Welche Rolle spielen Biofaktoren in Prävention und Therapie von altersbedingten Erkrankungen?

Vitamine und Provitamine, Mineralstoffe, Peptide, Aminosäuren, Fettsäuren und sekundäre Pflanzenstoffe – alle diese Stoffe zählen zu den Biofaktoren, die der Körper für seine physiologischen Funktionen benötigt und die sich durch eine gesundheitsfördernde und krankheitsvorbeugende biologische Aktivität auszeichnen.

Biofaktorenmangel – Senioren besonders gefährdet

Neben Patienten mit chronischen Resorptionsstörungen im Magen-Darm-Trakt und chronisch kranken Menschen sollte der optimale Biofaktorenstatus insbesondere bei Senioren berücksichtigt werden. Kardiologische Krankheiten wie Herzinsuffizienz oder Hypertonie, neurodegenerative Erkrankungen wie Demenz, Polyneuropathie und Parkinson sowie Osteoporose oder Depressionen können neben anderen Ursachen auch mit einem Defizit an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen in Zusammenhang stehen.

Wenn bei Senioren die körperliche und mentale Leistungsfähigkeit nachlassen, wird dies oft dem normalen Alterungsprozess zugeschrieben. Hinter solch vermeintlichen Alterserscheinungen kann sich jedoch auch ein Biofaktorendefizit verbergen.

Zunächst einmal sind es gerade Senioren, die häufiger unter den oben genannten chronischen Erkrankungen oder Resorptionsstörungen leiden.  Viele Senioren ernähren sich zudem mangelhaft oder einseitig, obwohl der Bedarf an Biofaktoren im Alter nicht wesentlich geringer geworden ist. Ernährungsbedingt liegt die Zufuhr der meisten Vitamine und Mineralstoffe bei älteren Menschen deutlich unterhalb der D-A-CH-Referenzwerte, wie in verschiedenen großen Ernährungsstudien nachgewiesen werden konnte. Nicht zuletzt nehmen gerade ältere Menschen mitunter mehrere Arzneimittel über längere Zeit ein, die den Biofaktorenstatus verschlechtern und zu Biofaktoren-Räubern werden können.

“Der gegenwärtige demografische Wandel hin zu einer alternden Gesellschaft führt zu einem Anstieg der Zahl der Senioren sowie der Häufigkeit und Belastung altersbedingter Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, nichtalkoholische Fettleber, Diabetes mellitus und Demenz, von denen fast die Hälfte auf die Bevölkerung über 60 Jahren entfällt. Ein Mangel an einzelnen Nährstoffen wurde mit einem erhöhten Risiko für altersbedingte Erkrankungen und eine hohe Aufnahme und/oder Blutkonzentration mit Risikominderung in Verbindung gebracht“, betonen in diesem Zusammenhang auch die Autoren der oben genannten wissenschaftlichen Publikation.

Aufgrund der vielfältigen physiologischen Funktionen von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen im Organismus und der durch wissenschaftliche Studien nachgewiesenen positiven Wirkungen bei zahlreichen Erkrankungen empfiehlt es sich daher vor allem für ältere Patienten und die behandelnden Therapeuten, der Biofaktorenversorgung gezielt Aufmerksamkeit zu schenken und Mangelzustände zu vermeiden.

Quelle: GfB

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