Evaluation des IN FORM Projekts „Optimierung der Verpflegung in Kita und Schule“

Verpflegungsangebot in Kita und Schule deutlich verbessert.

Essen und Trinken in Kita und Schule fördern Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit von Heranwachsenden und sind deshalb auch zentrales Thema von Ernährungsbildung. Zur Verbesserung der Gemeinschaftsverpflegung und Ernährungsbildung begleitete das Landeszentrum für Ernährung Baden-Württemberg 10 Caterer, 10 Kitas und 3 Grundschulen im IN FORM Projekt „Optimierung der Verpflegung in Kita und Schule“. Jetzt wurde das Projekt vom Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd wissenschaftlich auf Herz und Nieren geprüft – und für gut befunden.

„Es hat sich bestätigt: Gutes Essen und Trinken in Kita und Schule ist eine Gemeinschaftsaufgabe! Kommunikation, feste Ansprechpersonen und Vernetzung aller an der Verpflegung Beteiligten sind wichtige Erfolgsfaktoren. Der Beratungsbedarf im Bereich der Gemeinschaftsverpflegung und Ernährungsbildung ist groß“, fasst Prof. Dr. oec. troph. Petra Lührmann vom Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd die Ergebnisse zusammen.

„Schon nach zwei Coaching Einheiten konnte das Verpflegungsangebot deutlich verbessert werden, z.B. durch Einsatz von weniger Fleisch, Wurst und Kartoffelerzeugnissen und mehr Vollkornprodukten und Gemüse. Die Speisepläne wurden besser verständlich und die Allergenkennzeichnung besser. Es braucht aber meist ein gutes halbes Jahr, den Speiseplan und die damit verbundenen Abläufe und Kommunikationsprozesse für die Zertifizierung nach den Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) umzustellen“, so die Ernährungswissenschaftlerin.

Das IN FORM Projekt wurde im Sinne der Qualitätssicherung vom Kompetenzzentrum Gesundheitsförderung der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd unter Leitung von Prof. Dr. Petra Lührmann, Dr. Susanne Nowitzki-Grimm, Prof. Dr. Marlen Niederberger und M.Sc. Katja Schleicher umfassend evaluiert. Mit Hilfe eines neu entwickelten, dreistufigen online-Delphi-Verfahrens ist es den Expertinnen gelungen, die Erfahrungen der beteiligten Akteur*innen zu nutzen und daraus abgestimmte Handlungsempfehlungen für die weitere Optimierung der Verpflegung in Kitas und Schulen abzuleiten. Die Expert*innen sind sich einig: „Allen Kindern in Kita und Schule muss eine gesundheitsfördernde Verpflegung verpflichtend angeboten werden. Für die Umsetzung benötigen sowohl Caterer als auch Kitas und Schulen Unterstützung.“

„Die Auswertung hat bestätigt, dass das Landeszentrum für Ernährung insbesondere in den Bereichen Schulung, Weiterbildung, Prozessbegleitung sowie Aufklärung und Informationsbereitstellung wertvolle Unterstützung leisten kann“, erläutert Dr. Stefanie Gerlach, Leiterin des Landeszentrums für Ernährung. „Fehlende (zeitliche) Ressourcen in den Einrichtungen stellen die größte Barriere dar. Als Auftrag nehmen wir die Empfehlung der Expertinnengruppe mit, politische Entscheidungsträger stärker zu sensibilisieren, damit diese die nötigen strukturellen Rahmenbedingungen schaffen können“, so Gerlach.

Das IN FORM Projekt hatte zum Ziel, die Kommunikation bzw. Vernetzung zwischen allen Akteuren der Verpflegung zu verbessern. Zudem wurden Kitas und Schulen unterstützt, das Themenfeld Essen und Trinken zu stärken und in ihrer Einrichtung strukturell zu verankern sowie das Thema Verpflegung mit der Ernährungsbildung zu verknüpfen.

Gefördert wurde das Projekt durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) im Rahmen des Nationalen Aktionsplans IN FORM .

Kurzbericht der Projektevaluation und die Ergebnisbroschüre

Quelle: PH Schwäbisch Gmünd

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