Internethandel mit Speiseölen unter die Lupe genommen

Im Frühjahr 2019 haben das Internetüberwachungsteam in Baden-Württemberg und das Zentrallabor für Speiseöle und -fette am Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Stuttgart gemeinsam ein Projekt durchgeführt. Der Fokus lag hierbei auf der Untersuchung von Olivenölen und bestimmten anderen kaltgepressten bzw. nativen pflanzlichen Speiseölen, die zum Zeitpunkt der Probenahme im Internet angeboten wurden. Alle Proben dieses Projekts wurden – hauptsächlich wegen Kennzeichnungsmängeln – beanstandet. Erfreulicherweise war die Qualität der untersuchten Produkte aber größtenteils sehr gut.

Der Handel mit Lebensmitteln hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. So sind viele Lebensmittel schon lange nicht mehr „nur“ vor Ort bei Direktvermarktern oder im Einzelhandel erhältlich, sondern können auch über diverse Internetplattformen bestellt werden. Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt, dass der Onlinehandel mit Lebensmitteln stetig zunimmt und immer mehr Verbraucher bereit sind, ihre Lebensmittel über das Internet zu bestellen. Im ersten Quartal 2019 gehörten Lebensmittel somit zu den Umsatzgewinnern im Onlinehandel [1].

Da der Internethandel mit Lebensmitteln kein rechtsfreier Raum ist, ist die Überwachung des Internethandels im Sinne des Verbraucherschutzes zu einer wichtigen Aufgabe der amtlichen Lebensmittelüberwachung geworden. Auch Speiseöle, wie z. B. Olivenöl, Leinöl, Hanföl oder Kürbiskernöl, werden immer häufiger über das Internet vertrieben. Regelmäßige Routineüberprüfungen von Internetseiten zeigen, dass Verbraucher vor allem im Internet oft mit irreführenden Werbeaussagen oder unzulässigen gesundheits- oder krankheitsbezogenen Angaben getäuscht werden.

Besonders anfällig für Lebensmittelbetrug sind auch hochpreisige Olivenöle, die immer wieder eine hohe Beanstandungsquote aufgrund von Fälschungen oder Qualitätsmängeln aufweisen. Dies gab dem Zentrallabor für Speiseöle und Speisefette am CVUA Stuttgart den Anlass für das vorliegende Untersuchungsprojekt in Zusammenarbeit mit dem Internetüberwachungsteam in Baden-Württemberg (Stabsstelle Ernährungssicherheit (SES) am Regierungspräsidium Tübingen und CVUA Karlsruhe).

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Quelle: CVUA Karlsruhe

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