Glasdesigner Kurt Josef Zalto: Neue Werteorientierung bei der Tischkultur

In den letzten anderthalb Jahren hat sich sowohl die Arbeitswelt als auch das Konsumverhalten vieler Menschen spürbar verändert.

Damit einhergehend ist auch die Wertschätzung für kulinarische Kulturgüter deutlich gestiegen. Menschen haben sich intensiver mit Lebensmitteln auseinandergesetzt, viel selbst gekocht und die Tischkultur im familiären Rahmen zelebriert. Diese neue Werteorientierung spüren auch Glasdesigner Kurt Josef Zalto und seine Partner bei Josephinenhütte. Die Nachfrage nach hochwertigen Weinen und mundgeblasenen Weingläsern für Zuhause ist während der Krise gestiegen.

Heimischer Paradigmenwechsel

„In Zeiten der Lockdowns waren die gemeinsamen Stunden in der Küche und später am Tisch für viele Familien der wichtigste Zeitabschnitt des Tages“, sagt Kurt Josef Zalto. „Von der Auswahl der Produkte über die sorgsame Zubereitung bis hin zum liebevoll gedeckten Tisch – alles sollte passen. Beste Weine wurden entkorkt, die Gläserauswahl ausgiebig diskutiert.“

Food-Trend-Expertin Hanni Rützler spricht in diesem Kontext von einem neuen ‘Wert-Paradigma bei Lebensmitteln‘ (Food Report 2022). Demnach werden Konsumentscheidungen heute überlegter getroffen. Herkunft und nachhaltige Erzeugung werden bei Lebensmitteln immer wichtiger, es geht nicht mehr ausschließlich um die Quantität und den Preis. „Ich kann den von Hanni Rützler skizzierten Paradigmenwechsel bestätigen und gehe sogar noch einen Schritt weiter – für mich geht es nicht nur um Lebensmittel im Speziellen, sondern um ein neues Wert-Paradigma bei der Tischkultur im Allgemeinen. Denn durch die Verlagerung der Mahlzeiten in die eigenen vier Wände hat der heimische Tisch wieder maßgeblich an Bedeutung gewonnen. Hier kommt die Familie zusammen. Es wird zusammen gelacht, geschlemmt und diskutiert. Und wenn man so viele Stunden gemeinsam an einem Ort verbringt, soll es auch schön sein.“

Der ‚Cocooning’ Trend wurde durch die Pandemie weiter angeheizt. Menschen haben massiv in Geschirr und Koch-Utensilien investiert, um das Restaurant-Erlebnis nach Hause zu holen. Feines Porzellan und hochwertiges Besteck tragen dabei genauso zu einem exklusiven Ambiente bei wie mundgeblasene Gläser.

Die leise Glasrevolution

Die Josephinen Kollektion von Kurt Josef Zalto hat das Weinglasdesign in den vergangenen zwei Jahren revolutioniert. „Ich habe nach einer zukunftsweisenden Form für Weingläser gesucht. Einer Form, die es vermag, den festgefahrenen Mainstream auf dem Markt zu durchbrechen. Das bedeutet natürlich, dass die Form im ersten Moment manchmal ungewohnt erscheinen mag. Doch genau darin liegt rein optisch auch der Reiz. Man muss den Gläsern nur ein wenig Zeit geben und erleben, wie sie sich behutsam in das Ambiente eines gedeckten Tisches einfügen“, sagt Kurt Josef Zalto.

Doch bei den Gläsern der Josephinenhütte handelt es sich nicht um ein hübsches Design-Accessoire. „Ganz im Gegenteil: Der Wein steht bei der Entwicklung meiner Gläser stets im Vordergrund. Die Gläser sind in ihrer Form optimiert, um den Wein ideal zur Geltung zu bringen. Meiner jahrzehntelangen Erfahrung folgend ist das Josephinenglas als Statement konzipiert, das die Geschmacksentwicklung des Weins im Glaskörper ideal zur Geltung bringt.“

Ein wesentliches Merkmal ist der charakteristische Knick, der dem Wein im Bauch des Glases mehr Platz einräumt. Zalto hat diese Wölbung geformt, um die Interaktion des Weins mit der Luft im Kelch zu forcieren. Der ikonische Schwung hilft so, die Entwicklung der Aromen und das Bouquet zu verstärken, wenn der Wein an der Innenseite des Glases verläuft. „Die Resonanz des Marktes ist herausragend. Spitzenwinzer, Top-Sommeliers und Gastronomen sind von den Gläsern begeistert. Die zukunftsweisende Form der Josephine hat sich längst etabliert. Darauf bin ich sehr stolz!“

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