Speckersatz selbstgemacht: mit Reispapier, Räuchertofu oder Kokoschips

Tofu
Foto: Devanath auf Pixabay

Speck gibt vielen Speisen das gewisse Etwas.

Wer sich überwiegend pflanzlich ernährt oder den Fleischkonsum reduzieren möchte, kann bisweilen seinen rauchigen und salzigen Geschmack vermissen. Schnell und einfach lässt sich ein Speckersatz selbst zubereiten, der dem Original mehr oder weniger nah kommt.

Wer zum Rührei „veganen Bacon“ essen möchte, kann zu Reispapier aus dem Asia-Laden greifen. Dafür werden je zwei Blätter von einer Seite mit Wasser befeuchtet und aufeinandergelegt. Mit einer Schere in Streifen schneiden und in eine Marinade aus geröstetem Sesamöl, Sojasoße, Senf, Tomatenmark, Ahornsirup, Rauchsalz, Knoblauchpulver und Paprikapulver (geräuchert) einlegen. Anschließend im Ofen knusprig backen. Die „Speckstreifen“ machen sich auch gut zu Bratkartoffeln und einem veganen Burger.

Räuchertofu ist eine weitere pflanzliche Alternative zu Speck, da er eine ähnliche Konsistenz und ein Raucharoma hat. Dafür wird er in sehr feine Würfel geschnitten und mit gehackter Zwiebel, etwas Salz und Paprikapulver (geräuchert) vermengt. In einer Pfanne mit Rapsöl kross und goldbraun anbraten, abkühlen und etwas ruhen lassen. Die „Speckwürfel“ können portionsweise verpackt und für einige Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Das schmeckt zu einem grünen Salat und als Belag für Pasta und Quiche.

Spaghetti carbonara kann mit rauchigem „Kokos-Bacon“ zubereitet werden: Kokoschips in eine Marinade aus Olivenöl, Sojasoße, Kokosblütensirup, einem Schuss Essig und geräucherter Paprika einlegen und im heißen Ofen knusprig backen. Auch Shiitake-Pilze können in manchen Gerichten den Speck ersetzen. Dazu werden sie in dünne Scheiben geschnitten, mit Olivenöl und Meersalz beträufelt und im Backofen gebacken. Sie sind fertig, wenn sie goldbraun, knusprig und auf die Hälfte eingeschrumpft sind.

Manche nutzen auch verschiedenes Gemüse, um den Speck im Gericht optisch zu imitieren. Da werden Auberginen in dünne Scheiben geschnitten, in eine Marinade aus Öl und Rauchsalz eingelegt und in der Pfanne angebraten. Ein Trend ist „Carrot Bacon“: Eine Möhre mit dem Sparschäler in dünne Streifen schneiden und in Olivenöl, Sesampaste, Paprikapulver, Agavendicksaft und etwas Salz marinieren. Im Backofen kross backen und zu Pfannkuchen, Spiegelei oder Risotto reichen.

Quelle: Heike Kreutz, www.bzfe.de

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