Chicorée küchenfertig machen

Ob als Salat, im Auflauf oder als Pfannengemüse, frischer Chicorée sorgt im Winter für Abwechslung auf dem Speiseplan.

Chicorée
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Die länglich-ovalen, gelblich-weißen Sprossen des Chicorée sind zwar das ganze Jahr über erhältlich, doch von Oktober bis Juni ist das Angebot an deutscher Ware besonders groß. Wer nicht so richtig weiß, wie man sie vorbereiten und lecker zubereiten kann, bekommt schnelle, hilfreiche Tipps vom Bundeszentrum für Ernährung.

Frischer Chicorée ist schön fest und knackig und weist blassgelbe Spitzen auf. Nach dem Einkauf sollte man ihn lichtgeschützt im Gemüsefach des Kühlschranks lagern. Etwa vier bis fünf Tage kann man ihn hier aufbewahren. Werden die Sprossen unter Lichteinfluss gelagert, färben sich die Spitzen zunehmend grünlich und der Chicorée kann bitter schmecken.

Zur Verarbeitung: Eventuell schadhafte Blätter entfernen und den Chicorée kurz unter fließendem Wasser waschen. Dann das Wurzelende gerade abschneiden. Nun lassen sich ganze Blätter einfach ablösen. Sie eignen sich prima zum Dippen, beispielsweise mit einem würzigen Kräuterquark oder einer Avocadocreme.

Schmackhaft und dekorativ zugleich sind die Blätter als gefüllte „Schiffchen“. Wie wäre es mit einer schnellen Füllung aus körnigem Frischkäse, Mandelblättern, Zitronensaft, gehackter Petersilie, etwas Salz, Pfeffer und frischen Mandarinenstückchen? Auch lecker: Gewürfelter Roquefort vermengt mit Birnenstückchen, gehackten Walnüssen, etwas Zitronensaft, Senf und Honig.

Meistens wird Chicorée als Salat gegessen. Dafür werden die zarten Sprossen längs halbiert und quer in Streifen geschnitten. Wem der Strunk zu bitter schmeckt, schneidet ihn einfach keilförmig heraus. Aufgrund seines leicht herben Geschmacks harmoniert roher Chicorée besonders gut mit frischen Früchten, wie Apfel, Birne, Orange, Mandarine oder Mango. Dazu schmeckt ein Joghurtdressing mit Zitronensaft, Salz, Pfeffer, etwas Zucker oder Honig. Nach Belieben passen frische Kräuter wie Minze, Zitronenmelisse oder etwas Dill dazu.

Chicorée eignet sich übrigens auch prima als Pfannen- oder Wokgemüse, im Risotto sowie auf Flammkuchen. Oder wie wäre es mit einem herzhaften Chicorée-Auflauf? Auch dazu ein Beispiel: Die Sprossen längs halbieren, mit Kochschinken umwickeln und zusammen mit einigen Cocktailtomaten in eine gefettete Auflaufform legen. Für die Soße rührt man einen Becher Schmand mit etwas Milch glatt und würzt ihn mit einem Teelöffel Gemüsebrühepulver sowie mit etwas Salz, Pfeffer und einem Esslöffel frischen oder tiefgekühlten Gartenkräutern.

Die Soße über die Chicorée und Tomaten geben, mit geriebenem Käse bestreuen und den Auflauf im Backofen etwa eine halbe Stunde bei 170 Grad Celsius (Heißluft) garen. Guten Appetit!

Lebensmittel-Infoblätter

Quelle: Hedda Thielking, www.bzfe.de

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