Naschen für Kinder erlaubt, aber mit Maß!

Egal, ob Gummibärchen, Bonbons oder Schokolade: Süßigkeiten zählen bei den meisten Kindern zu den Lieblingssnacks. Kein Wunder – denn die Geschmacksvorliebe für Süßes liegt den Menschen in den Genen.

Damit es aber nicht zu viel wird, behalten viele Eltern den Süßigkeitenkonsum ihrer Kinder im Blick und fragen sich: Wie viel Süßes am Tag kann und darf ich erlauben? „Dafür gibt es ein paar wertvolle Hilfestellungen, die Eltern im Alltag einfach und praktisch umsetzen können“, sagt Dr. Annette Neubert, Ernährungswissenschaftlerin im Nestlé Ernährungsstudio.

Die richtige Portion für die kleinen Naschkatzen

„Nicht mehr als zehn Prozent der täglichen Energiezufuhr sollten die Kleinen über Extras wie Süßigkeiten, Gebäck oder zuckerhaltige Limonaden aufnehmen. Bei 4- bis 14-Jährigen sind das je nach Alter zwischen 125‑240 Kilokalorien“, erklärt Dr. Annette Neubert. „Auch bei einer ausgewogenen Kinderernährung haben Süßigkeiten somit einen Platz. Eine gute Orientierung bieten wie so oft Ernährungspyramiden.“

Die Basis vieler Ernährungspyramiden bilden kalorienarme und kalorienfreie Getränke wie Mineralwasser, ungesüßte Tees oder dünne Saftschorlen. Darauf folgen mit abnehmender Verzehrmenge Gemüse und Obst, Getreideprodukte, Milchprodukte, Fleisch, Fisch und Eier sowie Fette und Öle. Ganz oben an der Spitze, quasi als Sahnehäubchen, steht eine Portion für Süßigkeiten, salzige Snacks oder zuckerhaltige Getränke. Maßvolles Naschen, zum Beispiel eine „Kinderhandvoll“ Gummibärchen oder einen Riegel Schokolade, können Eltern also erlauben. Werden die kleinen Extras zu den Mahlzeiten verzehrt, verderben sie nicht den Appetit und schädigen auch nicht zusätzlich die Zähne.

Portionsbeispiele für einen Tag

Lebensmittel Portionsgröße Kilokalorien (kcal)
Gummibärchen 1 Handvoll ca. 30 g 60
Doppelkeks 17 g 82
Schokolade 1 Riegel, 17 g 90
Fruchteis 75 g 100
Nuss-Nougat-Creme 15 g 80
Obstkuchen Kleines Stück, 75 g 170
Limonade 1 Glas, 200 ml 74
Apfelsaft 1 Glas, 200 ml 96

Hinweis: Vermeintliche Zuckeralternativen, wie Ahornsirup, Honig, Kokosblütenzucker oder Agavendicksaft, gelten zwar als natürlicher, jedoch enthalten auch sie hauptsächlich Zucker und sollten daher ebenfalls eher sparsam verwendet werden.

Tipps für den richtigen Umgang mit Süßigkeiten und Snacks

„Eltern können gemeinsam mit ihren Kindern die Menge an Süßigkeiten vereinbaren, die sie essen dürfen. So lernen die Kleinen, sich die süßen Extras selbst einzuteilen, diese bewusster zu genießen und auch mit kleineren Mengen zufrieden zu sein“, verrät Dr. Annette Neubert. Eine Naschbox oder ähnliches, aus der zu festen Zeiten etwas ausgesucht werden darf, kann dabei unterstützen. Verbote sind hingegen eher tabu, weil sie die Süßigkeiten nur interessanter machen. Auch bekannte Sprüche, wie „Erst etwas Gesundes oder Vernünftiges, dann etwas Süßes“, wirken kontraproduktiv. Denn sie werten die Süßigkeit auf und das andere Lebensmittel, zum Beispiel Gemüse, ab.

Besonderheit: Süßungsmittel in der Kinderernährung

Anders als Zucker liefern Süßstoffe keine Kalorien und schädigen nicht die Zähne. Doch auch hier gilt es, vorsichtig zu genießen: Denn Süßstoffe süßen Lebensmittel viel stärker. Werden sie häufig verzehrt, können sich die Kinder, wie auch Erwachsene, an den süßeren Geschmack gewöhnen. Des Weiteren tragen Süßstoffe nicht zur Sättigung bei und steigern womöglich das Verlangen nach Süßem. Anstelle von Süßungsmitteln sollten Speisen für Kinder, wenn überhaupt, nur mit wenig Zucker oder Fruchtmus gesüßt werden.

Quelle: Nestlé Deutschland AG

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