! – auf, was Sie essen und trinken.“ Anschließend sollte man sich den Zucker-, Fett- und Kaloriengehalt der Lebensmittel ansehen. „Sie werden wahrscheinlich staunen, was allein durch Getränke und Snacks zusammenkommt“, sagt die Expertin.

Quelle: Wort & Bild Verlag – Gesundheitsmeldungen, übermittelt durch news aktuell

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