So schützen Sie sich vor gefährlicher Borreliose durch Zeckenbiss

Zeckenbiss, Borreliose
Foto: Erik Karits auf Pixabay

In diesem Jahr ist die Gefahr besonders hoch, sich mit Borreliose zu infizieren. Nach einem Zeckenbiss sollte man deshalb schnell handeln.

Der Herbst lockt Spaziergänger und Pilzsammler nach draußen – das heißt: Hochsaison für Zecken. In diesem Jahr ist die Gefahr für einen Zeckenbiss besonders hoch. Denn aufgrund der milden Temperaturen im vergangenen Winter gibt es aktuell besonders viele Tiere, warnen Zeckenforscher. Viele Zecken tragen die Erreger der gefährlichen Borreliose in sich. Wie man sich wirksam schützt, erklärt das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“.

Zecken übertragen neben der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) vor allem die Borreliose, auch Lyme-Borreliose genannt. Diese wird durch Bakterien der Art Borrelia burgdorferi hervorrgerufen und ist hierzulande die am häufigsten durch Zecken übertragene Krankheit. „In Deutschland tragen zwischen zehn und 25 Prozent aller Zecken die Erreger in sich“, erklärt Martin Pfeffer, Professor für Epidemologie am Institut für Tierhygiene und Öffentliches Veterinärwesen der Universität Leipzig.

Das Tückische an der Borreliose: Sie kann mehrere Organe treffen – die Haut, das Nervensystem, die Gelenke, sehr selten das Herz – und somit verschiedene Symptome hervorrufen. In fast 90 Prozent der Fälle zeigt sich eine Borreliose jedoch auf der Haut – als sogenannte Wanderröte. Dann sollte man sofort zum Arzt gehen. Ebenso, wenn nach dem Zeckenstich Beschwerden wie Fieber, Muskel- oder Kopfschmerzen auftreten.

Zecken brauchen Stunden, um Borrelien zu übertragen

Der beste Präventivschutz vor einer Borreliose-Infektion: Zecken meiden. Zum Beispiel, indem man beim Wandern auf den Waldwegen bleibt und sich von Gras, Gebüsch oder Unterholz fernhält. Hat sich doch eine Zecke festgebissen, sollte sie rasch entfernt werden. Das verringert das Ansteckungsrisiko erheblich. Denn Zecken brauchen viele Stunden, um Borrelien zu übertragen. Wichtig beim Lösen: nicht den Hinterleib des Tieres quetschen. Sonst drückt man mögliche Borrelien in die Wunde hinein. Zum Entfernen sollte eine Pinzette dicht auf der Haut an die Zecke herangeführt werden. Dann sollte man mit der Pinzette die Zecke an ihren Mundwerkzeugen fest umschließen und die Zecke langsam gerade nach oben herausziehen.

Quelle: Wort & Bild Verlag – Gesundheitsmeldungen, übermittelt durch news aktuell

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