Die süße Schwester des Apfels: Birne

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Sie ist eine Dame von Welt. Und auch wenn sie in der Modewelt nie mit Modelmaßen auftrumpfen könnte, ist sie immer en vogue.

Es sind ja bekanntlich die inneren Werte auf die es ankommt und davon hat die Birne jede Menge. Gemeinsam mit der Pflaume bildet sie übrigens ein kulinarisch aufregendes Duett!
 
Kann man Äpfel mit Birnen vergleichen? Selbst wenn man es der Redewendung nach nicht tun sollte – man kann. In gewisser Hinsicht zumindest. Denn obwohl Äpfel und Birnen figürlich grundverschieden sind, sind sie verwandt und stammen beide aus der Familie der Rosengewächse. Sie werden sogar in denselben Regionen angebaut – nur eben flächenmäßig in unterschiedlicher Dimension. Äpfel wachsen in Deutschland auf etwa 34.000 Hektar, einer Fläche so groß wie Mallorca. Birnen dagegen nur auf rund 2.000 Hektar, was der Größe von Hiddensee entspricht.

Obwohl die Birne durch das Zusammenspiel von weniger Säure und mehr Zucker süßer als der Apfel schmeckt, ist doch der runde Verwandte der Birne das erklärte Lieblingsobst der Deutschen. Birnen landen im Beliebtheitsranking, mit einem Verbrauch von rund 2 Kilo pro Kopf und Jahr, allerdings nicht weit dahinter auf Rang acht. (Quelle: AMI-Analyse auf Basis des GfK-Haushaltspanels/Statistisches Bundesamt)

Birnenförmig war in und ist in!

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Allen Birnen gemein ist, dass sie Namen von schlichter Eleganz tragen. So heißen sie beispielsweise Alexander Lucas, Williams Christ, Xenia, Clapps Liebling, Abate Fetal, Gute Luise, Köstliche aus Charneux, Conference oder, oder, oder. Die butterzarten Früchte mit Geschmacksaromen von süß bis angenehm säuerlich stammen vermutlich aus dem Kaukasus und Anatolien und waren bereits in der Antike hochgeschätzt. So zum Beispiel bei Homer, der sie als „balsamische Frucht“ in seinen Hymnen verehrte.

Im 17. Jahrhundert avancierten sie unter dem Namen „Pyrus“ geradezu zur Modefrucht bei Hofe. Selbst einer der bekanntesten Klassiker unter den Birnen-Gerichten, die Birne Helene, hat einen erlesenen Ursprung. Das Gericht – bestehend ganz schlicht aus gekochter Birne mit Schokoladensauce – wurde nämlich eigens zur Aufführung der Operette „Die schöne Helena“ von Jacques Offenbach im Jahr 1864 kreiert.

Der Herbst wird köstlich – mit saisonalen Birnensorten

Die Birne ist nicht nur eine sehr leckere und edle Frucht, sondern derzeit erntefrisch aus heimischem Anbau erhältlich. Rund 43.000 Tonnen* wurden im vergangenen Jahr in Deutschland geerntet. Zur Auswahl stehen dabei Sommer-, Herbst- und Wintersorten, die zwischen Juli und Dezember geerntet werden. Die bekanntesten und beliebtesten deutschen Birnen sind:

Alexander Lucas ist eine große, saftig-süße Birnensorte mit butterweichem, hellgelbem Fruchtfleisch und lässt sich gut lagern. Sie wird in Deutschland besonders häufig angebaut und ist nicht nur ein perfekter Snack für unterwegs, sondern universell küchentauglich.

Williams Christ ist die vermutlich beliebteste Birne in Deutschland. Sie hat große Früchte, die typische Birnenform und ist sehr saftig. Dabei hat sie einen intensiven Geschmack und eignet sich perfekt für einen wunderbaren Birnenkuchen oder eine köstliche Marmelade und natürlich den gleichnamigen Obstbrand.

Conference-Birnen sind flaschenförmig, mittelgroß und haben ein würziges Aroma. Sie können sowohl knackig, wie auch saftig-süß schmecken. Bei guter Lagerung sind sie bis in den Winter hinein haltbar.

Xenia ist eine exklusive Clubsorte für Liebhaber von grünen festen bis gelblich zart schmelzenden Birnen. Sie hat einen zuckersüßen Geschmack und erweist sich als äußerst lagerfähig und qualitativ stabil. Mit diesen sinnlichen Eigenschaften erfreut sich Xenia einer rasch wachsenden Beliebtheit in Deutschland.

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Die Birne in der Küche

Feine Aromen, große Sortenvielfalt und hoher Ballaststoffanteil für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl: Birnen sind wahre Alleskönner und in der Herbstküche hochwillkommen. Denn die gesunden Früchte eignen sich nicht nur für Kuchen und Desserts, sondern sind auch ein wunderbarer Begleiter von herzhaften Gerichten. Ob traditionell zu Bohnen und Speck, raffiniert in Kombination mit Fisch, Geflügel und Wild oder in knackigen Salaten zum Beispiel einem köstlichen Pairing mit Pflaumen und Schoko-Nuss-Crunch.

Einkauf & Lagerung

Frische Birnen erkennt man beim Einkauf an ihrer festen Schale und einem angenehmen Duft. Trotz ihrer Verwandtschaft sollte man das Obst nicht zusammen mit Äpfeln aufbewahren, da die Birnen durch das Ethylengas der Äpfel schneller reifen. Birnen mögen es gerne dunkel und kühl. Daher ist der Kühlschrank der ideale Ort zur Aufbewahrung.

Während Sommer- und Frühherbstbirnen wie Gute Luise, Gellerts Butterbirne oder Williams Christ nur eine kurze Lagerzeit haben, halten sich Herbst- und Winterbirnen wie Alexander Lucas oder Conference bei kühler Lagerung bis zu zwei Monate.

Tipp: Das Kernobst lässt sich auch perfekt zu Chutney, Kompott oder Mus verarbeiten und schmeckt eingeweckt sogar das ganze Jahr.

Power

Eine Birne hat viele Vorzüge. Sie enthält Karotin, B-Vitamine, Vitamin C, Kalium, dazu Magnesium, Kalzium, Eisen, Zink, Kupfer und Jod – und viele wertvolle Ballaststoffe. Das sättigt und macht sie zur idealen Zwischenmahlzeit. Da die meisten Vitamine – wie beim Apfel – unter der Schale sitzen, sollten Birnen am besten ungeschält gegessen werden.

Tipp: Da Birnen säureärmer als Äpfel und deshalb gut verträglich sind und zudem einen hohen Ballaststoffgehalt haben, können sie die Verdauung in Schwung bringen.

Pflaumen-Birnensalat mit Schoko-Nuss-Crunch

Quelle: BVEO

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