Gesunder Schlaf ist lebenswichtig – Tipps gegen Schlafstörungen

Schlaf
Foto: Andrea Piacquadio von Pexels

Der Mensch verbringt rund ein Drittel seiner Lebenszeit im Schlaf. Das klingt äußerst viel, denn bei einer durchschnittlichen Lebenszeit von 80 Jahren macht das 26,4 Jahre aus, die der Mensch damit verbringt, „nichts“ zu tun.

Bedauern kann man das nur, wenn man nicht begriffen hat, dass Schlaf auch eine Form des Lebens und der Lebenserhaltung ist. Im Schlaf erholen sich Herz-Kreislaufsystem, Muskulatur, Gehirn und Psyche. Gar manche Menschen wachen sogar am Morgen mit einer geniale Idee auf und lösen so Probleme im Schlaf. Es gibt viele berühmte Beispiele für solche Problemlösungen oder kreative Eingebungen in Wissenschaft, Technik und Kunst. So behauptet z. B. Paul McCartney die Melodie für das Lied „Yesterday“ sei ihm in einem kreativen Traum begegnet.

Schlafstörungen weit verbreitet

Umgekehrt gilt: wer unter zu wenig oder gestörtem Schlaf leidet, erfährt rasch gesundheitliche Beeinträchtigungen an Leib und Seele. Bei Schlafstörungen über einen längeren Zeitraum, kommt es zu dauerhaften Schädigungen.

Laut DAK-Gesundheitsreportleidet jeder zehnte Arbeitnehmer (9,4 Prozent) in Deutschland unter schweren Schlafstörungen (Insomnien) mit Ein- und Durchschlafstörungen, schlechter Schlafqualität, Tagesmüdigkeit und Erschöpfung. Frauen sind mit elf Prozent etwas häufiger betroffen als Männer (acht Prozent).“

Der Anteil der von Ein- und Durchschlafproblemen betroffenen 35- bis 65-jährigen Arbeitnehmer stieg seit 2010 um 66 Prozent an. Schwere Schlafstörungen nahmen laut dieser Untersuchung seit 2010 um 60 Prozent zu.

Schlaf und gesunder Lebensstil

In einer Untersuchung der Magazin-Flatrate Readly wurden insgesamt 7.379 Personen in Europa – davon 2.126 in Deutschland befragt, was sie für ihr gesundheitliches Wohlbefinden tun. Für 82 % der Befragten in Deutschland hat dieses einen hohen Stellenwert. Damit lagen sie im europäischen Vergleich mit Schweden auf Platz 2 hinter Italien (Nennung: 92 %). Die geringste Bedeutung misst die Bevölkerung in Großbritannien einem gesunden Lebensstil mit gerade einmal 47 % der Befragten bei.

Gesunde Ernährung und ein guter Schlaf bezeichnen die Deutschen zu 74 % bzw. 72 % für einen gesunden Lebensstil als unabdingbar. Sportliche Betätigung oder mentales Training spielen dagegen nur eine geringe Rolle.

Gesundheitsexperten raten schon lange zu einem Dreiklang von gesunder Ernährung, regelmäßiger Bewegung bzw. Sport und ausreichend Schlaf. Dies fördert unser Immunsystem und Stress und größere Gewichtsveränderungen sollten vermieden werden.

Viele Anregungen zur Förderung eines gesunden Schlafs liefern Tipps von Myprotein

  • Die innere Uhr: Gleichgewicht wieder herstellen
  • Stressbewältigung
  • Schlaf-Wach-Zyklus
  • Möglichst kein Arbeiten im Schlafzimmer
  • Mittagsschläfchen vermeiden
  • Verzicht auf Koffein ab nachmittags
  • Bewegung in Maßen und zur rechten Zeit
  • Die Zeit vor dem Schlafengehen

Ernährung bei Nacht-und Schichtarbeit

Rund 16 Prozent der Erwerbstätigen im Alter von 15 bis 64 Jahren arbeiten im Wechselschichtmodell. Dies betrifft zum Beispiel Pflegekräfte, medizinisches Personal, Beschäftigte in der Produktion oder Polizei- und Feuerwehrpersonal. Nachts zu arbeiten und gezwungenermaßen in dieser Zeit auch zu essen beansprucht den Körper sehr. Es widerspricht dem natürlichen Rhythmus und führt langfristig zu Folgeerkrankungen. Die DGE – Deutsche Gesellschaft für Ernährung bietet hierzu einen kostenlosen 12-seitigen Folder „Essen, wenn andere schlafen“ an und gibt darin Tipps für eine gesundheitsfördernde Verpflegung.

Schlaflosigkeit im Alter

Mediterrane Ernährung scheint laut einer Untersuchung der Harokopio Universität in Athen, an der über 1.600 Griechen im Alter von mindestens 65 Jahren teilnahmen, auch bei Schlaflosigkeit zu helfen. Diese Faktoren kennzeichnen traditionell die Mittelmeerkost:

Weibliche wie männliche Senioren, die sich überwiegend mediterran ernährten, schliefen nicht länger als ihre Altersgenossen, fanden jedoch abends leichter in den Schlaf, schnarchten weniger und erwachten seltener aus Atemnot oder mit Kopfschmerzen. Am Tag fühlten sie sich erholter und brauchten seltener ein Nickerchen zur Erholung.

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