CBD-Kapseln – Das neue Superfood?

Superfood wird als Nahrungsmittel definiert, das durch eine Reihe beeindruckender Gesundheitsvorteile hervorsticht.

Foto: Nordic Oil

Das Profil an wertvollen Vitaminen, Mineralstoffen und Pflanzenstoffen ist besonders günstig. Oft besitzen die fast immer pflanzlichen Lebensmittel noch mindestens einen weiteren Ansatz, um sich wohltuend auf den Organismus einzuwirken. Typisches Superfood sind Avocados, Chiasamen, Acai-Beeren, Moringa und Chia-Samen. Können sich CBD-Kapseln, Hanfsamen, CBD-Öl und Hanföl in diese Liste einreihen? Was spricht dafür und was dagegen?

Wechselwirkung mit dem Endocannabinoid-System

Die anspruchslose Hanfpflanze wuchs einst überall auf der Welt und wurde entsprechend kultiviert. Wie stark der menschliche Organismus auf die Cannabinoide der Hanfpflanze anspricht, zeigt sich im Vorhandensein seines Endocannabinoid-Systems (ECS), dem größten Bionetzwerk des Menschen, das auch andere Säugetiere besitzen. Der menschliche Körper ist dazu fähig, körpereigene Cannabinoide, die Endocannabinoide, selbstständig zu synthetisieren.

Der andere Weg der Zueignung besteht im Konsum von Cannabinoiden, womit wir bei den pflanzlichen Cannabinoiden, den Phytocannabinoiden, wären. Werden CBD-Kapseln geschluckt, heften die CBD-Rezeptoren sich nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip an das ECS. Vor allem geschieht dies über die Liganden der CB1- und CB2-Rezeptoren und der Prozess der Auffüllung der CBD-Speicher beginnt.

Die Funktionen des ECS

Aufgrund der Existenz des ECS lässt sich eine starke evolutionäre Bedeutung der Hanfpflanzen im menschlichen Stoffwechsel herleiten, die offenbar dem Bauplan des Menschen entsprechen. Dies zeigt auch die Funktionsvielfalt der körperlichen und geistigen Prozesse, die durch ausreichend gefüllte CBD-Speicher angestoßen werden. Über das ECS werden der Stoffwechsel, Schlaf und Appetit; das Wohlbefinden, Gedächtnis und Immunsystem; die Stimmung, Körpertemperatur, Motorik sowie der Umgang mit Angst und Stress moderiert.

Eine weitere Bedeutung hat CBD bei der Hormonregulation, denn das Cannabinidiol ist an der Ausschüttung von Serotonin, Dopamin, Acetylcholin und Melatonin beteiligt. Die Unterdrückung von Schmerzen findet vermutlich vorrangig über die Vanilloid-Rezeptoren statt.

Behebung von Mangelzuständen

Diese gesundheitsfördernden Effekte sprechen für CBD als Superfood. Dies gilt auch unter dem Aspekt, dass das ECS nur dann seine Aufgaben im vollem Umfang erfüllen kann, wenn die Homöostase besteht, das heißt, wenn die Regelkreise des gewaltigen Endocannabinoid-Systems im Fluss sind.

Damit geht es bei CBD nicht um einen stimulierenden Effekt durch additiven Konsum, sondern um die Behebung eines Mangelzustandes, wenn der Körper nicht von sich aus genügend Cannabinoide bilden kann, um diese Regelkreise in Schwung zu halten. Ebendieses unterscheidet ein gesundes Nahrungsmittel von einer Droge. Aktuell gelten CBD-Produkte als Nahrungsergänzungsmittel und ein EU-Status als neuartige Lebensmittel (novel food) wird geprüft.

Die wichtigsten Pflanzenstoffe der Hanfpflanze

Die Cannabinoide weisen gesundheitlich sicher den augenfälligsten Effekt auf. Von den etwa 120 Cannabinoiden der Hanfpflanze bietet CBD den breitesten Wirkmechanismus und hat anders als sein Gegenspieler THC keinen psychoaktiven Effekt. Hanfprodukte können je nach Produkt noch viele weitere wertvolle Inhaltsstoffe besitzen. Die pflanzlichen Inhaltsstoffe der Hanfpflanze, die Flavonoide, wirken sich zum Beispiel blutdrucksenkend, entzündungshemmend, zellschützend und antioxidativ aus. Außerdem stärken sie das Immunsystem und kräftigen den Herzkreislauf.

Die Aroma- und Duftstoffe der Hanfpflanze, die Terpene, lassen sich intensiv wahrnehmen und wirken sich ebenso intensiv auf die Gesundheit aus. Besonders deutlich ist der Einfluss der Terpene auf das Immunsystem – kein Wunder, denn mithilfe der Terpene schützt sich jede Pflanze in der Natur vor Feinden.

Viele positive Heilwirkungen lassen sich durch Terpene erzeugen. So wirken sie unter anderem entzündungshemmend, antioxidativ, antiviral, antibakteriell, antifungal, entkrampfend, antiseptisch und sogar antikanzerogen. Der grüne Farbstoff der Hanfpflanze, Chlorophyll, kann den Körper nachhaltig entgiften und unterstützt die Zellatmung.

Weitere Inhaltsstoffe

Der Star der Hanfpflanze sind also ihre pflanzlichen Inhaltsstoffe in Form der Cannabinoide, Terpene und Flavonoide. Darüber hinaus enthalten CBD Öle die Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren im optimalen Verhältnis. Die reichhaltig im Hanföl enthaltene Gamma-Linolensäure wird aufgrund ihrer blutdrucksenkenden, entzündungshemmenden und hautfördernden Eigenschaften geschätzt, zumal sie bei einer möglichen Wundheilung unterstützt. Das Profil an Mineralstoffen ist mit Kalzium, Kalium, Natrium, Eisen, Phosphor, Zink, Mangan und Kupfer reichhaltig. Wertvolle E- und B-Vitamine ergänzen das Gesamtprodukt. Wer auf Hanfsamen setzt, findet schließlich zahlreiche Ballaststoffe, die beim Abnehmen unterstützen.

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