„NRW isst besser“

Wissenschaftler*innen der FH Münster veröffentlichen Studie mit Handlungsempfehlungen für die Politik.

Nur in etwa 30 Prozent der Kitas und 14 Prozent der Schulen wird frisch vor Ort gekocht. Dabei werden ernährungswissenschaftliche Empfehlungen häufig nicht eingehalten, etwa dadurch, dass Fleisch und Wurstwaren zu oft auf den Kantinentisch kommen.

Das ist ein Ergebnis aus der aktuellen Studie „NRW isst besser! Wegweiser zu einem nachhaltigeren Ernährungssystem in NRW“, die sich auf Strukturen der Ernährungsumgebung, der Ernährungsbildung und des zivilgesellschaftlichen Engagements fokussiert. Prof. Dr. Guido Ritter von der FH Münster hat sie mit den Mitarbeiterinnen Janina Hielscher, Silke Friedrich und Kirsten Reichardt verfasst. Aus den Recherchen, Analysen und Interviews hat das Team Handlungsempfehlungen für die Politik formuliert. „Eine Transformation des Ernährungssystems ist nötig und möglich“, sagt der Ernährungswissenschaftler vom Institut für Nachhaltige Ernährung (iSuN).

Auftraggeber der Studie war die NRW-Landtagsfraktion der Grünen. Sie wollte wissenschaftlich fundierte Antworten auf die Frage, welche Veränderungen im Ernährungssystem notwendig sind, um allen Menschen eine gesunde und nachhaltige Ernährung zu ermöglichen. Auf Grundlage der Studienergebnisse und ihrer Erörterung auf einer Tagung in Düsseldorf wird die Landtagsfraktion nun soziale und ökologische Maßnahmen entwickeln.

Von zentraler Bedeutung ist nach Aussage der Wissenschaftler*innen zunächst eine integrierte Ernährungsstrategie für das Land NRW. Für deren Umsetzung sollte es beispielsweise regionale Kompetenzzentren für Ernährung und Verpflegung, Foodhubs und kommunale Ernährungsscouts geben, wie es in der Untersuchung heißt.

Link: Studie „NRW isst besser! Wegweiser zu einem nachhaltigeren Ernährungssystem in NRW“

Quelle: FH Münster

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