Beikost beim Baby richtig einführen 

Baby
Foto: Christian Hermann on Unsplash

Ab einem gewissen Alter ist es nun Zeit für den ersten Brei des Babys.

Die Einführung der Beikost ist ein wichtiges Thema, was auf alle Eltern in den ersten Lebensmonaten ihrer Babys zukommt. Ernährt wird das Kind jetzt nicht mehr nur noch von der Muttermilch, sondern bekommt zusätzlich auch festere Nahrung serviert und wird dabei schließlich auch mit zusätzlichen Nährstoffen versorgt, die für die Entwicklung und das Wachstum des Kindes wichtig sind.

Beikost soll dem Baby wichtige Nährstoffe, Kalorien und Vitamine bringen, denn irgendwann reicht die Muttermilch allein nicht mehr aus, um das Wachstum des Kindes voranzutreiben. Dennoch soll die Beikost das Stillen in den ersten Wochen nicht ersetzen, sondern als eine Art Ergänzung angesehen werden und das Abstillen Schritt für Schritt begleiten.

Es gibt viele verschiedene Varianten der Beikost, die ab einem gewissen Alter des Babys unterschiedlich gut geeignet sind – Obst, Gemüse, Fleisch, Getreide oder Milchbrei bieten viele Möglichkeiten den Geschmack des Kindes zu treffen, jedoch ist bei der Einführung der Beikost immer etwas Vorsicht geboten.

Schritt 1

In der ersten Woche sollte es nur püriertes Gemüse wie beispielsweise Möhre, Pastinake oder Brokkoli sein, anschließend kommt immer mehr hinzu. Dabei sind etwas kleinere Mengen schon ausreichend, zu jeder Mahlzeit sollte das Baby dann aber auch etwas trinken – das kann in den ersten Wochen weiterhin die Muttermilch sein. Schafft das Baby eine größere Portion kann auf die Gabe der Muttermilch zu der Nahrung schließlich verzichtet werden. In der zweiten Woche kann der Brei schon mit Kartoffeln und die Säuglingsnahrung mit Fetten angereichert werden, in Woche drei schließlich mit Fleisch oder Fisch. Wer den Brei selbst herstellt, sollte unbedingt auf Zucker, Salz oder andere Gewürze verzichten und den Brei immer möglichst frisch zubereiten.

Schritt 2

Wenn Schritt 1 funktioniert, kann schließlich auch die Muttermilch am Abend ersetzt werden, und zwar durch einen Milch-Getreide-Brei. Dieser versorgt das Baby mit Kohlenhydraten, Eiweiß und Calcium und ist wichtig für ein gesundes Wachstum. Wer den Brei auch hier selber herstellt, sollte auf babygerechtes Getreide wie Hafer, Dinkel oder Weizen setzen, um den kleinen Bauch nicht zu überfordern. Als Milch kann hier die Muttermilch eingemischt oder auch Folgemilch verwendet werden.

Schritt 3

Schließlich kann die dritte Mahlzeit bei dem Baby eingeführt werden, welche die Milch am Nachmittag ersetzt – das geschieht dann mit einem milchfreien Getreide-Obst-Brei. Diese liefern dem Baby alle wichtigen Vitamine und auch Eisen. Gut verträglich sind Birne, Apfel, Pfirsich, Nektarinen oder Bananen. Aber Achtung: Diese sollten nicht zu oft auf dem Speiseplan stehen, denn sie wirken leicht verstopfend und enthalten viel Zucker. Zudem ist es unheimlich wichtig nun auch auf Getränke zu jeder Mahlzeit zu setzen. Das kann einfach Wasser sein, aber auch ungesüßte Tees oder Fruchtsaftschorlen kommen bei den Kleinen immer gut an.

Natürlich kann es auch zu Schwierigkeiten oder unerwünschten Reaktionen beim Füttern kommen – das ist aber vollkommen normal und ist von Kind zu Kind unterschiedlich stark ausgeprägt. Besonders in den ersten Tagen kann es beispielsweise zu Verstopfung bei Babys mit Einführung der Beikost kommen, da das Kind nicht an feste Nahrung gewöhnt ist. Hier sollte schließlich auf verdauungsfördernde Lebensmittel und Säfte wie beispielsweise Birne, Apfel oder Pflaume gesetzt werden.

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