Gesunde Ernährung für eine gesunde Psyche?

Angst
Foto: Kat Jayne von Pexels

Gibt es das? Einen Zusammenhang zwischen gesunder Ernährung und psychischer Gesundheit? Kann die Ernährung gar Depressionen beeinflussen?

Dass es einen engen Zusammenhang zwischen Ernährung und dem seelischen Befinden gibt, zeigt sich eindeutig beispielsweise beim Thema Essstörung oder auch bei starker Adipositas, wenn Menschen unter ihrem körperlichen Erscheinungsbild und mangelnder Beweglichkeit und Fitness leiden. So entsteht rasch ein Kreislauf, denn die Betroffenen ziehen sich wegen der mangelnden Akzeptanz in der Öffentlichkeit und im Familien- und Freundeskreis zurück. Die Isolation kann dann wiederum den Hang zu übermäßiger Essensaufnahme steigern.

Über ein Fünftel besonders junger Menschen im Alter zwischen 11 bis 17 Jahren und hierbei vornehmlich Mädchen beschäftigen sich in Deutschland übermäßig mit Essen, Diätplänen und der eigenen Figur. Zu den klassischen Krankheitsbildern gehören Magersucht, Ess-/Brechsucht (Bulimie) und die Binge-Eating-Störung, die soziale und psychische Beeinträchtigungen zur Folge haben.

Neben diesen unmittelbaren Zusammenhängen zwischen Ernährung und Psyche bei extremem Unter- oder Übergewicht findet die Beschäftigung mit der Beziehung zwischen Ernährung und Depressionen unabhängig von auffälligem körperlichem Erscheinungsbild in der Ernährungswissenschaft wie in der Psychologie zunehmend an Bedeutung.

Depression: Volkskrankheit Nummer eins nach dem Herzinfarkt

Die WHO geht davon aus, dass weltweit ca. 322 Millionen Menschen von Depressionen betroffen sind ( WHO , 2017). Das wären mehr als 4,4 % der Weltbevölkerung und 18 % Prozent mehr als zehn Jahre zuvor.

Die Deutsche Depressionshilfe hierzu: „Depressionen gehören zu den häufigsten und hinsichtlich ihrer Schwere am meisten unterschätzten Erkrankungen. Insgesamt sind 8,2 %, d. h. 5,3 Mio. der erwachsenen Deutschen (18 – 79 Jahre) im Laufe eines Jahres an einer unipolaren oder anhaltenden depressiven Störung erkrankt (Jacobi et al., 2016*). Diese Zahl erhöht sich noch einmal um Kinder und Jugendliche und Menschen über 79 Jahre, die in dieser Studie nicht erfasst sind, aber ebenfalls an Depression erkranken können.“

Depressionen sind häufig mit Ängsten verbunden und beide bedingen sich meist gegenseitig. Beispiele sind Angst vor Menschenmassen, Platzangst, Angst vor Ablehnung, soziale Angststörung, Verlustangst usw. Über die verschiedenen Formen von Ängsten finden sich zahlreiche Hintergrundinformationen auf der Webseite angst-verstehen.de, auf der u.a. das gleichnamige eBook „Angst verstehen“ vorgestellt wird.

Die Rolle der Ernährung

Seit Jahren wächst die Zahl der Menschen, die an Depressionen erkranken. Dass dabei Ernährungsfragen eine Rolle spielen könnten, wird erst allmählich erforscht und durch eine zunehmende Zahl von Studien bestätigt. In einer Studie von Prof. Felice Jacka, von der Deakin Universität in Geelong, Australien, gelang der Beweis, dass eine Ernährungstherapie Depression nicht nur lindern, sondern sogar teilweise heilen kann.

Im Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen scheint es sich ähnlich wie bei herkömmlichen körperlichen Erkrankungen und Gebrechen zu verhalten. So birgt insbesondere eine Ernährung mit überwiegend verarbeiteten Nahrungsmitteln ein erhöhtes Risiko, an Depression zu erkranken. Hier mangelt es oft an lebenswichtigen und für das Gehirn essentiellen Nährstoffen. Auf dem Blog selfapy.de finden sich über diesen Zusammenhang eine Vielzahl an weiteren Hinweisen.

Es genügt jedoch bereits, sich an eine einfache Faustregel zu halten, die auch körperlicher Gesundheit äußerst förderlich ist:

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