Hanf in den Speiseplan integrieren

Ein paar Spritzer CBD Öl verfeinern viele schmackhafte Soßen. Foto: pixabay

Anwendung & Dosierung vereinfachen.

Die Hanfpflanze (Cannabis) ist eine Nutzpflanze, welche der Menschheit seit tausenden von Jahren vorzügliche Dienste leistet. Beinhaltet sie doch mehr als hundert verschiedene Wirkstoffe, von denen Mensch und Tier profitieren können. Die alten Chinesen pressten aus den Samen wohlschmeckende und gesundheitsfördernde Öle.

In Indien fand sie früh Eingang in die Naturheilkunde Ayurveda und die Ägypter schafften entlang des Nils grüne Paradiese, wo heute nur noch endlose Wüste das Leben beeinträchtigt. In Europa waren Hanfextrakte hauptsächlicher Bestandteil von Schmerzmitteln, ehe Aspirin seinen Siegeszug antrat. Und so ist es schade, dass aufgrund eines Wirkstoffes, dem psychoaktiven THC (Tetrahydrocannabinol), die Pflanze in weiten Teilen der westlichen Welt in Verruf geriet und in vielen Staaten auf dem Index landete.

Doch seit einiger Zeit macht ein anderer Wirkstoff der Hanfpflanze auf sich aufmerksam. Cannabidiol (CBD) heißt das inzwischen nicht mehr ganz so neue Wundermittel, welches seine Anwendungen in der schmerztherapeutischen Behandlung findet. Zudem senkt es den Stresslevel. Die Substanz CBD hat den Ruf eines Superfoods und deshalb fragen sich viele, ob CBD in extrahierter Form nicht den eigenen Speiseplan verfeinern kann.

Welche Formen von CBD sind für die Küche geeignet?

Im Gegensatz zur Schwestersubstanz THC unterliegt der Wirkstoff außer in Form von Blüten keinerlei rechtlichen Einschränkungen und bleibt absolut rauschfrei. In der Regel kann er als CBD Öl in diversen Online-Shops erworben werden. Aber auch CBD Kristalle werden nachgefragt, liegt dabei der Wirkstoff mit einem Gehalt von annähernd 100 % in seiner reinsten Form vor. Zudem wird CBD noch in Cremes und Salben in der Kosmetik verarbeitet. Tabletten dienen ausschließlich medizinischen Zwecken.

Für die Kulinarik sind somit das Öl und die Kristalle am besten geeignet. Dabei gibt es unzählige Anwendungsgebiete, mit denen das oft umständliche Beträufeln der Zunge vermieden werden kann. Erfahrene Köche nutzen Hanföl als Trägeröl. Dieses ist eines der gesündesten Speiseöle überhaupt. Weist es doch für die Ernährung so wichtige Substanzen wie die mehrfach ungesättigten Fettsäuren auf. Insbesondere sind die essenziellen Omega-3 und Omega-6 Säuren anzuführen, welche vom Körper nicht gebildet werden können und somit über die Nahrung zuzuführen sind. Wer also eine Flasche Hanföl mit der für ihn entsprechenden Dosis CBD Öl impft, ist auf der sicheren Seite und kann die wohltuenden Effekte in vielen Speisen genießen.

CBD Öl oder Kristalle?

Grundsätzlich löst sich CBD leicht in Fett. Kokosfett erweist sich dabei wegen seiner hohen Absorptionsfähigkeit gegenüber Cannabinoiden als überaus wirksam. Als Öl besitzt CBD einen etwas strengen Eigengeschmack. Deshalb ist es ratsam, diese Form von CBD mit Nahrungsmitteln zu kombinieren, welche über eigene starke Aromen verfügen. Hierzu bieten sich Suppen und Salatdressings an. Soßen wie Pesto oder auf Basis italienischer Kräuter, besonders in Verbindung mit Knoblauch, erhalten den finalen Touch.

Auch schwere Rahmsoßen in Kombination mit Tomate oder Champignons eignen sich vorzüglich dazu, um CBD Öl in der Küche zum Einsatz zu bringen. Und da ist natürlich noch die asiatische und die mexikanische Küche mit ihren etwas schärferen Grundkomponenten. In Verbindung mit Chili oder Curry verschwindet der bittere Eigengeschmack des CBD Öls in seiner Gänze.

Keks
Im Keks lässt sich CBD besonders gut dosieren und praktisch anwenden! Foto: Mandy Fontana auf Pixabay

Grundsätzlich eignen sich die Kristalle daher für viele Speisen besser, sind sie doch höher konzentriert und ohne ausgeprägten Eigengeschmack. Dabei ist allerdings die Dosierung etwas schwieriger zu bewältigen als mit der Tropfenflasche des Öls. Mit etwas Erfahrung fühlen sich die Kristalle dann aber in Süß- und Nachspeisen wohl. Puddings, Kuchen und Backwaren entdecken mit ihnen ihre Vollendung.

Praktisch kommen Kekse daher. Sie vereinfachen vor allem die Dosierung und ältere Menschen profitieren davon besonders. Mit der richtigen Dosis hilft ein Keks zum Frühstückskaffee über den Tag und sorgt nachts für einen schmerzfreien und erholsamen Schlaf.

CBD Öl nicht zu sehr erhitzen

Um die optimale individuelle Dosierung herauszufinden, sollte wie bei normalen Gewürzen vorgegangen werden. Lieber mit einer geringen Dosis beginnen und dann langsam steigern.

Als letzter Tipp sei angeführt, dass CBD Öl zum Frittieren und Anbraten nicht geeignet ist. Es verhält sich dabei wie Olivenöl und die Wirkstoffe verbrennen. Deshalb empfiehlt es sich, das Öl erst zum Ende des Kochvorgangs hin beizumengen.

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