Als Restaurant einen eigenen Lieferdienst aufbauen

Wenn Sie einen eigenen Lieferservice planen, dann stehen Sie vor einer großen Herausforderung inklusive vieler wichtiger Entscheidungen.

Foto: Christopher Konrad auf Pixabay

Vor allem bestehende Restaurants überlegen sich irgendwann, ob die Speisen nicht auch ausgeliefert werden sollen und somit direkt zum Kunden gelangen. Im Folgenden geben wir Ihnen einen Überblick, wie ein Lieferservice gegründet werden kann und wie es dabei vorzugehen gilt.

Durch ein wenig mehr Aufwand lässt sich ein Extra-Umsatz erzielen und Sie machen viele Kunden glücklich. Diese sind sogar häufig selbst die Initiatoren, da die Nachfrage schließlich das Angebot anregt. Die wichtigsten Posten sind mit einem Fahrzeug, Transportboxen sowie einem Fahrer bereits erledigt.

Was benötige ich für meinen Lieferservice?

Wenn Sie bereits ein Restaurant führen, dann wird es vermutlich auch eine Küche geben. Prüfen Sie vor der Gründung des Lieferdienstes, ob zusätzlich Platz und Mitarbeiter zur Verfügung stehen, um die auszuliefernden Speisen zuzubereiten. Schätzen Sie grob ab, wie viele Kunden das Angebot des Lieferdienstes annehmen werden und wann es zu Engpässen in der Küche kommen könnte. Unter Umständen wird in der Folge auch ein größerer Lagerraum benötigt. Zudem brauchen Sie ein Lieferfahrzeug, Verpackungsmaterial und Transportbehältnisse, welche die Temperatur der Speisen halten. Ebenso wird ein Fahrer oder eine Fahrerin benötigt, sofern Sie die Speisen nicht selbst ausfahren möchten.

Sie können auch eine eigene Bestell-App für Lieferdienste implementieren. Professionell und schnell lässt sich dadurch eine eigene App auf den Markt bringen, über die Ihre Kunden bei Ihnen bestellen können. Häufig ist dies die effektivste und einfachste Methode, um Essen zu ordern.

Welche Genehmigungen brauche ich?

Um die Speisen auszuliefern, ist keine zusätzliche Genehmigung erforderlich, lediglich ein Gewerbeschein wird benötigt. Wer bereits ein Restaurant führt, der wird diesen schon besitzen. Lieferdienste unterliegen jedoch ebenfalls dem Lebensmittel- und Hygienerecht sowie der Lebensmittelüberwachung. So müssen viele Vorschriften eingehalten werden. Aber auch diese werden Sie kennen, wenn bereits ein Restaurant besteht.

Werbung für meinen Lieferservice

Damit der Lieferdienst läuft, müssen Sie natürlich Werbung machen. So können Sie bestehenden Kunden Bescheid geben oder die Information, dass nun geliefert wird, im Restaurant aushängen. Aber auch die sozialen Medien und eine eigene Webseite eignen sich gut. Wird telefonisch bestellt, dann informieren sich die meisten Kunden zunächst auf der Webseite, dort sollte das Menü hinterlegt sein. Aber auch online Bestellungen werden immer beliebter, so können Sie ein Tool integrieren, über welches die Speisen digital bestellt und bezahlt werden können. Investieren Sie Zeit und Wissen in eine gute Webseite, welche nicht nur eine einfache Bestellung ermöglicht, sondern den Kunden auch abholt. Zudem lassen sich dadurch möglicherweise auch ganz neue Kunden gewinnen, insbesondere wenn Sie weitere Kanäle, wie Social Media nutzen. Eine zusätzliche App erleichtert die Bestellung nochmal um einiges.

Sie können aber auch in Ihrer direkten Umgebung Flyer verteilen oder innerhalb von Zeitschriften und Zeitungen Werbung machen. Achten Sie dabei auf die Gestaltung, positionieren Sie sich auffällig und beachten Sie eine in sich stimmige und einheitliche Corporate Identity. Sie können im Marketing Bereich aber auch kreativ werden, so lohnt sich möglicherweise ein Sponsoring beim örtlichen Fußballverein, bei dem Sie anschließend auf dem Trikot zu sehen sind. Möglicherweise gibt es aber auch einen lokalen Radiosender oder regionale Facebookgruppen, in denen Sie auf Ihr Angebot aufmerksam machen können.

Lohnt sich die Listung bei Lieferando & Co.?

Mittlerweile gibt es einige große Lieferservice-Plattformen, vor allem Lieferando ist sehr bekannt. Die Apps haben eine hohe Reichweite und Kunden können komfortabel darüber bestellen. Sollten Sie diese nutzen, dann wird die Zahl Ihrer Bestellungen definitiv steigen, doch es werden hohe Provisionen fällig. Bevor Sie sich dort anmelden, sollten Sie durchrechnen, ob es sich für Sie überhaupt lohnt. Nicht immer steht die bessere Auftragslage in einem guten Verhältnis zum geringeren Gewinn. Möglicherweise rentiert sich die Investitionen jedoch, zudem werden mehr Menschen auf Ihr Angebot aufmerksam und bestellen vielleicht beim zweiten Mal nicht mehr über die App, sondern über Ihre Webseite. Andere Marketinginstrumente eignen sich jedoch in der Regel eher.

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