Pastinake – wiederentdeckte Superwurzel

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Ganz anders als Rosenkohl sind Pastinaken bei Erwachsenen und Kindern gleichermaßen beliebt. Die helle Wurzel, die zu den Doldenblütern gehört, schmeckt recht süßlich und ist besonders mangenfreundlich, weswegen man sie gerne für Baby-Brei verwendet. Wer sie aber nur weichgekocht und püriert kennt, der verpasst so einiges.

Altes, neues Trendgemüse
 
Pastinaken sind zurück auf den deutschen Tellern, nachdem sie zuvor viele Jahre eher eine große Ausnahme waren. Aber das war nicht immer so. Bevor Kartoffeln aus den USA nach Europa kamen und hier zum beliebten und leicht anzubauenden Allrounder wurden, war die Pastinake das Trendgemüse. Und auch, wenn sie den Beinamen „Germanenwurzel“ trägt, ist sie in Frankreich, England und den USA (noch) viel bekannter als in Deutschland.
 
Power
 
Pastinaken punkten mit einem hohen Gehalt von Kohlehydraten und sorgen so für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl. Kalium, Vitamin C und ätherische Öle runden die positiven Eigenschaften des Gemüses ab. Außerdem sind Pastinaken besonders magenfreundlich – dazu wird ihnen eine leicht antibakterielle Wirkung nachgesagt.

Einkauf

Je kleiner die Pastinake, desto feiner ihr Geschmack. Beim Einkauf sollte man außerdem auf eine unversehrte Schale achten. Das Grün sollte, wenn vorhanden, saftig, frisch und grün aussehen.

Lagerung

Pastinaken lagert man am besten im Gemüsefach des Kühlschranks, die Lagerzeit kann optimiert werden, wenn man sie in ein feuchtes Tuch einschlägt. Vor der Lagerung nicht waschen. Sollte sich noch Erde an der Wurzel befinden, dann diese nur vorsichtig abbürsten. Wer Pastinaken einfrieren möchte, der sollte sie vorher kleinschneiden und 1-2 Minuten in kochendem Wasser blanchieren. Dann hält sie sich gefroren rund ein Jahr.

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Zubereitung

Die Zubereitungsarten für Pastinaken sind vielfältig. Sie können klassisch gekocht und in Eintopf oder Suppe als würziges Gemüse verwendet werden. Lecker sind sie auch im Püree, Auflauf oder roh als Gemüse-Sticks. Die Pastinake steht anderen Gemüsesorten und ihrer früheren „Konkurrentin“ der Kartoffel in nichts nach. Vor dem Verzehr sollte man sie schälen und das Grün entfernen. Dann lässt sie sich toll mit anderen Gemüsesorten kombinieren, schmeckt aber auch roh im Salat mit einem fruchtigen Dressing.

Geschmack

Wer erwarten würde, dass Pastinaken aufgrund der ähnlichen Erscheinungsform wie Karotten schmecken, der wird sein Geschmackswunder erleben, wenn er zum ersten Mal eine Pastinake kostet. Sie schmeckt leicht süßlich, angenehm würzig und leicht nussig – teilweise auch herb.

Übrigens: Die Ähnlichkeit zur Petersilienwurzel ist keineswegs von der Hand zu weisen. Unter Botanikern gilt Pastinake sogar als Kreuzung aus Karotte und Petersilie.

Quelle: BVEO

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