Ressourcenschonend genießen zur Earth Hour

Am 28. März 2020 gehen wieder die Lichter aus! Seit 2007 wird es an einem Tag im März an verschiedenen Orten auf der ganzen Welt für eine Stunde lang dunkel. Die sogenannte „Earth Hour“ will Aufmerksamkeit auf den Klima- und Ressourcenschutz lenken. Zu diesem Anlass geht Zu gut für die Tonne! dem Ressourcenverbrauch unserer Lebensmittel nach und gibt Tipps, wie wir nachhaltig konsumieren können.

In jedem einzelnen Lebensmittel stecken wertvolle Ressourcen wie Arbeitskraft, Energie, Wasser und Boden. Viele Lebensmittel haben lange Transportwege – sie fahren, schippern oder fliegen Tausende von Kilometern, um in unsere Supermärkte zu gelangen. Besonders viele Ressourcen werden bei der Herstellung tierischer Produkte eingesetzt. Was können wir also tun, damit diese Ressourcen nicht verschwendet werden? Neben einer gesundheitsfördernden, nachhaltigen Ernährung spielt insbesondere die Vermeidung von Lebensmittelabfällen eine große Rolle. Grundsätzlich gilt: Je weniger wir wegwerfen, desto besser ist das für unsere Umwelt.

Ernährung als Umweltfaktor

Unsere Ernährung trägt in nahezu gleichem Maße zum Ausstoß von Klimaemissionen bei wie unsere Mobilität auf Straße, Schiene oder in der Luft. Pro Jahr und Kopf verursachen wir durch sie circa 1,75 Tonnen klimarelevante Emissionen. Rund 45 Prozent der Treibhausgase, die im Zusammenhang mit unserer Ernährung ausgestoßen werden, entstehen bei Erzeugung, Transport und Verarbeitung der Nahrungsmittel. Einen ebenfalls großen Anteil hat die Energie, die zur Lagerung und Zubereitung von Lebensmitteln aufgewendet wird.

Fleisch, Fisch und andere tierische Produkte verbrauchen deutlich mehr Wasser und Energie als pflanzliche Lebensmittel. Denn in ihren Herstellungsprozess fließen Aufzucht, Haltung und die ressourcenzehrende Ernährung der Tiere mit ein. Doch auch beim Konsum pflanzlicher Lebensmittel lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Zum Beispiel verbraucht jede und jeder Deutsche rund 25 Kilogramm Tomaten im Jahr. Es ist aber ein Unterschied, ob sie in der Tomatensaison im Freiland oder ganzjährig in zum Teil beheizten Gewächshäusern kultiviert oder über lange Transportwege importiert werden. 2015 kamen mehr als 700.000 Tonnen hauptsächlich aus den Niederlanden, Belgien, Spanien und Marokko zu uns.

Wer sich nachhaltig und ressourcenschonend ernähren will, sollte darauf achten, saisonal und möglichst regional einzukaufen. Auch während der kalten Jahreszeit lässt sich mit dem heimischen Lebensmittelangebot und etwas Kreativität gesund und lecker kochen. Es empfiehlt sich zudem, unsere Lebensmittel mehr wertzuschätzen, nach Bedarf einzukaufen und am Ende nichts in die Tonne zu werfen.

Bewusst einkaufen – Bio-Lebensmittel sind nachhaltiger

Vier von fünf Käuferinnen und Käufer von Bio-Lebensmitteln sind der Meinung, dass sie mit ihrer Kaufentscheidung einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Tatsächlich verbraucht der Öko-Landbau etwa ein Viertel bis ein Drittel weniger Energie als die konventionelle Landwirtschaft. Dadurch wird weniger CO2 ausgestoßen und so das Klima geschont. Bio-Rinder setzen durch ihre schonendere Haltung in Form von natürlicherem Futter und Wachstum zwar langsamer Fleisch an und geben weniger Milch, dafür werden weit weniger Futtermittel aus Übersee importiert. Im ökologischen Pflanzenbau wird auf energieintensiven Mineraldünger verzichtet, dadurch sinkt gleichzeitig die Emission von Lachgas aus überdüngten Böden. Der organische Dünger begünstigt die Humusbildung im Boden, dadurch kann Wasser besser gespeichert und die landwirtschaftliche Fläche nachhaltig genutzt werden.

Bei Lebensmitteln, die in deutschen Supermärkten das europäische Öko-Label beziehungsweise das staatliche Bio-Label tragen, stammen mindestens 95 Prozent der enthaltenen Zutaten landwirtschaftlichen Ursprungs aus ökologischem Landbau. Daneben gibt es die Labels der deutschen Bio-Anbauverbände, deren Standards meist noch deutlich strenger ausfallen. Formulierungen wie „aus kontrolliertem Anbau“ oder „aus umweltschonender Landwirtschaft“ sind hingegen nicht an Auflagen gekoppelt und sollen oft nur den Eindruck eines Bio-Lebensmittels erwecken.

Ressourcen schonen in der Küche – unsere Tipps für zuhause

Nicht nur zur „Earth Hour“ hilft bewusste Sparsamkeit dem Klima und dem Geldbeutel. Zu gut für die Tonne! gibt Tipps, wie kleine Handlungen im Alltag in der eigenen Küche dazu beitragen können, Ressourcen und unsere Umwelt zu schonen:

Eine möglichst restlose Verwertung von Lebensmitteln vermeidet Ressourcenverschwendung. Einen Spezialtipp zur Verwertung von Gemüseresten und vermeintlichen Gemüseabfällen bietet unsere letzte Pressemitteilung.
Saisonal und regional einkaufen und kochen – das ist nachhaltiger und oft auch günstiger. In vielen Supermärkten gibt es „regionale Ecken“.
Wenn die Einkäufe bereits nach Hause gebracht wurden, lässt sich bei ihrer Lagerung und Zubereitung noch Energie sparen. Nicht alles muss im Kühlschrank gelagert werden. Im Gegenteil: Viele Lebensmittel wie beispielsweise wasserhaltige Gemüsesorten wie Tomaten oder Gurken halten sich außerhalb des Kühlschranks länger.

Gerade geringe Lebensmittelmengen bis 500 Gramm erhitzt die Mikrowelle wesentlich schneller als Backofen oder Herd und verbraucht dabei deutlich weniger Energie. Am schnellsten geht es, wenn die Speise in einem flachen Gefäß gegart und zwischendurch umgerührt wird.

Pressekontakt:
Zu gut für die Tonne!
Telefon: +49 (0)228 996845-7340
kontakt@zugutfuerdietonne.de

Quelle: Zu gut für die Tonne

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