Schneidebrett – das Gegenstück zum Küchenmesser

Küche, Kochen, Schneidebrett
Foto: Werner Heiber auf Pixabay

Aller guten Dinge sind mindestens zwei.

Gemüse putzen, Obst schneiden, Kräuter hacken, Fleisch schnetzeln, Fisch filetieren und Brot schneiden – und das alles auf ein und demselben Schneidebrett? Hoffentlich nicht … Aber welche und wie viele Schneidebretter braucht man? Es gibt eine große Auswahl an verschiedenen Schneidebrettern, die alle ihre Vorzüge und Nachteile haben. Generell muss ein Schneidebrett hygienisch sein, rutschfest, gut zu reinigen und das Küchenmesser schonen. Optik oder Haptik sind eher zweitrangig. Folgende Materialien stehen zur Auswahl:

Holz – zum Beispiel Ahorn, Buche, Eiche, Olive oder auch tropische Hölzer, etwa Bambus. Besonders widerstandsfähig sind solche, die aus Stirnholz verleimt sind; schön anzusehen und Messer schonend. Dennoch schneidet man mit der Zeit Kerben ins Holz, in denen sich Keime vermehren können, zumal die Bretter nicht spülmaschinenfest sind. Bei trockenen Lebensmitteln wie Brot und Backwaren dürfte das aber kein Thema sein. Dennoch sollte man die Bretter nach jedem Gebrauch gründlich von Hand reinigen: mit heißem Wasser, Bürste und Spülmittel abschrubben, gut abspülen und trocknen lassen.

Kunststoff – Schneidebretter aus Kunststoff haben den Vorteil, dass sie spülmaschinenfest sind. Auch die Handreinigung ist unproblematisch. Nässe schadet Kunststoff generell nicht, weswegen diese Bretter besonders geeignet sind für das Schneiden von Obst, Gemüse, aber auch Fleisch und Fisch. Kunststoffbretter sind preiswert, in verschiedenen Farben erhältlich und ebenso Messer schonend wie Holzbretter. Wenn sie allerdings sehr zerkratzt sind, sollten sie ersetzt werden.

Glas – Schneidebretter aus Glas sind in puncto Hygiene unschlagbar. Ihre porenfreie Oberfläche ist so hart, dass sie von einer Messerklinge nicht beschädigt wird; so finden Keime keine Kerben, in denen sie sich einnisten können. Auch die Reinigung ist unproblematisch. Ob von Hand oder in der Spülmaschine, es bleiben keine Gerüche oder unschöne Verfärbungen zurück. Glas verkürzt allerdings die Lebensdauer der Küchenmesser, da diese häufig nachgeschliffen werden müssen.

Stein – beispielsweise Marmor; hier gilt aufgrund der Härte das Gleiche wie bei Glas: Messer werden schnell stumpf. Überdies muss zumindest Marmor von Hand gespült werden, um ein Aufquellen in der Geschirrspülmaschine zu verhindern, was das Material porös werden ließe.

Fazit – zwei verschiedene Schneidebretter sind Pflicht. Eines ausschließlich für tierische Lebensmittel. Dieses Schneidebrett muss eine Saftrille haben. Ein weiteres für Gemüse und Obst. Auf diesem kann man auch Brot und Backwaren schneiden; selbstverständlich nach vorher gründlicher Reinigung. Die Kür wäre ein drittes Schneidebrett nur für trockene Lebensmittel.

Rüdiger Lobitz, BZfE

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