Zeitumstellung am 31. Oktober – Ausgeschlafen in die Winterzeit starten

Foto: BARMER

In der Nacht vom 30. auf den 31. Oktober werden die Uhren wieder um eine Stunde zurückgestellt. Eine Stunde mehr Schlaf für alle. Dennoch macht die Zeitumstellung vielen ernsthaft zu schaffen.

Die alljährliche Zeitumstellung steht kurz bevor. Während sie auf viele Menschen keinerlei Auswirkungen hat, ist sie für andere deutlich spürbar. Denn manche Menschen leiden durch die Zeitumstellung zumindest kurzfristig unter Schlafstörungen und Müdigkeit, da der biologische Rhythmus durcheinandergerät. Körperliche und psychische Beschwerden können die Folge sein.

„Die Zeitumstellung kann vor allem Menschen mit regelmäßigen Schlafproblemen zusätzlich belasten. Ausreichend guter Schlaf ist jedoch die Basis, um gesund, fit und leistungsfähig zu bleiben“, sagt Dr. Ursula Marschall, Leitende Medizinerin bei der BARMER. Nicht zuletzt deshalb wird die Abschaffung der Zeitumstellung innerhalb der Europäischen Union bereits seit einiger Zeit diskutiert. Bisher allerdings ohne Ergebnis.

Schlafstörungen erhöhen Risiko für Erkrankungen

Schlafstörungen können verschiedene Ursachen haben. Bereits eine geringe Zeitumstellung kann den Schlaf temporär beeinflussen. Doch auch Stress kann zu einer anhaltenden Schlaflosigkeit, der sogenannten Insomnie, führen. Weitere Formen von Schlafstörungen können ihre Ursache in einer Verschiebung des Schlaf-Wach-Rhythmus oder einer krankhaften Form des Schnarchens haben.

„Dauerhaft schlechter Schlaf kann das Gedächtnis beeinträchtigen und die Konzentrationsfähigkeit vermindern. Außerdem fühlen sich Betroffene oftmals emotional unausgeglichen und im Alltag überfordert“, so Marschall. Wer nicht ausreichend schläft, hat ein höheres Risiko für Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen. Außerdem steigt das Risiko für Erkrankungen wie Bluthochdruck und Diabetes. Unbehandelte Schlafstörungen können zudem die Entstehung psychischer Erkrankungen, wie zum Beispiel Depressionen, begünstigen.

Tipps für einen erholsamen Schlaf

Neben einer Raumtemperatur zwischen 16 und 20 Grad Celsius gehört auch ein geregelter Rhythmus zu einer gesunden Schlafhygiene. „Ausreichend Bewegung im Alltag und Einschlafrituale wie ein Spaziergang am Abend können das Einschlafen zudem erleichtern“, empfiehlt Marschall. Sinnvoll ist auch, vor dem Schlafengehen auf das Smartphone oder den Laptop zu verzichten. Auch sollten koffeinhaltige Getränke und reichhaltige Speisen vor dem zu Bett gehen gemieden werden.

Die Ursachen von Schlafstörungen, die länger als drei bis vier Wochen andauern, sollten medizinisch untersucht werden. Mit einer Ärztin oder einem Arzt können die möglichen Gründe der Beschwerden besprochen und durch eine körperliche Untersuchung abgeklärt werden. Zur Behandlung der Schlafstörungen wird die Ärztin oder der Arzt dann eine individuelle Therapie empfehlen.

Quelle: BARMER

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