Aktiv gegen hohe Blutfettwerte

Blutfettwerte
Foto: 10Milionphotos – fotolia / Nestlé Ernährungsstudio

Erhöhte Blutfettwerte sind ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Vor allem hohe Cholesterinwerte werden in diesem Kontext immer wieder genannt.

Cholesterin benötigt der Körper zum Zellwandaufbau, zur Bildung der Gallensäure und zur Hormonproduktion. Den Großteil des im Blut zirkulierenden Cholesterins bildet er dabei selbst. Ein deutlich kleinerer Teil wird mit der Nahrung – ausschließlich über tierische Lebensmittel – aufgenommen.

„Erbliche Veranlagungen oder eine extrem cholesterinreiche Ernährung mit einem hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren gepaart mit Bewegungsmangel können zu erhöhten Blutfetten führen“, sagt Dr. Annette Neubert, Ernährungswissenschaftlerin im Nestlé Ernährungsstudio. „Dadurch können sich Ablagerungen in den Wänden der Blutgefäße bilden und diese verengen. Diese Arterienverkalkung, die sogenannte Atherosklerose, steigert das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle.“ Soweit muss es nicht kommen, wenn aktiv etwas für gesunde Blutfettwerte getan wird.

Relevante Blutfette

Bei der Blutuntersuchung unterteilen Ärzte das Gesamtcholesterin in LDL- und HDL-Cholesterin. Das LDL-Cholesterin transportiert Cholesterin zu den Organen und Zellen. Diese Form kann sich in den Gefäßwänden ablagern und wird daher auch als „schlechtes Cholesterin“ bezeichnet. Das HDL-Cholesterin sorgt dafür, dass Cholesterin zur Leber transportiert und anschließend ausgeschieden wird, und gilt deshalb als „gutes Cholesterin“.

„Zahlreiche Studien belegen, dass ein hoher HDL-Spiegel das Herzinfarktrisiko senkt“, betont Dr. Annette Neubert. Neben dem Cholesterin gehören die Triglyceride zu den wichtigen Blutfetten. Sie werden in der Leber und im Darm gebildet und dienen zum Transport von Fettsäuren sowie zur Speicherung von Energie im Fettgewebe.

Wie kommt es zu erhöhten Werten?

Hohe Blutfettwerte können genetische Veranlagungen oder eine ungesunde Lebensweise als Ursache haben. Unter anderem Übergewicht, der häufige Verzehr tierischer Nahrungsfette und Bewegungsmangel können zu erhöhten Blutfettwerten führen. Bei hohen Triglyceridwerten gehören ein hoher Alkohol- oder Zuckerkonsum, auch von Fruchtzucker und Zuckeraustauschstoffen, zu den Risikofaktoren.

Wünschenswerte Blutfettwerte:

  • Gesamtcholesterin: bis 200 mg/dl
  • Triglyceride: bis 150 mg/dl
  • LDL-Cholesterin: bis 115 mg/dl
  • HDL-Cholesterin: mindestens 40 mg/dl

Quelle: Richtlinien der European Society of Cardiology (ESC) 2016 und der Dt. Lipid-Liga

Die Blutfettwerte aktiv beeinflussen

„Eine Gewichtsreduktion kann zu besseren Werten führen“, erklärt Dr. Annette Neubert. „Zudem wirkt sich eine ballaststoffreiche und fettreduzierte Ernährung positiv aus. Entscheidend ist auch, auf die Qualität der verzehrten Fette zu achten.“ Bei der Zubereitung von Speisen oder Dressings sollten bevorzugt hochwertige pflanzliche Fette wie Raps- und Olivenöl zum Einsatz kommen. Sie sind reich an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die die Blutfette positiv beeinflussen.

Ebenso wichtig für eine normale Herzfunktion sind die Omega-3-Fettsäuren. Etwa Seefisch wie Lachs, Hering oder Makrele stellt eine gute Quelle dar und darf gerne ein- bis zweimal pro Woche auf dem Speiseplan stehen. Ein täglicher Verzehr von Gemüse und Obst sichert zudem eine gute Ballaststoffversorgung. Regelmäßige Bewegung wie lange Spaziergänge oder ein leichtes Ausdauertraining unterstützen die ernährungsbedingten Maßnahmen.

Auch ist es ratsam, den eigenen Alkohol- und Zuckerkonsum im Blick zu behalten und gegebenenfalls zu reduzieren. Um die notwendigen Maßnahmen erfolgreich umzusetzen, kann eine Ernährungsberatung hilfreich sein. In schweren Fällen wird eine medikamentöse Therapie unter ärztlicher Aufsicht erforderlich.

Weitere Informationen und Serviceangebote zum Thema Ernährung

Quelle: Nestlé Ernährungsstudio

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