Weniger Abfall in zehn Schritten

Auf jeden Bundesbürger entfallen rund 455kg Haushaltsmüll pro Jahr. Ein vierköpfiger Haushalt kommt auf fast 2.000kg – das Gewicht eines Mittelklassewagens.

Anlässlich der Europäischen Woche der Abfallvermeidung, die in diesem Jahr vom 20. bis 29. November stattfindet, hat die VERBRAUCHER INITIATIVE einen Leitfaden zur Abfallvermeidung zusammen-gestellt, der für jeden Haushalt funktioniert.

„Jedes weggeworfene Lebensmittel hat das Klima unnötig belastet, jede vermeidbare Verpackung Ressourcen verschwendet“, sagt Miriam Bätzing von der VERBRAUCHER INITIATIVE. „Der folgende Leitfaden hilft dabei, Abfall gar nicht erst entstehen zu lassen“, so die Fachreferentin. Am effektivsten sei es, nicht alles auf einmal umsetzen zu wollen, sondern mit einem Punkt anzufangen. Nach und nach könnten dann weitere Punkte in den Alltag integriert werden.

Leitfaden Abfall meiden

  1. Vermeiden Sie Lebensmittelabfälle indem Sie Mahlzeiten im Vorfeld planen, bedarfsorientiert einkaufen und Vorräte regelmäßig kontrollieren, verwerten oder ggf. weitergeben. Kochen Sie öfter selbst mit frischen Zutaten.
  2. Kaufen Sie generell so verpackungsfrei wie möglich. Als Faustregel gilt: unverpackt vor Mehrweg vor Einweg. Wenn verpackt, setzen Sie auf recyceltes bzw. recycelbares Mono- statt Verbundmaterial und bevorzugen Sie Großgebinde und Nachfüllpacks gegenüber Einzelverpackungen.
  3. Verzichten Sie beim Einkauf auf Plastik- und Papiertüten und nutzen Sie wiederverwendbare Tragehilfen. Haben Sie am besten immer eine dabei.
  4. Geben Sie (Um-)Verpackungen direkt an Ihren Händler zurück. Gemäß Verpackungsgesetz ist er zur Rücknahme verpflichtet. Teilen Sie Herstellern mit, dass Sie weniger Plastikverpackung wünschen, z. B. über die App „ReplacePlastic“. So senden Sie wichtige Signale und erhöhen den Druck, bessere Verpackungslösungen zu entwickeln.
  5. Nutzen Sie unterwegs Trinkbehälter zum Nachfüllen und lassen Sie sich To-go-Mahlzeiten und Snacks in eigens mitgebrachte Lunchboxen oder -Tüten einpacken. Führen Sie immer ein geeignetes Behältnis mit sich.
  6. Ersetzen Sie Einweg-Haushaltshelfer wie Strohhalme, Küchenrolle, Alu- und Frischhaltefolie, Papierservietten und Plastik-Schwämme nach und nach durch wiederverwendbare Alternativen. Die Auswahl ist mittlerweile groß.
  7. Versuchen Sie, Einzel- zu Sammelbestellungen zusammenzulegen. Das spart Verpackungen und Lieferwege. Versandkartons können Sie mehrfach benutzen.
  8. Schützen Sie sich vor unerwünschter Post-Reklame, indem Sie sich auf der sogenannten Robinsonliste (www.robinsonliste.de) registrieren und „Keine Werbung“-Aufkleber am Briefkasten anbringen (rechtlich übrigens bindend).
  9. Ziehen Sie aufladbare Akkubetriebene Geräte batteriebetriebenen vor.
  10. Konsumieren Sie im Alltag maßvoller und bewusster. Machen Sie Langlebigkeit und Reparierbarkeit zum Kaufkriterium: Qualitativ hochwertige Produkte müssen weniger oft ersetzt werden. Reparieren, Mieten, Leihen, Teilen, Tauschen und Gebrauchtkäufe können Neukäufe ersetzen.

Quelle: VERBRAUCHER INITIATIVE

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