Poke Bowl: keine Schüssel gleicht der anderen

Poke Bowl
Foto: Jacquelina Ilievski, flickr

Sushi war gestern. Heute wird roher Fisch in einer Schale mit frischem Gemüse, Algen und Reis serviert. „Poke Bowl“ nennt sich das Nationalgericht aus Hawaii, das von der japanischen Küche inspiriert ist. Inzwischen gibt es auch in deutschen Städten immer mehr Restaurants, die diese Spezialität anbieten und neu interpretieren.

Auf Hawaii hat Poke (ausgesprochen Poh-Kay) eine lange Tradition. Das Gericht ist wahrscheinlich auf Fischer zurückzuführen, die ihren Fang mit Meersalz haltbar machten und mit Öl und Meeresalgen würzten. Erst später kam der Reis hinzu. Heute ist Poke Bowl eine leckere Alternative zu üblichem Salat. Mit frischen Zutaten kann das Gericht einen Beitrag zu einer ausgewogenen Ernährung leisten. Fettreicher Fisch wie Lachs und Thunfisch versorgt den Körper mit wertvollen Omega-3-Fettsäuren und Eiweiß. Gemüse liefert Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe, während die Kohlenhydrate im Reis Energie geben.

Auf Hawaii ist die Poke Bowl ein beliebtes Streetfood. Die Zutaten für verschiedene Varianten gibt es auch abgepackt im Supermarkt zu kaufen. Wer die hippe Mahlzeit selbst zubereitet, kann die Schüssel (englisch „bowl“) nach eigenem Geschmack zusammenstellen. Achten Sie besonders auf Qualität und Frische, da der Fisch roh verzehrt wird. Für ein bis zwei Personen braucht man mindestens 150 Gramm. Alternativen sind Meeresfrüchte wie Krabbenfleisch, gegarter Tintenfisch, Garnelen oder Muscheln. In der vegetarischen Variante ersetzt man den Fisch durch marinierten Räuchertofu.

Zunächst werden Fisch und Meeresfrüchte in mundgerechte Würfel geschnitten, denn „poke“ bedeutet auf Hawaiianisch „in kleine Stücke schneiden“. Anschließend wird der Fisch zum Beispiel in Sojasoße, Sesamöl, etwas Honig oder Limettensaft mariniert und auf klebrigen Sushi-Reis gebettet. Auch Vollkornreis, Wildreis, Quinoa, Hirse, Couscous, Zucchini-Nudeln oder gebackene Süßkartoffeln sind als sättigende Basis geeignet.

Hinzu kommen weitere Zutaten wie zum Beispiel Algensalat, Minitomaten, Salatgurke, Möhren, Frühlingszwiebeln und Gewürze je nach Geschmack. Sie werden auf den Fisch und den Reis geschichtet, aber nicht wie in einem Salat vermengt. Zum Schluss wird die bunte Schüssel mit frischen Küchenkräutern gekrönt. Das schmeckt nach Urlaub, Strand und Aloha.

Quelle: Heike Kreutz, BZfE
http://www.bzfe.de

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